Ist Nicolás Maduro Ende 2026 noch Staatsoberhaupt Venezuelas?
vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance
- Ja — Das Ereignis tritt ein
- 82%
- Nein — Das Ereignis tritt nicht ein
- 18%
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
Kurz gefasst
Der Markt behandelt ein Ja inzwischen als sehr unwahrscheinlich: Die aggregierte Einschätzung liegt im unteren einstelligen Prozentbereich, nachdem sie zu Beginn der Aufzeichnung noch bei praktischer Gewissheit lag. Ausschlaggebend ist die eng gefasste Auflösungsregel – gefragt ist, ob Maduro am 31. Dezember 2026 formal vereidigter und amtierender Inhaber des Amtes ist; jede Vakanz, jede Übergangslösung und jede bloß angekündigte, aber nicht wirksame Regelung führt zu Nein. Eine Rückkehr in Richtung Ja setzte voraus, dass Maduro die formale Amtsinhaberschaft nachweisbar behält oder zurückerlangt und dies von der venezolanischen Regierung beziehungsweise der UN-Protokollliste so ausgewiesen wird.
Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Hintergrund
Analyse
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Formale Amtsinhaberschaft statt faktischer Macht
Abgerechnet wird ausschließlich auf die Person, die am 31. Dezember 2026 vereidigt und im Amt ist. Wer Einfluss ausübt, ohne Amtsinhaber zu sein, zählt nicht. Diese Regel drückt die Wahrscheinlichkeit für ein Ja in allen unklaren Konstellationen nach unten, weil Ambiguität und Vakanz beide zu Nein führen.
Loyalität von Militär und Sicherheitsapparat
Der entscheidende Stützpfeiler jeder Amtsinhaberschaft in Caracas war stets die Führung der Streitkräfte. 2019 blieb sie geschlossen bei Maduro und ließ die Parallelregierung Guaidós wirkungslos verlaufen. Verschiebungen hier sind der stärkste einzelne Treiber in Richtung Ja beziehungsweise Nein und wirken typischerweise sprunghaft, nicht graduell.
Externer Druck und Verhandlungsspielräume
US-Sanktionen, Anerkennungsfragen und mögliche Ausstiegsarrangements bestimmen, wie attraktiv ein geordneter Rückzug gegenüber dem Verharren im Amt ist. Ein glaubwürdiges Arrangement senkt die Wahrscheinlichkeit eines Ja, ein Scheitern solcher Kanäle hebt sie. Der Effekt ist mittelgroß, weil Druck allein in der Vergangenheit keine Amtsübergabe erzwungen hat.
Kontraktabgrenzung und Marktstruktur
Die 82,1 Prozentpunkte Abstand zwischen höchstem und niedrigstem Kontrakt deuten auf unterschiedliche Fragestellungen und Stichtage innerhalb desselben Ereignisses hin. Für die Bewertung einer einzelnen Position ist deshalb der jeweilige Wortlaut wichtiger als der Aggregatwert. Dieser Faktor bewegt nicht das politische Ergebnis, wohl aber die abgelesene Wahrscheinlichkeit.
UN-Protokollliste als Rückfallquelle
Bleibt die Selbstauskunft der venezolanischen Regierung unklar, entscheidet die von den Vereinten Nationen geführte Liste der Staatsoberhäupter zum Stichtag. Diese Liste wird administrativ gepflegt und folgt politischen Umbrüchen mit Verzögerung. Bei einem knappen zeitlichen Ablauf kann sie über das Ergebnis entscheiden.
Gesundheit und persönliche Verfügbarkeit
Amtsunfähigkeit, Tod oder ein Aufenthalt im Ausland ohne formale Amtsniederlegung sind eigenständige Wege zu einem Nein. Solche Ereignisse sind nicht prognostizierbar, tragen aber in jedem Zwölfmonatsfenster eine kleine, nicht zu vernachlässigende Restwahrscheinlichkeit bei.
Dafür spricht
- Für ein Ja muss Maduro am 31. Dezember 2026, 12:00 Uhr ET, der formal vereidigte und amtierende Inhaber des Amtes sein – nicht mehr und nicht weniger.
- Das setzt voraus, dass die Führung der Streitkräfte und der Sicherheitsapparat geschlossen bleiben, wie sie es 2019 gegenüber der Parallelregierung Guaidós und 2024 im Streit um das Wahlergebnis blieben.
- Historisch haben Anerkennungsentzug, Sanktionen und internationale Isolation allein keine Amtsübergabe in Caracas erzwungen; wer auf Ja setzt, unterstellt die Fortsetzung dieses Musters.
- Auch eine international nicht anerkannte, im Inland aber unbestrittene Amtsführung würde die Bedingung erfüllen, solange die venezolanische Regierung oder die UN-Protokollliste Maduro als Staatsoberhaupt ausweist.
Dagegen spricht
- Die Auflösungsregel ist asymmetrisch: Steht am Stichtag niemand als Amtsinhaber fest, lautet das Ergebnis Nein.
- Übergangsregierungen, Interimslösungen sowie angekündigte, aber nicht wirksam gewordene Amtsübertragungen zählen sämtlich nicht als Ja.
- Der Markt hat seine Ausgangsannahme innerhalb eines sehr kurzen Zeitfensters von praktischer Gewissheit auf einen unteren einstelligen Prozentwert revidiert – bei einem Volumen von über 94 Millionen US-Dollar ist das keine Bewegung dünner Orderbücher.
- Amtsunfähigkeit, Rücktritt, Exil oder Tod sind voneinander unabhängige Wege zu einem Nein und addieren sich über einen Zeitraum von fünf Monaten bis zum Stichtag.
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
Handelsplätze (1)
- PolymarketEmpfohlenJa82%0,82
- Volumen (24 Std.)
- 5790,9 $
- Gebühr
- 4 %
Wahrscheinlichkeit
- Wird Nicolás Maduro Ende 2026 der Führer Venezuelas sein?82%
- Wird Delcy Rodríguez Ende 2026 die Führerin Venezuelas sein?10%
- Wird María Corina Machado Ende 2026 die Führerin Venezuelas sein?3%
- Wird Venezuela Ende 2026 kein Staatsoberhaupt haben?1%
- Wird Jorge Rodríguez Ende 2026 der Führer Venezuelas sein?1%
- Wird Edmundo González Ende 2026 der Führer Venezuelas sein?0%
- Wird Diosdado Cabello Rondón Ende 2026 der Führer Venezuelas sein?0%
- Wird Vladimir Padrino López Ende 2026 der Führer Venezuelas sein?0%
- Wird Frank Donovan Ende 2026 der Führer Venezuelas sein?0%
- Wird Pete Hegseth Ende 2026 der Führer Venezuelas sein?0%
- Wird Evan Pettus Ende 2026 der Führer Venezuelas sein?0%
- Wird Dinorah Figuera Ende 2026 die Führerin Venezuelas sein?0%
Auflösungsregeln
Die Frage löst sich mit Ja auf, wenn Nicolás Maduro am 31. Dezember 2026 um 12:00 Uhr ET die Person ist, die formal vereidigt wurde und das Amt des Staatsoberhaupts Venezuelas offiziell innehat. Eine Nominierung, Ankündigung oder Designierung ohne wirksame Amtsübernahme genügt nicht. Primäre Quelle sind offizielle Verlautbarungen der venezolanischen Regierung. Äußert sich diese nicht klar dazu, wer Staatsoberhaupt ist, entscheidet die Protokollliste der Staatsoberhäupter der Vereinten Nationen (un.org/dgacm) zum Stichtag. Werden mehrere Personen offiziell geführt, zählt die mit Primärstatus; wird nicht unterschieden, zählt die zuerst angetretene Person. Hält niemand das Amt inne, lautet das Ergebnis Nein. Sämtliche hier erfassten Kontrakte werden auf Polymarket gehandelt; die stark abweichenden Notierungen der einzelnen Kontrakte erklären sich durch unterschiedliche Fragestellungen und Zeitfenster, nicht durch abweichende Abwicklungsquellen.
Berechnungsmethodik →Lokaler Bezug
Worauf zu achten ist
Häufige Fragen
- Was genau entscheidet über die Auflösung und wann?
- Entscheidend ist der Zustand am 31. Dezember 2026 um 12:00 Uhr ET. Gefragt ist, ob Nicolás Maduro zu diesem Zeitpunkt die Person ist, die formal vereidigt wurde und das Amt des venezolanischen Staatsoberhaupts tatsächlich innehat. Primäre Quelle sind offizielle Verlautbarungen der venezolanischen Regierung; bleiben diese unklar, gilt die von den Vereinten Nationen geführte Protokollliste der Staatsoberhäupter.
- Was bedeutet der angezeigte Preis in der Praxis?
- Der Preis eines Kontrakts entspricht der Wahrscheinlichkeit, die Käufer und Verkäufer dem Ereignis gemeinsam zuschreiben. Bei Abrechnung zahlt ein Kontrakt einen US-Dollar, wenn das Ereignis eingetreten ist, und nichts, wenn es nicht eingetreten ist. Ein Kontrakt bei 0,30 stünde also für die Erwartung von etwa drei Eintritten in zehn vergleichbaren Fällen.
- Was passiert, wenn die Lage am Stichtag unklar ist oder niemand das Amt innehat?
- Die Regeln sind hier eindeutig und asymmetrisch. Hält niemand das Amt, lautet das Ergebnis Nein. Werden mehrere Personen offiziell geführt, zählt die mit Primärstatus; fehlt eine solche Unterscheidung, zählt diejenige, die das Amt zuerst angetreten hat.
- Warum liegen die einzelnen Kontrakte so weit auseinander?
- Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Kontrakt liegen 82,1 Prozentpunkte. Die volumenstärksten notieren bei null, ein kleinerer bei 82 Prozent. Das deutet darauf hin, dass unter demselben Ereignis Kontrakte mit unterschiedlichen Zeitfenstern und Formulierungen zusammengefasst sind – maßgeblich ist deshalb stets der Wortlaut des einzelnen Kontrakts, nicht der Aggregatwert.
- Zählt internationale Anerkennung für das Ergebnis?
- Nein. Die Auflösung folgt der formalen Amtsinhaberschaft, nicht der Anerkennung durch Drittstaaten. Der Fall 2019, als Juan Guaidó von vielen Regierungen als Interimspräsident anerkannt wurde, Maduro aber formaler Amtsinhaber blieb, wäre nach dieser Regel als Ja gewertet worden.
- Muss eine Position bis zum 31. Dezember 2026 gehalten werden?
- Nein. Kontrakte lassen sich in der Regel jederzeit vor der Abrechnung zum dann geltenden Marktpreis wieder verkaufen. Wer bis zur Abrechnung hält, erhält den vollen Dollar oder nichts – abhängig allein vom festgestellten Ergebnis.