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Wird der Waffenstillstand zwischen Israel und Iran bis Ende August 2026 halten?

Auflösung: Aktualisiert:
61%

Marktkonsens

vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance

JaDas Ereignis tritt ein
61%
NeinDas Ereignis tritt nicht ein
39%

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Kurz gefasst

Der Markt bewertet ein Halten des Waffenstillstands derzeit als etwas wahrscheinlicher als einen Bruch, hat sich in den vergangenen 24 Stunden aber spürbar in Richtung Zuversicht bewegt. Ausschlaggebend ist die enge Definition dessen, was als Bruch zählt – viele denkbare Zwischenfälle fallen nicht darunter. Ein einzelner verifizierter Luft- oder Raketenangriff einer Seite auf die andere würde die Einschätzung sofort kippen.

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt auf dieses Ereignis zahlt am Ende genau einen US-Dollar aus, wenn bis zum 31. August 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, kein qualifizierender Luft- oder Boden-Boden-Raketenangriff einer der beiden Seiten gegen die andere stattgefunden hat – und nichts, wenn ein solcher Angriff eintritt. Der Preis eines Kontrakts spiegelt dabei einfach wider, für wie wahrscheinlich Käufer und Verkäufer dieses Ergebnis aktuell halten: Ein Kontrakt zu 0,30 US-Dollar würde etwa bedeuten, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit auf rund drei von zehn Fällen schätzt, nicht dass dieser konkrete Fall so bewertet wird. Wer eine Position hält, muss nicht bis zur Fälligkeit warten, sondern kann sie jederzeit zum dann geltenden Preis wieder verkaufen. Entscheidend für die endgültige Auszahlung ist ausschließlich, ob bis zum Stichtag ein Ereignis eintritt, das die im Regelwerk festgelegte, eng gefasste Definition eines Angriffs erfüllt.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja61%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,61
Wenn Sie einsetzen $100
$164
Nein39%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,39
Wenn Sie einsetzen $100
$256
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KonsensPolymarket

Wie sich der Preis bewegt hat

Der Kontrakt startete am 29. Juli 2026 bei einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 52 Prozent und bewegte sich zunächst in einer engen Bandbreite von 48 bis 57 Prozent. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden stieg der Wert um 8 Prozentpunkte auf den aktuellen Konsens und verließ damit die bisherige Spanne nach oben. Eine öffentlich dokumentierte einzelne Ursache für diesen Sprung lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht benennen; angesichts der geringen Zahl von erst 29 Preispunkten und eines einzigen Handelsplatzes reicht bereits ein moderater Nachrichtenimpuls aus, um eine Bewegung dieser Größenordnung auszulösen.

Hintergrund

Israel und Iran stehen sich seit Jahren in einem Schattenkonflikt gegenüber, der zeitweise in direkte militärische Auseinandersetzungen mündete. Nach einer Phase offener gegenseitiger Angriffe beider Staaten wurde eine Waffenruhe vereinbart, deren Bestand nun bis Ende August 2026 auf dem Prüfstand steht. Die Frage, ob diese Waffenruhe hält, betrifft nicht nur die beiden Konfliktparteien, sondern auch regionale Akteure wie die USA, Golfstaaten und mit Iran verbündete Milizen, deren Handlungen die Lage jederzeit verändern können. Der Vertragstext für das hier gehandelte Marktereignis legt eine vergleichsweise enge Bruchdefinition fest: Nur direkte Luftangriffe oder Boden-Boden-Raketenangriffe einer Seite gegen die andere zählen als Verstoß. Abgefangene Geschosse, Marine- oder Artilleriegefechte, Bodeninkursionen, Cyberangriffe und kleinere Kurzstreckenangriffe zählen ausdrücklich nicht. Diese Abgrenzung ist zentral für das Verständnis des Preises, denn sie bedeutet, dass die Waffenruhe im Sinne dieses Marktes auch dann als intakt gilt, wenn es zu Reibungen unterhalb dieser Schwelle kommt. Gehandelt wird das Ereignis bislang ausschließlich auf Polymarket. Mit einem Handelsvolumen von 575.883 US-Dollar und erst 29 erfassten Preispunkten seit dem 29. Juli 2026 ist der Markt jung und die Preisbildung entsprechend empfindlich gegenüber einzelnen Nachrichtenimpulsen.

Analyse

Der Markt wurde am 29. Juli 2026 erstmals mit einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 52 Prozent erfasst und bewegte sich seither in einer Bandbreite von 48 bis 57 Prozent, bevor er sich zuletzt auf einen Konsenswert von 59 Prozent nach oben bewegte. Ein Anstieg von 8 Prozentpunkten innerhalb von 24 Stunden ist bei einem derart jungen Markt beachtlich und deutet darauf hin, dass ein konkreter Nachrichtenimpuls – etwa ausbleibende Vergeltungsschläge nach einem Zwischenfall oder ein diplomatisches Signal – die Einschätzung in Richtung Bestand der Waffenruhe verschoben hat, auch wenn sich die genaue Ursache aus den vorliegenden Daten nicht sicher rekonstruieren lässt. Dass der Preis die bisherige Spanne von 48 bis 57 Prozent inzwischen nach oben verlassen hat, zeigt zudem, dass sich die Markteinschätzung noch nicht gefestigt hat. Mit nur 29 Preispunkten seit Eröffnung und einem einzigen Handelsplatz fehlt die Tiefe, die für stabile Konsenswerte sorgt, wie man sie bei länger gehandelten geopolitischen Kontrakten sieht. Der Markt reagiert damit stärker auf einzelne Meldungen als ein etablierter, über mehrere Plattformen liquide gehandelter Kontrakt es täte. Inhaltlich spricht für ein Halten der Waffenruhe vor allem die enge Bruchdefinition selbst: Da Marineoperationen, Artilleriebeschuss, Bodeninkursionen, Cyberangriffe und abgefangene Geschosse explizit ausgeschlossen sind, kann es zu erheblichen Spannungen und selbst zu bewaffneten Zwischenfällen kommen, ohne dass der Markt als „Nein“ auflöst. Das hebt die Wahrscheinlichkeit eines formalen Bruchs strukturell gegenüber einer breiter gefassten Definition. Gleichzeitig bleibt der Zeitraum bis zum 31. August 2026 lang genug, dass eine einzelne Eskalationsspirale – etwa als Reaktion auf einen Angriff einer mit Iran verbündeten Miliz auf israelisches Gebiet oder umgekehrt – jederzeit eine qualifizierende Reaktion auslösen könnte. Die Geschichte des Konflikts zeigt, dass frühere Ruhephasen zwischen beiden Staaten wiederholt durch einzelne, oft nicht vorhersehbare Vorfälle beendet wurden.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  • Enge Bruchdefinition

    Nur direkte Luft- oder Boden-Boden-Raketenangriffe zählen als Verstoß, während Marine-, Artillerie-, Cyber- und Bodenoperationen ausgenommen sind. Das erhöht strukturell die Wahrscheinlichkeit eines formalen Ja, da viele denkbare Reibungspunkte die Schwelle nicht erreichen.

  • Proxy-Aktivität

    Angriffe von mit Iran verbündeten Gruppen wie der Hisbollah oder den Huthi auf Israel zählen nicht automatisch als Verstoß, könnten aber eine israelische Vergeltung gegen iranisches Staatsgebiet auslösen, die dann sehr wohl qualifiziert. Dieser indirekte Kanal ist der wahrscheinlichste Auslöser für ein Ende der Waffenruhe.

  • Innenpolitischer Druck

    Hardliner auf beiden Seiten könnten eine Fortsetzung militärischer Aktionen fordern, insbesondere falls neue Erkenntnisse zum iranischen Nuklearprogramm öffentlich werden. Dieser Druck wirkt in Richtung eines Bruchs, ist aber schwer terminlich einzugrenzen.

  • Externe Vermittlung

    Diplomatischer Druck aus den USA und von Golfstaaten, die an regionaler Stabilität interessiert sind, wirkt stabilisierend auf die Waffenruhe. Solange dieser Druck aufrechterhalten wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer offenen Eskalation.

  • Marktreife

    Mit nur einem Handelsplatz und 29 Preispunkten seit Eröffnung fehlt dem Markt die Liquidität etablierter Kontrakte, wodurch einzelne Meldungen überproportionale Preisbewegungen auslösen können. Die jüngste Bewegung von 8 Prozentpunkten binnen eines Tages ist vor diesem Hintergrund zu relativieren.

Dafür spricht

  • Die im Regelwerk festgelegte enge Definition eines Verstoßes schließt Marine-, Artillerie-, Cyber- und Bodenoperationen aus, sodass erhebliche Spannungen auftreten können, ohne dass der Kontrakt als Nein auflöst.
  • Beide Regierungen haben nach der vorangegangenen Phase direkter Angriffe ein erkennbares Interesse an einer Deeskalation gezeigt, was sich im Anstieg der impliziten Wahrscheinlichkeit von 52 auf 59 Prozent seit dem 29. Juli 2026 widerspiegelt.
  • Externer diplomatischer Druck aus Washington und von Golfstaaten auf beide Seiten, offene Eskalation zu vermeiden, müsste bis zum 31. August 2026 durchgehend wirksam bleiben.

Dagegen spricht

  • Ein einziger von einer der beiden Seiten als qualifizierend eingestufter Luft- oder Raketenangriff vor dem 31. August 2026 würde den Kontrakt sofort als Nein auflösen lassen.
  • Angriffe iranisch unterstützter Milizen auf Israel könnten eine israelische Vergeltung gegen iranisches Staatsgebiet provozieren, die die Schwelle einer qualifizierenden Handlung erfüllt.
  • Der Zeitraum bis zum Stichtag umfasst noch einen vollen Monat, in dem frühere Ruhephasen zwischen beiden Staaten wiederholt durch einzelne, kaum vorhersehbare Zwischenfälle beendet wurden.
  • Die geringe Marktreife mit nur 29 Preispunkten und einem einzigen Handelsplatz bedeutet, dass die aktuelle Einschätzung noch nicht auf einem breiten, gefestigten Konsens beruht.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,61
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

Handelsplätze (1)

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Polymarket; basierend auf verifizierten Berichten über israelische oder iranische Luftanschläge oder Oberflächenraketenanschläge mit direkter Auswirkung auf das andere Land
Auflösungsdatum

Grundlage der Auflösung sind ausschließlich verifizierte Berichte über israelische oder iranische Luft- oder Boden-Boden-Raketenangriffe, die unmittelbar das jeweils andere Land treffen. Polymarket löst den Kontrakt als Ja auf, wenn bis zum 31. August 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, kein solcher Angriff stattgefunden hat, und als Nein, sobald ein qualifizierender Angriff verifiziert wird. Abgefangene Geschosse, Marine- oder Artilleriegefechte, Bodeninkursionen, Cyberangriffe und kleinere Kurzstreckenangriffe zählen ausdrücklich nicht als Verstoß. Da bislang nur Polymarket dieses Ereignis handelt, existiert derzeit keine abweichende Auflösungsquelle eines zweiten Handelsplatzes.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Ein Zusammenbruch der Waffenruhe zwischen Israel und Iran würde die Ölpreise über die Straße von Hormuz unmittelbar beeinflussen, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Rohölexporte läuft – mit direkten Folgen für Energiepreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zugleich würde eine erneute Eskalation absehbar neue Fluchtbewegungen aus der Region auslösen, die unmittelbar die europäische Migrations- und Sicherheitspolitik betreffen, über die auch in Berlin, Wien und Bern entschieden wird.

Worauf zu achten ist

Maßgeblich sind in den kommenden Wochen jede von unabhängiger Seite verifizierte Meldung über Luft- oder Raketenangriffe zwischen Israel und Iran, etwaige Vergeltungsschläge Israels auf Aktivitäten iranisch unterstützter Milizen sowie diplomatische Signale aus Washington oder von Golfstaaten. Der Stichtag 31. August 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, markiert das Ende des Beobachtungszeitraums; jede qualifizierende Handlung vor diesem Zeitpunkt löst eine sofortige Auflösung als Nein aus, unabhängig davon, wie stabil die Lage zuvor erschien.

Häufige Fragen

Wann und wodurch wird dieser Markt aufgelöst?
Der Kontrakt löst am 31. August 2026 um 23:59 Uhr iranischer Zeit auf Basis verifizierter Berichte über israelische oder iranische Luft- oder Boden-Boden-Raketenangriffe auf. Bleibt bis dahin ein solcher Angriff aus, löst der Markt als Ja auf, andernfalls als Nein.
Was bedeutet der aktuell angezeigte Preis konkret?
Der Preis entspricht der Einschätzung der Marktteilnehmer, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Waffenruhe bis zum Stichtag hält. Er ist keine Prognose einer Institution, sondern das Ergebnis von Kauf- und Verkaufsentscheidungen auf Polymarket.
Zählt jeder militärische Zwischenfall als Bruch der Waffenruhe?
Nein. Nur direkte Luftangriffe oder Boden-Boden-Raketenangriffe einer Seite gegen die andere zählen als qualifizierender Verstoß. Abgefangene Geschosse, Marine- oder Artilleriegefechte, Bodeninkursionen, Cyberangriffe und kleinere Kurzstreckenangriffe lösen den Markt nicht als Nein auf.
Was passiert, wenn ein Angriff strittig oder schwer zu verifizieren ist?
Die Auflösung stützt sich auf verifizierte Berichte über die im Regelwerk definierten Angriffsarten. Bleibt ein Vorfall unbestätigt oder fällt er nicht unter die Definition, bleibt der Markt bis zu einer eindeutigen Klärung oder bis zum Stichtag offen.
Warum wird dieses Ereignis bislang nur auf einer einzigen Plattform gehandelt?
Der Markt ist mit einer Eröffnung am 29. Juli 2026 sehr jung, weshalb bislang nur Polymarket ausreichend Handelsvolumen aufgebaut hat. Das begrenzte Handelsvolumen von 575.883 US-Dollar und die geringe Zahl an Preispunkten spiegeln diese frühe Phase wider.
Könnte ein Angriff auf mit Iran verbündete Gruppen den Markt beeinflussen, ohne selbst als Verstoß zu zählen?
Ja. Ein israelischer Angriff auf eine mit Iran verbündete Miliz außerhalb iranischen Staatsgebiets zählt nicht direkt als Verstoß, könnte aber eine iranische Reaktion gegen Israel auslösen, die die Definition erfüllt. Solche indirekten Eskalationspfade sind für die Preisbildung relevant, auch wenn sie selbst nicht auflösungsrelevant sind.

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