Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Analyse
Hintergrund
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Kriegsrecht und Wahlaussetzung
Solange die Werchowna Rada das Kriegsrecht alle 90 Tage verlängert, sind reguläre Präsidentschaftswahlen verfassungsrechtlich ausgeschlossen. Dieser Mechanismus ist der stärkste Faktor, der die Wahrscheinlichkeit eines Amtsverlusts niedrig hält, solange der Krieg andauert.
Verhandlungen um einen Waffenstillstand
Unter US-Vermittlung laufende Gespräche zwischen Kyjiw, Moskau und Washington könnten einen Waffenstillstand hervorbringen, der die verfassungsrechtliche 90-Tage-Frist für Wahlen auslöst. Ein solcher Durchbruch wäre der plausibelste Weg zu einem geordneten Machtwechsel noch 2026.
Innenpolitische Rivalen
Figuren wie der frühere Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj oder Ex-Präsident Petro Poroschenko positionieren sich für den Fall einer Wahl, verfügen aber ohne Wahltermin über keinen institutionellen Hebel, Selenskyj vorzeitig aus dem Amt zu drängen.
Persönliches Sicherheitsrisiko
Wiederholt gemeldete Anschlagsversuche seit 2022 machen ein Ausscheiden durch Tod zu einem nicht verschwindenden, wenn auch nicht quantifizierbaren Risikofaktor, der in den Marktpreis einfließt.
Politischer Druck westlicher Verbündeter
Bedingungen künftiger Hilfszusagen oder eines Friedensabkommens könnten indirekt Druck auf die Frage künftiger Wahlen ausüben, wirken aber bislang nicht auf einen kurzfristigen Amtsverlust hin.
Dafür spricht
- Ein tragfähiger Waffenstillstand mit Russland würde die verfassungsrechtliche 90-Tage-Frist für Präsidentschaftswahlen auslösen, was theoretisch noch 2026 zu einem Urnengang führen könnte.
- Ein erfolgreicher Anschlag oder eine gesundheitliche Notlage würde die Frage sofort mit Ja auflösen, unabhängig von politischen Mehrheiten.
- Massiver innenpolitischer Druck, etwa durch eine militärische Wende zum Schlechteren, könnte einen Rücktritt erzwingen, wie ihn Kritiker seit Jahren fordern.
- Eine als Bedingung eines Friedensabkommens ausgehandelte Übergangsregelung könnte einen Amtsverzicht Selenskyjs vorsehen.
Dagegen spricht
- Das Kriegsrecht wird von der Werchowna Rada bislang routinemäßig alle 90 Tage verlängert und schließt reguläre Wahlen weiterhin aus.
- Es existiert kein funktionierendes verfassungsrechtliches Verfahren, um Selenskyj während des Krieges gegen seinen Willen abzusetzen.
- Die Verhandlungen zwischen Kyjiw, Moskau und Washington haben bis Anfang August 2026 zu keinem belastbaren, dauerhaften Waffenstillstand geführt.
- Selenskyj genießt trotz Kriegsmüdigkeit in Teilen der Bevölkerung weiterhin eine vergleichsweise stabile Position ohne organisierte Ablösungsbewegung innerhalb der Staatsführung.
Worauf zu achten ist
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
- keine Handelsgebühr
