Wird die Fed auf ihrer Sitzung im Oktober 2026 die Zinsen ändern?
vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance
- Ja — Das Ereignis tritt ein
- 69%
- Nein — Das Ereignis tritt nicht ein
- 31%
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
Kurz gefasst
Der Markt geht derzeit eher davon aus, dass die Fed im Oktober 2026 tatsächlich an ihrem Leitzins dreht, hält diese Einschätzung aber erkennbar für unsicher. Der Grund liegt in der Marktgeschichte selbst: Der Preis ist seit der Eröffnung vor wenigen Tagen zwischen 32 und 99 Prozent gependelt, was auf einen noch sehr unreifen, dünn gehandelten Markt hindeutet und nicht auf einen breiten Konsens. Verlässlicher wird die Einschätzung erst mit den Inflations- und Arbeitsmarktdaten vor der Sitzung im September und mit der öffentlichen Kommunikation der Fed-Mitglieder im Vorfeld des 28. Oktober.
Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Hintergrund
Analyse
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Inflationsdaten vor Oktober
Die Verbraucherpreis- und PCE-Berichte für August und September 2026 erscheinen jeweils vor der Oktobersitzung und sind die wichtigste Grundlage für die Entscheidung des FOMC. Beschleunigt sich die Inflation, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Senkung; schwächt sie sich weiter ab, steigt sie.
Arbeitsmarktberichte
Die monatlichen Beschäftigungszahlen für August und September liefern dem Ausschuss ein zweites zentrales Signal. Ein sich abkühlender Arbeitsmarkt gilt traditionell als Argument für eine Lockerung, ein robuster Arbeitsmarkt als Argument für Zurückhaltung.
Kommunikation einzelner FOMC-Mitglieder
Reden und Interviews von Fed-Gouverneuren und regionalen Notenbankpräsidenten in den Wochen vor der Sitzung prägen die Erwartungen der Marktteilnehmer erheblich und können den Preis dieses Kontrakts kurzfristig stark bewegen, wie die bisherige Kursgeschichte zeigt.
Geringe Marktliquidität
Mit nur rund 92.456 US-Dollar Volumen und 90 Preispunkten seit Eröffnung reagiert dieser konkrete Markt überdurchschnittlich empfindlich auf einzelne größere Positionen, was die beobachtete Schwankungsbreite von 32 bis 99 Prozent zumindest teilweise erklärt, unabhängig von tatsächlichen fundamentalen Nachrichten.
Breite der Fragestellung
Weil hier jede Änderung – Senkung, Erhöhung oder ein größerer Schritt – als Ja zählt, ist die Ja-Wahrscheinlichkeit strukturell höher als bei einer Frage, die ausschließlich eine Zinssenkung abfragen würde.
Dafür spricht
- Die Inflationsdaten für August und September 2026 müssten eine Fortsetzung des bisherigen Trends bestätigen, den der Ausschuss bereits in seinen früheren Sitzungen 2026 als Grundlage für geldpolitische Anpassungen herangezogen hat.
- Der Arbeitsmarkt müsste sich in den Monaten vor der Sitzung sichtbar abschwächen, sodass eine Mehrheit im FOMC eine Anpassung des Leitzinses als notwendig erachtet.
- Die Fed müsste sich am 28. Oktober 2026 tatsächlich für einen konkreten Schritt entscheiden und diesen in ihrer offiziellen Erklärung gegenüber dem vorherigen Niveau der Obergrenze bestätigen.
Dagegen spricht
- Die Inflation müsste sich in den kommenden Monaten als hartnäckiger erweisen als vom Markt aktuell eingepreist, was den Ausschuss zu Zurückhaltung veranlassen würde.
- Der Arbeitsmarkt müsste robust bleiben und dem FOMC keinen dringenden Handlungsdruck liefern.
- Der Ausschuss könnte, wie in früheren Zyklen mehrfach geschehen, eine Sitzung bewusst zum Pausieren nutzen, um weitere Daten abzuwarten, bevor er den nächsten Schritt unternimmt.
- Angesichts der extremen Kursschwankungen der vergangenen Tage könnte sich der aktuelle Stand von 70 Prozent noch deutlich verschieben, ohne dass sich an den fundamentalen Aussichten etwas geändert hat.
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
Handelsplätze (1)
- PolymarketEmpfohlenJa69%0,69
- Volumen (24 Std.)
- 14.937,6 $
- Gebühr
- 5 %
Wahrscheinlichkeit
- Wird es nach der Sitzung im Oktober 2026 keine Änderung der Fed-Zinssätze geben?69%
- Wird die Fed die Zinssätze um 25 Basisp. nach der Sitzung im Oktober 2026 erhöhen?23%
- Wird die Fed die Zinssätze um 25 Basisp. nach der Sitzung im Oktober 2026 senken?8%
- Wird die Fed die Zinssätze um 50+ Basisp. nach der Sitzung im Oktober 2026 senken?2%
- Wird die Fed die Zinssätze um 50+ Basisp. nach der Sitzung im Oktober 2026 erhöhen?1%
Auflösungsregeln
Grundlage der Auflösung ist ausschließlich die offizielle Erklärung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve (FOMC) nach der Sitzung am 27./28. Oktober 2026, veröffentlicht auf federalreserve.gov. Verglichen wird die dort verkündete Obergrenze des Leitzinskorridors mit dem Stand unmittelbar vor dieser Sitzung; jede Abweichung zählt als Änderung, ein identischer Wert als keine Änderung. Da aktuell nur eine Handelsplattform diesen Markt listet, existiert derzeit keine zweite Quelle, gegen die sich der Preis abgleichen ließe.
Berechnungsmethodik →Lokaler Bezug
Worauf zu achten ist
Häufige Fragen
- Was genau entscheidet über Ja oder Nein bei diesem Markt?
- Maßgeblich ist die offizielle FOMC-Erklärung nach der Sitzung am 27./28. Oktober 2026, konkret die dort verkündete Obergrenze des Leitzinskorridors im Vergleich zum Stand davor. Jede Abweichung, egal in welche Richtung, löst ein Ja aus, unveränderte Werte ein Nein.
- Was bedeutet der aktuelle Marktpreis konkret?
- Der Preis gibt an, für wie wahrscheinlich die Marktteilnehmer eine Zinsänderung derzeit halten, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1. Er ist keine Vorhersage im engeren Sinn, sondern das Ergebnis von Angebot und Nachfrage unter den aktuell Handelnden.
- Was passiert, wenn die Fed die Sitzung verschiebt oder die Entscheidung unklar bleibt?
- Die FOMC-Sitzungstermine werden von der Federal Reserve lange im Voraus veröffentlicht und in der Vergangenheit praktisch nie kurzfristig verschoben. Sollte die Erklärung ausnahmsweise nicht eindeutig sein, richtet sich die Auflösung nach der offiziell verkündeten Obergrenze des Zielkorridors.
- Warum ist die Kursgeschichte dieses Marktes so ungewöhnlich?
- Der Markt wurde erst am 29. Juli 2026 eröffnet und hat seither mit nur 90 Preisbeobachtungen und rund 92.456 US-Dollar Volumen bereits eine Schwankungsbreite von 32 bis 99 Prozent durchlaufen. Das ist typisch für sehr junge, noch dünn gehandelte Märkte, in denen einzelne Positionen den Preis stark bewegen können.
- Unterscheidet sich diese Frage von einer klassischen Frage nach einer Zinssenkung?
- Ja, denn hier zählt jede Änderung als Ja, also auch eine Erhöhung oder ein Schritt von 50 Basispunkten oder mehr, nicht nur eine Senkung um 25 Basispunkte. Das macht die Ja-Wahrscheinlichkeit strukturell höher als bei einer eng gefassten Senkungsfrage.