Wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus vor dem 1. Oktober 2026 wieder Normalniveau erreichen?
vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance
- Ja — Das Ereignis tritt ein
- 13%
- Nein — Das Ereignis tritt nicht ein
- 87%
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
Kurz gefasst
Der Markt hält eine Rückkehr zum Normalniveau vor dem 1. Oktober 2026 für unwahrscheinlich. Nach einer anfänglich deutlich höheren Einschätzung wurde der Preis stark nach unten korrigiert, was auf anhaltende Störungen im Schiffsverkehr durch die anhaltenden Spannungen zwischen Iran und Israel sowie den USA hindeutet. Eine belastbare Waffenruhe mit sichtbarer Rückkehr der Reedereien in den Golf innerhalb weniger Wochen wäre nötig, um die Einschätzung zu drehen.
Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Hintergrund
Analyse
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Status der Waffenruhe Iran–Israel
Eine belastbare und international überwachte Waffenruhe würde Reedereien graduell zur Rückkehr bewegen und wirkt in Richtung Ja. Neue Vorfälle oder erneute Angriffe auf Schiffe im Golf würden die Wahrscheinlichkeit weiter drücken und sind aktuell der größte Belastungsfaktor.
Kriegsversicherungsprämien
Solange Versicherer für Golf-Passagen deutlich erhöhte Prämien verlangen, bleibt es für viele Reedereien wirtschaftlich rationaler, Umwege zu fahren. Ein Rückgang der Prämien wäre ein frühes, beobachtbares Signal für eine mögliche Normalisierung noch vor den offiziellen Anlaufzahlen.
Iranische Erklärungen zur Meerenge
Wiederholte Drohungen iranischer Parlaments- oder Militärvertreter, die Straße zu sperren, verlängern die Vorsicht der Schifffahrtsbranche selbst ohne tatsächliche Blockade. Ein formeller Rückzug solcher Drohungen würde stärker wirken als bloße Deeskalationsrhetorik.
US-Marinepräsenz und Geleitschutz
Verstärkte Eskorten durch die US-Marine oder Verbündete können Reedereien Sicherheit signalisieren und Anlaufzahlen schneller steigen lassen, als es eine rein diplomatische Lösung vermag. Ein Abzug oder eine Reduzierung solcher Präsenz würde in die Gegenrichtung wirken.
Zeitfenster bis Fristende
Nur gut zwei Monate bleiben bis zum 1. Oktober 2026, und Schifffahrtsrouten sowie Charterverträge werden nicht kurzfristig umdisponiert. Je näher der Termin rückt, ohne dass sich die Anlaufzahlen dem Schwellenwert nähern, desto mechanischer sinkt die verbleibende Wahrscheinlichkeit.
Dafür spricht
- Eine dauerhafte, glaubwürdige Waffenruhe zwischen Iran und Israel müsste noch vor September 2026 zustande kommen und halten.
- Große Reedereien und Versicherer müssten ihre Golf-Routen und Prämien innerhalb weniger Wochen wieder auf Vorkrisenniveau anpassen.
- Der IMF-PortWatch-Durchschnitt müsste von einem Niveau, das aktuell deutlich unter 60 Anläufen liegt, innerhalb kurzer Zeit auf oder über diese Schwelle steigen.
- Iranische Stellen müssten glaubhaft von weiteren Drohungen gegenüber der Meerenge Abstand nehmen.
Dagegen spricht
- Die Spannungen zwischen Iran, Israel und den USA seit dem Juni-Krieg 2025 haben sich bislang nicht in eine stabile diplomatische Lösung überführen lassen.
- Reedereien und Versicherer reagieren erfahrungsgemäß mit erheblicher Verzögerung auf politische Entspannungssignale, selbst wenn diese eintreten.
- Der Marktpreis ist bereits von anfänglich 80 bis 88 Prozent auf 13 Prozent gefallen, was auf eine fundierte Neubewertung der tatsächlichen Anlaufzahlen hindeutet, nicht auf eine vorübergehende Verunsicherung.
- Bis zum 1. Oktober 2026 verbleiben nur noch rund zwei Monate, ein enges Fenster für eine vollständige operative Normalisierung der Schifffahrt.
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Keine externe Wallet nötig
- Gas übernommen
Handelsplätze (1)
- KalshiEmpfohlenJa13%0,13
- Volumen (24 Std.)
- 11.521,0 $
- Gebühr
- 0,77 %
Wahrscheinlichkeit
- Strait of Hormuz-Verkehr normalisiert sich bis zum 30. September?19%
- Vor dem 1. Oktober 202613%
Auflösungsregeln
Abgerechnet wird ausschließlich anhand der von IMF PortWatch veröffentlichten Schiffsbewegungsdaten für die Straße von Hormus. Maßgeblich ist der gleitende 7-Tage-Durchschnitt der Anläufe von Container-, Massengut-, Ro-Ro-, Stückgut- und Tankschiffen: Erreicht oder überschreitet dieser Durchschnitt an einem beliebigen Tag vor dem 1. Oktober 2026 den Wert von 60, löst der Markt mit Ja auf, sonst mit Nein. Der gehandelte Markt bei Kalshi verwendet dieselbe Datenquelle; Revisionen, die IMF PortWatch bis zum 30. September 2026 veröffentlicht, werden berücksichtigt, spätere Korrekturen nicht mehr.
Berechnungsmethodik →Lokaler Bezug
Worauf zu achten ist
Häufige Fragen
- Wer legt fest, ob diese Frage mit Ja oder Nein beantwortet wird, und wann?
- Maßgeblich ist der von IMF PortWatch veröffentlichte 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe durch die Straße von Hormus. Erreicht oder übersteigt dieser Wert an irgendeinem Tag vor dem 1. Oktober 2026 die Marke von 60, löst der Kontrakt mit Ja auf, andernfalls mit Nein.
- Was bedeutet der aktuelle Marktpreis konkret?
- Der Preis zeigt an, für wie wahrscheinlich Käufer und Verkäufer am Markt derzeit eine Normalisierung vor Oktober 2026 halten, ausgedrückt als Wert zwischen null und eins mal 100 Prozent. Er ist keine Prognose einer Institution, sondern das Ergebnis von Angebot und Nachfrage unter den Marktteilnehmern.
- Was passiert, wenn die IMF-PortWatch-Daten verspätet oder korrigiert veröffentlicht werden?
- Revisionen, die noch innerhalb des Marktzeitraums bis zum 30. September 2026 erscheinen, werden für die Abrechnung berücksichtigt. Korrekturen, die erst nach diesem Datum veröffentlicht werden, fließen nicht mehr in das Ergebnis ein.
- Warum liegt die Normalitätsschwelle bei genau 60 Anläufen?
- Der Wert von 60 Anläufen im 7-Tage-Durchschnitt entspricht in etwa dem Niveau, das vor der Eskalation der Spannungen zwischen Iran und Israel im Jahr 2025 in der Straße von Hormus üblich war. Er dient als objektiver, aus historischen Schiffsbewegungsdaten abgeleiteter Referenzpunkt.
- Warum ist der Preis von rund 80 Prozent auf 13 Prozent gefallen?
- Der Rückgang folgt keiner einzelnen öffentlich dokumentierten Auslösernachricht, die in den vorliegenden Daten benannt ist. Er deutet aber darauf hin, dass die anfängliche Erwartung einer raschen Normalisierung durch anhaltend niedrige tatsächliche Schiffsanlaufzahlen und fortgesetzte politische Unsicherheit widerlegt wurde.
- Kann eine Position vor dem 1. Oktober 2026 wieder verkauft werden?
- Ja, ein Kontrakt kann in der Regel jederzeit vor dem Abrechnungstermin zum dann aktuellen Marktpreis verkauft werden, ohne bis zur endgültigen Auflösung gehalten werden zu müssen.