Wird der Waffenstillstand zwischen Israel und Iran bis Ende August 2026 halten?
vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance
- Ja — Das Ereignis tritt ein
- 61%
- Nein — Das Ereignis tritt nicht ein
- 39%
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
Kurz gefasst
Der Markt bewertet ein Halten des Waffenstillstands derzeit als etwas wahrscheinlicher als einen Bruch, hat sich in den vergangenen 24 Stunden aber spürbar in Richtung Zuversicht bewegt. Ausschlaggebend ist die enge Definition dessen, was als Bruch zählt – viele denkbare Zwischenfälle fallen nicht darunter. Ein einzelner verifizierter Luft- oder Raketenangriff einer Seite auf die andere würde die Einschätzung sofort kippen.
Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Hintergrund
Analyse
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Enge Bruchdefinition
Nur direkte Luft- oder Boden-Boden-Raketenangriffe zählen als Verstoß, während Marine-, Artillerie-, Cyber- und Bodenoperationen ausgenommen sind. Das erhöht strukturell die Wahrscheinlichkeit eines formalen Ja, da viele denkbare Reibungspunkte die Schwelle nicht erreichen.
Proxy-Aktivität
Angriffe von mit Iran verbündeten Gruppen wie der Hisbollah oder den Huthi auf Israel zählen nicht automatisch als Verstoß, könnten aber eine israelische Vergeltung gegen iranisches Staatsgebiet auslösen, die dann sehr wohl qualifiziert. Dieser indirekte Kanal ist der wahrscheinlichste Auslöser für ein Ende der Waffenruhe.
Innenpolitischer Druck
Hardliner auf beiden Seiten könnten eine Fortsetzung militärischer Aktionen fordern, insbesondere falls neue Erkenntnisse zum iranischen Nuklearprogramm öffentlich werden. Dieser Druck wirkt in Richtung eines Bruchs, ist aber schwer terminlich einzugrenzen.
Externe Vermittlung
Diplomatischer Druck aus den USA und von Golfstaaten, die an regionaler Stabilität interessiert sind, wirkt stabilisierend auf die Waffenruhe. Solange dieser Druck aufrechterhalten wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer offenen Eskalation.
Marktreife
Mit nur einem Handelsplatz und 29 Preispunkten seit Eröffnung fehlt dem Markt die Liquidität etablierter Kontrakte, wodurch einzelne Meldungen überproportionale Preisbewegungen auslösen können. Die jüngste Bewegung von 8 Prozentpunkten binnen eines Tages ist vor diesem Hintergrund zu relativieren.
Dafür spricht
- Die im Regelwerk festgelegte enge Definition eines Verstoßes schließt Marine-, Artillerie-, Cyber- und Bodenoperationen aus, sodass erhebliche Spannungen auftreten können, ohne dass der Kontrakt als Nein auflöst.
- Beide Regierungen haben nach der vorangegangenen Phase direkter Angriffe ein erkennbares Interesse an einer Deeskalation gezeigt, was sich im Anstieg der impliziten Wahrscheinlichkeit von 52 auf 59 Prozent seit dem 29. Juli 2026 widerspiegelt.
- Externer diplomatischer Druck aus Washington und von Golfstaaten auf beide Seiten, offene Eskalation zu vermeiden, müsste bis zum 31. August 2026 durchgehend wirksam bleiben.
Dagegen spricht
- Ein einziger von einer der beiden Seiten als qualifizierend eingestufter Luft- oder Raketenangriff vor dem 31. August 2026 würde den Kontrakt sofort als Nein auflösen lassen.
- Angriffe iranisch unterstützter Milizen auf Israel könnten eine israelische Vergeltung gegen iranisches Staatsgebiet provozieren, die die Schwelle einer qualifizierenden Handlung erfüllt.
- Der Zeitraum bis zum Stichtag umfasst noch einen vollen Monat, in dem frühere Ruhephasen zwischen beiden Staaten wiederholt durch einzelne, kaum vorhersehbare Zwischenfälle beendet wurden.
- Die geringe Marktreife mit nur 29 Preispunkten und einem einzigen Handelsplatz bedeutet, dass die aktuelle Einschätzung noch nicht auf einem breiten, gefestigten Konsens beruht.
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
- keine Handelsgebühr
Handelsplätze (1)
- PolymarketEmpfohlenJa61%0,61
- Volumen (24 Std.)
- 41.409,9 $
- Gebühr
- 0%
Auflösungsregeln
Grundlage der Auflösung sind ausschließlich verifizierte Berichte über israelische oder iranische Luft- oder Boden-Boden-Raketenangriffe, die unmittelbar das jeweils andere Land treffen. Polymarket löst den Kontrakt als Ja auf, wenn bis zum 31. August 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, kein solcher Angriff stattgefunden hat, und als Nein, sobald ein qualifizierender Angriff verifiziert wird. Abgefangene Geschosse, Marine- oder Artilleriegefechte, Bodeninkursionen, Cyberangriffe und kleinere Kurzstreckenangriffe zählen ausdrücklich nicht als Verstoß. Da bislang nur Polymarket dieses Ereignis handelt, existiert derzeit keine abweichende Auflösungsquelle eines zweiten Handelsplatzes.
Berechnungsmethodik →Lokaler Bezug
Worauf zu achten ist
Häufige Fragen
- Wann und wodurch wird dieser Markt aufgelöst?
- Der Kontrakt löst am 31. August 2026 um 23:59 Uhr iranischer Zeit auf Basis verifizierter Berichte über israelische oder iranische Luft- oder Boden-Boden-Raketenangriffe auf. Bleibt bis dahin ein solcher Angriff aus, löst der Markt als Ja auf, andernfalls als Nein.
- Was bedeutet der aktuell angezeigte Preis konkret?
- Der Preis entspricht der Einschätzung der Marktteilnehmer, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Waffenruhe bis zum Stichtag hält. Er ist keine Prognose einer Institution, sondern das Ergebnis von Kauf- und Verkaufsentscheidungen auf Polymarket.
- Zählt jeder militärische Zwischenfall als Bruch der Waffenruhe?
- Nein. Nur direkte Luftangriffe oder Boden-Boden-Raketenangriffe einer Seite gegen die andere zählen als qualifizierender Verstoß. Abgefangene Geschosse, Marine- oder Artilleriegefechte, Bodeninkursionen, Cyberangriffe und kleinere Kurzstreckenangriffe lösen den Markt nicht als Nein auf.
- Was passiert, wenn ein Angriff strittig oder schwer zu verifizieren ist?
- Die Auflösung stützt sich auf verifizierte Berichte über die im Regelwerk definierten Angriffsarten. Bleibt ein Vorfall unbestätigt oder fällt er nicht unter die Definition, bleibt der Markt bis zu einer eindeutigen Klärung oder bis zum Stichtag offen.
- Warum wird dieses Ereignis bislang nur auf einer einzigen Plattform gehandelt?
- Der Markt ist mit einer Eröffnung am 29. Juli 2026 sehr jung, weshalb bislang nur Polymarket ausreichend Handelsvolumen aufgebaut hat. Das begrenzte Handelsvolumen von 575.883 US-Dollar und die geringe Zahl an Preispunkten spiegeln diese frühe Phase wider.
- Könnte ein Angriff auf mit Iran verbündete Gruppen den Markt beeinflussen, ohne selbst als Verstoß zu zählen?
- Ja. Ein israelischer Angriff auf eine mit Iran verbündete Miliz außerhalb iranischen Staatsgebiets zählt nicht direkt als Verstoß, könnte aber eine iranische Reaktion gegen Israel auslösen, die die Definition erfüllt. Solche indirekten Eskalationspfade sind für die Preisbildung relevant, auch wenn sie selbst nicht auflösungsrelevant sind.