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Wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus vor dem 1. Oktober 2026 wieder Normalniveau erreichen?

Auflösung: Aktualisiert:
13%

Marktkonsens

vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance

JaDas Ereignis tritt ein
13%
NeinDas Ereignis tritt nicht ein
87%

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Kalshi-Website öffnenJa 0,13
  • Keine externe Wallet nötig
  • Gas übernommen
Gegenseite kaufenNein 0,88

Kurz gefasst

Der Markt hält eine Rückkehr zum Normalniveau vor dem 1. Oktober 2026 für unwahrscheinlich. Nach einer anfänglich deutlich höheren Einschätzung wurde der Preis stark nach unten korrigiert, was auf anhaltende Störungen im Schiffsverkehr durch die anhaltenden Spannungen zwischen Iran und Israel sowie den USA hindeutet. Eine belastbare Waffenruhe mit sichtbarer Rückkehr der Reedereien in den Golf innerhalb weniger Wochen wäre nötig, um die Einschätzung zu drehen.

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt auf diese Frage zahlt am Ende genau einen Dollar aus, wenn der 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe laut IMF PortWatch vor dem 1. Oktober 2026 an irgendeinem Tag die Schwelle von 60 erreicht oder überschreitet, und null, wenn das nicht eintritt. Der aktuelle Preis ist keine Vorhersage im engeren Sinn, sondern spiegelt wider, was Käufer und Verkäufer derzeit gemeinsam für die Wahrscheinlichkeit halten – ein Preis von 0,30 würde beispielsweise bedeuten, dass der Markt das Ereignis mit etwa drei von zehn Chancen einschätzt, nicht dass es tatsächlich so eintreten wird. Maßgeblich für die Abrechnung sind die von IMF PortWatch veröffentlichten und innerhalb des Marktzeitraums vorgenommenen Datenrevisionen; Korrekturen nach dem 30. September 2026 werden nicht mehr berücksichtigt. Positionen lassen sich bis zur Abrechnung am 1. Oktober 2026 jederzeit zum dann geltenden Preis wieder verkaufen.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja13%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,13
Wenn Sie einsetzen $100
$769
Nein87%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,87
Wenn Sie einsetzen $100
$115
0%25%50%75%100%12:0017:3623:1204:4810:2416:00
KonsensKalshi

Wie sich der Preis bewegt hat

Der Markt eröffnete am 29. Juli 2026 bei 80 Prozent und bewegte sich in den ersten Handelsstunden zwischen 80 und 88 Prozent, was zu diesem Zeitpunkt eine mehrheitliche Erwartung einer Normalisierung noch vor Oktober widerspiegelte. Seither ist der Konsens auf 13 Prozent gefallen – eine der stärksten Neubewertungen, die man bei einem geopolitisch getriebenen Kontrakt sehen kann, auch wenn sich die genaue auslösende Nachricht aus den vorliegenden Daten nicht rekonstruieren lässt. In den letzten 24 Stunden ist der Preis lediglich um einen Prozentpunkt gestiegen, was für eine vorläufige Stabilisierung nahe dem aktuellen, niedrigen Niveau spricht und nicht für eine erneute grundlegende Neueinschätzung.

Hintergrund

Die Straße von Hormus ist mit rund 33 Kilometern an der engsten Stelle die wichtigste Meerenge für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport; über sie laufen nach Angaben internationaler Energieagenturen etwa ein Fünftel der globalen Rohölexporte. Seit dem Krieg zwischen Israel und Iran im Juni 2025 und der Beteiligung der USA an Angriffen auf iranische Nuklearanlagen haben iranische Stellen wiederholt mit einer Sperrung der Meerenge gedroht, was Reedereien und Versicherer zu Umleitungen, höheren Risikoprämien und reduzierten Anläufen bewogen hat. Diese Marktfrage bezieht sich auf konkrete Schiffsbewegungsdaten und nicht auf politische Erklärungen. Der IMF PortWatch-Datensatz erfasst tägliche Anläufe von Container-, Massengut-, Ro-Ro-, Stückgut- und Tankschiffen und bildet daraus einen gleitenden 7-Tage-Durchschnitt. Vor der Eskalation lag dieser Durchschnitt regelmäßig bei rund 60 Anläufen pro Tag; dieser Wert dient nun als Schwelle für 'Normalniveau'. Seit Beginn der Krise ist die Zahl der Anläufe zeitweise deutlich darunter geblieben, während Kriegsversicherungen für Golf-Passagen und alternative Routen um die Arabische Halbinsel Kosten und Fahrzeiten erhöht haben.

Analyse

Die Preisbewegung dieses Marktes ist ungewöhnlich ausgeprägt und deshalb aufschlussreich. Bei der ersten Erfassung am 29. Juli 2026 lag die implizite Wahrscheinlichkeit bei 80 Prozent und bewegte sich in der Folge kurzzeitig zwischen 80 und 88 Prozent – der Markt ging also zunächst noch von einer recht wahrscheinlichen Normalisierung vor Oktober aus, vermutlich getragen von Hoffnungen auf eine rasche Deeskalation nach dem Juni-Krieg. Der aktuelle Konsens über die Handelsplätze liegt jedoch bei nur 13 Prozent, was eine massive Neubewertung binnen kurzer Zeit bedeutet. Eine solche Bewegung von der Region um 80 Prozent auf einen niedrigen zweistelligen Wert spricht dafür, dass neue Informationen – etwa anhaltend niedrige tatsächliche Anlaufzahlen, fortgesetzte Drohungen iranischer Stellen oder ausbleibende Rückkehr großer Reedereien – die ursprüngliche Einschätzung als zu optimistisch entlarvt haben. Mit 1.329.435 US-Dollar gehandeltem Volumen und 58 erfassten Preispunkten handelt es sich um einen Markt mit spürbarer, wenn auch nicht enormer Liquidität; die Konzentration auf einen einzigen Handelsplatz (Kalshi) bedeutet, dass es keine venue-übergreifende Preisspanne gibt, die zusätzliche Unsicherheit anzeigen würde. Der leichte Anstieg von einem Prozentpunkt in den letzten 24 Stunden ist im Vergleich zur vorangegangenen Korrektur marginal und deutet eher auf eine Stabilisierung nahe dem aktuellen Niveau als auf eine erneute Trendwende hin. Entscheidend für die Auflösung bleibt die reine Zähldynamik: Der Schwellenwert von 60 Anläufen im 7-Tage-Durchschnitt ist eine operative, keine politische Größe – selbst eine Ankündigung von Entspannung müsste sich erst in tatsächlich zurückkehrenden Schiffsbewegungen niederschlagen, bevor sie den Marktpreis fundamental verändert.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  • Status der Waffenruhe Iran–Israel

    Eine belastbare und international überwachte Waffenruhe würde Reedereien graduell zur Rückkehr bewegen und wirkt in Richtung Ja. Neue Vorfälle oder erneute Angriffe auf Schiffe im Golf würden die Wahrscheinlichkeit weiter drücken und sind aktuell der größte Belastungsfaktor.

  • Kriegsversicherungsprämien

    Solange Versicherer für Golf-Passagen deutlich erhöhte Prämien verlangen, bleibt es für viele Reedereien wirtschaftlich rationaler, Umwege zu fahren. Ein Rückgang der Prämien wäre ein frühes, beobachtbares Signal für eine mögliche Normalisierung noch vor den offiziellen Anlaufzahlen.

  • Iranische Erklärungen zur Meerenge

    Wiederholte Drohungen iranischer Parlaments- oder Militärvertreter, die Straße zu sperren, verlängern die Vorsicht der Schifffahrtsbranche selbst ohne tatsächliche Blockade. Ein formeller Rückzug solcher Drohungen würde stärker wirken als bloße Deeskalationsrhetorik.

  • US-Marinepräsenz und Geleitschutz

    Verstärkte Eskorten durch die US-Marine oder Verbündete können Reedereien Sicherheit signalisieren und Anlaufzahlen schneller steigen lassen, als es eine rein diplomatische Lösung vermag. Ein Abzug oder eine Reduzierung solcher Präsenz würde in die Gegenrichtung wirken.

  • Zeitfenster bis Fristende

    Nur gut zwei Monate bleiben bis zum 1. Oktober 2026, und Schifffahrtsrouten sowie Charterverträge werden nicht kurzfristig umdisponiert. Je näher der Termin rückt, ohne dass sich die Anlaufzahlen dem Schwellenwert nähern, desto mechanischer sinkt die verbleibende Wahrscheinlichkeit.

Dafür spricht

  • Eine dauerhafte, glaubwürdige Waffenruhe zwischen Iran und Israel müsste noch vor September 2026 zustande kommen und halten.
  • Große Reedereien und Versicherer müssten ihre Golf-Routen und Prämien innerhalb weniger Wochen wieder auf Vorkrisenniveau anpassen.
  • Der IMF-PortWatch-Durchschnitt müsste von einem Niveau, das aktuell deutlich unter 60 Anläufen liegt, innerhalb kurzer Zeit auf oder über diese Schwelle steigen.
  • Iranische Stellen müssten glaubhaft von weiteren Drohungen gegenüber der Meerenge Abstand nehmen.

Dagegen spricht

  • Die Spannungen zwischen Iran, Israel und den USA seit dem Juni-Krieg 2025 haben sich bislang nicht in eine stabile diplomatische Lösung überführen lassen.
  • Reedereien und Versicherer reagieren erfahrungsgemäß mit erheblicher Verzögerung auf politische Entspannungssignale, selbst wenn diese eintreten.
  • Der Marktpreis ist bereits von anfänglich 80 bis 88 Prozent auf 13 Prozent gefallen, was auf eine fundierte Neubewertung der tatsächlichen Anlaufzahlen hindeutet, nicht auf eine vorübergehende Verunsicherung.
  • Bis zum 1. Oktober 2026 verbleiben nur noch rund zwei Monate, ein enges Fenster für eine vollständige operative Normalisierung der Schifffahrt.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Kalshi-Website öffnenJa 0,13
  • Keine externe Wallet nötig
  • Gas übernommen

Handelsplätze (1)

Wahrscheinlichkeit

  • Strait of Hormuz-Verkehr normalisiert sich bis zum 30. September?19%
  • Vor dem 1. Oktober 202613%

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
IMF PortWatch
Auflösungsdatum

Abgerechnet wird ausschließlich anhand der von IMF PortWatch veröffentlichten Schiffsbewegungsdaten für die Straße von Hormus. Maßgeblich ist der gleitende 7-Tage-Durchschnitt der Anläufe von Container-, Massengut-, Ro-Ro-, Stückgut- und Tankschiffen: Erreicht oder überschreitet dieser Durchschnitt an einem beliebigen Tag vor dem 1. Oktober 2026 den Wert von 60, löst der Markt mit Ja auf, sonst mit Nein. Der gehandelte Markt bei Kalshi verwendet dieselbe Datenquelle; Revisionen, die IMF PortWatch bis zum 30. September 2026 veröffentlicht, werden berücksichtigt, spätere Korrekturen nicht mehr.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Für die exportorientierte deutsche Industrie, insbesondere Chemie- und Grundstoffbranche, hängt ein erheblicher Teil der Energieimporte an ungestörten Golf-Routen; anhaltende Störungen in der Straße von Hormus verteuern Rohöl- und Flüssiggaslieferungen und wirken damit unmittelbar auf Energiekosten und Frachtraten. Eine dauerhafte Unterbrechung würde sich über höhere Öl- und Gaspreise in der von der EZB beobachteten Inflationsentwicklung niederschlagen und die ohnehin sensible Kostenlage energieintensiver Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusätzlich belasten.

Worauf zu achten ist

Maßgeblich sind die wöchentlich aktualisierten IMF-PortWatch-Daten zu den täglichen Schiffsanläufen in der Straße von Hormus, insbesondere ob der 7-Tage-Durchschnitt sich der Schwelle von 60 nähert. Daneben zählen offizielle Erklärungen zu einer Waffenruhe zwischen Iran und Israel, Entscheidungen großer Reedereien und Versicherer zur Rückkehr auf Golf-Routen sowie mögliche Vorfälle im Seegebiet bis zum Abrechnungstermin am 1. Oktober 2026. Datenrevisionen von IMF PortWatch, die noch vor dem 30. September 2026 veröffentlicht werden, fließen in die Abrechnung ein.

Häufige Fragen

Wer legt fest, ob diese Frage mit Ja oder Nein beantwortet wird, und wann?
Maßgeblich ist der von IMF PortWatch veröffentlichte 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe durch die Straße von Hormus. Erreicht oder übersteigt dieser Wert an irgendeinem Tag vor dem 1. Oktober 2026 die Marke von 60, löst der Kontrakt mit Ja auf, andernfalls mit Nein.
Was bedeutet der aktuelle Marktpreis konkret?
Der Preis zeigt an, für wie wahrscheinlich Käufer und Verkäufer am Markt derzeit eine Normalisierung vor Oktober 2026 halten, ausgedrückt als Wert zwischen null und eins mal 100 Prozent. Er ist keine Prognose einer Institution, sondern das Ergebnis von Angebot und Nachfrage unter den Marktteilnehmern.
Was passiert, wenn die IMF-PortWatch-Daten verspätet oder korrigiert veröffentlicht werden?
Revisionen, die noch innerhalb des Marktzeitraums bis zum 30. September 2026 erscheinen, werden für die Abrechnung berücksichtigt. Korrekturen, die erst nach diesem Datum veröffentlicht werden, fließen nicht mehr in das Ergebnis ein.
Warum liegt die Normalitätsschwelle bei genau 60 Anläufen?
Der Wert von 60 Anläufen im 7-Tage-Durchschnitt entspricht in etwa dem Niveau, das vor der Eskalation der Spannungen zwischen Iran und Israel im Jahr 2025 in der Straße von Hormus üblich war. Er dient als objektiver, aus historischen Schiffsbewegungsdaten abgeleiteter Referenzpunkt.
Warum ist der Preis von rund 80 Prozent auf 13 Prozent gefallen?
Der Rückgang folgt keiner einzelnen öffentlich dokumentierten Auslösernachricht, die in den vorliegenden Daten benannt ist. Er deutet aber darauf hin, dass die anfängliche Erwartung einer raschen Normalisierung durch anhaltend niedrige tatsächliche Schiffsanlaufzahlen und fortgesetzte politische Unsicherheit widerlegt wurde.
Kann eine Position vor dem 1. Oktober 2026 wieder verkauft werden?
Ja, ein Kontrakt kann in der Regel jederzeit vor dem Abrechnungstermin zum dann aktuellen Marktpreis verkauft werden, ohne bis zur endgültigen Auflösung gehalten werden zu müssen.

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Ja / Nein