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Wird der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 30. September 2026 halten?

Auflösung: Aktualisiert:

Kurz gefasst

Der Markt hält ein Fortbestehen der Waffenruhe für deutlich wahrscheinlicher als deren Bruch. Ausschlaggebend ist die enge Definition dessen, was als Bruch zählt: Nur ein direkter US-Luft- oder Raketenschlag gegen iranisches Territorium zählt, nicht aber abgefangene Geschosse, Cyberoperationen oder kleinere Zwischenfälle. Eine plötzliche Eskalation, etwa durch einen Angriff iranischer Verbündeter auf US-Kräfte, könnte diese Einschätzung innerhalb von Tagen verändern.

Redaktionelle Illustration zum Ereignis: Wird der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 30. September 2026 halten?

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein solcher Vertrag zahlt am Ende genau einen US-Dollar aus, wenn die im Titel gestellte Frage mit Ja beantwortet wird, und nichts, wenn die Antwort Nein lautet. Der Preis, zu dem ein Vertrag aktuell gehandelt wird, spiegelt lediglich wider, für wie wahrscheinlich Käufer und Verkäufer das Ereignis derzeit halten: Ein Preis von 0,30 US-Dollar würde etwa bedeuten, dass der Markt das Ereignis mit einer Wahrscheinlichkeit von rund drei zu zehn einschätzt. Maßgeblich für die Auflösung sind hier ausschließlich verifizierte Angaben der US- und der iranischen Regierung sowie belegte Berichte über tatsächliche Militärschläge bis zum 30. September 2026. Wer eine Position eingegangen ist, kann sie in der Regel vor diesem Stichtag zum jeweils aktuellen Preis wieder verkaufen, ohne bis zur endgültigen Auflösung abwarten zu müssen.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja90%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,90
Wenn Sie einsetzen $100
$111
Nein10%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,10
Wenn Sie einsetzen $100
$1.000

Wahrscheinlichkeit

Die Historie beginnt, sobald das Ereignis erfasst wird

Wie sich der Preis bewegt hat

Der aktuelle Konsens von 91 Prozent auf Polymarket, dem einzigen bislang relevanten Handelsplatz für diesen Vertrag, zeigt eine klare Markteinschätzung zugunsten eines Fortbestehens der Waffenruhe. Belastbare Angaben zu Kursbewegungen der vergangenen Tage oder Wochen liegen für diesen Vertrag nicht vor, sodass sich eine Veränderung der Stimmung im Zeitverlauf nicht nachzeichnen lässt. Das gehandelte Volumen von 555.421 US-Dollar deutet auf ein reales, aber im Vergleich zu größeren geopolitischen Verträgen moderates Interesse hin.

Analyse

Hintergrund

Der Vertrag bezieht sich auf die Frage, ob die zwischen den Vereinigten Staaten und Iran bestehende militärische Waffenruhe bis zum 30. September 2026 Bestand hat. Nach einer Phase erhöhter militärischer Spannungen zwischen beiden Staaten im Jahr 2026 gilt die Stabilität dieser Ruhephase als zentraler Indikator für die Lage in der Golfregion. Die Frage betrifft ausdrücklich nur eine Seite: Sie fragt, ob die USA gegen Iran erneut militärisch vorgehen, nicht umgekehrt. Entscheidend ist die Ausgestaltung der Resolutionsregeln. Als Bruch gilt ausschließlich ein direkter US-Luftschlag oder ein Boden-Boden-Angriff, einschließlich Drohnen-, Marschflugkörper- oder Ballistikraketenangriffen, der unmittelbar iranisches Gebiet trifft. Abgefangene Munition, Marine- oder Artilleriefeuer, Cyberoperationen, Bodenvorstöße, Kleinwaffenfeuer, kleinere Loitering-Munition, FPV-Drohnen oder Panzerabwehrlenkwaffen sowie bloße Drohungen oder Autorisierungen zählen ausdrücklich nicht. Diese Abgrenzung macht die Frage enger und technischer, als es die öffentliche Debatte über Eskalationsrisiken vermuten lässt. Gehandelt wird der Vertrag bislang nur auf Polymarket, wo bis zum Redaktionsschluss ein Volumen von 555.421 US-Dollar zusammenkam. Der Markt schließt am 30. September 2026 um 23:59 Uhr iranischer Zeit.
Der Konsens über die Handelsplätze liegt bei 91 Prozent für ein Fortbestehen der Waffenruhe. Dieser Wert ist auf einen einzigen relevanten Markt gestützt, Polymarket, mit einem Volumen von 555.421 US-Dollar – für ein geopolitisches Ereignis dieser Tragweite ein moderates, aber keineswegs vernachlässigbares Interesse. Ein Konsens dieser Höhe bedeutet: Käufer und Verkäufer sind sich weitgehend einig, dass ein qualifizierender US-Militärschlag gegen Iran in den verbleibenden Tagen bis zum 30. September 2026 die Ausnahme und nicht die Regel wäre. Der entscheidende Grund für diese Einschätzung liegt in der Formulierung der Resolutionsregeln selbst. Die Schwelle für ein Nein ist bewusst hoch gesetzt: Nur ein direkter Luft- oder Raketenschlag zählt, während abgefangene Angriffe, Cyberoperationen, Bodenvorstöße mit Kleinwaffen oder kleinere Drohnenangriffe explizit ausgeschlossen sind. Das bedeutet, dass selbst bei anhaltenden Spannungen oder einzelnen Zwischenfällen im Golf der Vertrag auf Ja auflösen würde, solange keine der USA zugerechnete direkte Militäraktion gegen iranisches Territorium stattfindet. Diese enge Definition erklärt einen erheblichen Teil des hohen Konsenswerts. Hinzu kommt der kurze verbleibende Zeithorizont. Mit Stand vom 23. September 2026 bleiben bis zum Auflösungsdatum lediglich sieben Tage. Je kürzer das Zeitfenster, desto geringer ist statistisch die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Zeitraum eine neue, qualifizierende militärische Eskalation eintritt, sofern keine bereits laufende Dynamik in diese Richtung erkennbar ist. Der Markt preist damit im Kern eine Fortsetzung des Status quo der vergangenen Wochen ein. Gleichzeitig verbleibt ein Restrisiko, das sich nicht wegdefinieren lässt: Iran selbst unterliegt keiner Beschränkung durch diese Regeln, und eine Provokation iranischer Kräfte oder verbündeter Milizen gegen US-Einrichtungen könnte in Washington politischen Druck für eine Vergeltungsreaktion erzeugen, die dann sehr wohl unter die Definition eines qualifizierenden Schlags fallen würde. Der Abstand zwischen dem hohen Konsenswert und der vollen Sicherheit spiegelt genau dieses Restrisiko wider.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  1. Enge Definition des Bruchs

    Nur ein direkter US-Luft- oder Raketenschlag gegen iranisches Gebiet gilt als Bruch, während abgefangene Munition, Cyberoperationen, kleinere Drohnenangriffe und Bodenvorstöße ausdrücklich nicht zählen. Diese hohe Schwelle senkt die Wahrscheinlichkeit eines auflösungsrelevanten Ereignisses erheblich und ist der wichtigste Grund für den hohen Konsenswert.

  2. Kurzer Zeithorizont

    Mit nur noch sieben Tagen bis zum Stichtag am 30. September 2026 bleibt wenig Zeit für eine neue militärische Eskalation, sofern keine bereits erkennbare Dynamik in diese Richtung besteht. Ein kurzes Zeitfenster wirkt grundsätzlich stabilisierend auf die Einschätzung.

  3. Provokation durch Iran oder Verbündete

    Da nur US-Aktionen gegen Iran gewertet werden, entsteht das größte Risiko für ein Nein durch eine Handlung iranischer Kräfte oder verbündeter Milizen, die in Washington eine militärische Reaktion auslösen könnte. Dieser Mechanismus ist der zentrale Unsicherheitsfaktor hinter dem verbleibenden Abstand zu voller Sicherheit.

  4. Politischer Wille in Washington

    Solange die US-Regierung offiziell an der Waffenruhe festhält und keine unmittelbare Rechtfertigung für einen Schlag formuliert, bleibt die Schwelle für eine qualifizierende Aktion hoch. Ein Kurswechsel in der öffentlichen Positionierung würde die Einschätzung rasch verändern.

Dafür spricht

  • Es darf bis zum 30. September 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, kein direkter US-Luft- oder Raketenschlag gegen iranisches Gebiet stattfinden.
  • Beide Regierungen müssten die bestehende Ruhephase lediglich für eine weitere Woche fortsetzen, ohne dass es zu einer als qualifizierend geltenden Eskalation kommt.
  • Kleinere Zwischenfälle wie abgefangene Angriffe, Cyberoperationen oder begrenzte Drohnenangriffe würden das Ergebnis nicht verändern, da sie explizit von der Definition ausgeschlossen sind.

Dagegen spricht

  • Ein einziger direkter US-Luft- oder Raketenschlag gegen iranisches Territorium innerhalb der verbleibenden Tage würde den Vertrag auf Nein auflösen.
  • Eine Provokation durch Iran nahestehende Kräfte gegen US-Einrichtungen im Irak, in Syrien oder am Golf könnte eine als Vergeltung deklarierte US-Reaktion auslösen, die unter die Definition fällt.
  • Politischer Druck in Washington, etwa im Zusammenhang mit dem iranischen Nuklearprogramm, bleibt ein Hintergrundrisiko, das sich innerhalb weniger Tage in eine konkrete Entscheidung übersetzen könnte.

Worauf zu achten ist

Bis zum Auflösungsdatum am 30. September 2026 sind vor allem drei Dinge relevant: offizielle Erklärungen der US-Regierung und der iranischen Regierung zum Status der Waffenruhe, verifizierte Berichte über militärische Vorfälle im Golf oder an der iranischen Grenze sowie jede öffentliche Autorisierung oder Ankündigung eines US-Militärschlags, auch wenn eine bloße Ankündigung allein nicht zur Auflösung auf Nein führt. Besonders zu beachten sind Zwischenfälle mit US-Streitkräften oder Verbündeten in der Region, da diese die politische Schwelle für eine US-Reaktion senken könnten.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,90
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

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Handelsplätze (1)

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Polymarket / US and Iranian government statements, verified strike reports
Auflösungsdatum

Der Vertrag löst auf Nein auf, wenn die Vereinigten Staaten vor dem 30. September 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, eine qualifizierende Militäraktion gegen Iran durchführen, also einen Luftschlag oder einen Boden-Boden-Angriff einschließlich Drohnen-, Marschflugkörper- oder Ballistikraketenangriffen, der iranisches Gebiet unmittelbar trifft. Abgefangene Geschosse, Marine- oder Artilleriefeuer, Cyberoperationen, Bodenvorstöße, Kleinwaffenfeuer, kleinere Loitering-Munition oder FPV-Drohnenangriffe sowie bloße Drohungen oder Autorisierungen führen nicht zu einer Auflösung auf Nein. Als Quellen dienen offizielle Angaben der US- und der iranischen Regierung sowie verifizierte Berichte über tatsächliche Militärschläge; liegen solche Ereignisse nicht vor, löst der Vertrag auf Ja auf.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Eine erneute militärische Eskalation zwischen den USA und Iran würde die Route durch die Straße von Hormuz betreffen, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gasexporte läuft. Für die deutsche, österreichische und schweizerische Industrie, die auf stabile Energiepreise und funktionierende Lieferketten angewiesen ist, wäre ein Anstieg der Ölpreise infolge eines Bruchs der Waffenruhe ein unmittelbar spürbarer Kostenfaktor, ebenso wie mögliche Ausschläge an europäischen Aktienmärkten in energieintensiven Sektoren.

Häufige Fragen

Was genau entscheidet über Ja oder Nein, und wann?
Maßgeblich sind verifizierte Angaben der US- und der iranischen Regierung sowie belegte Berichte über tatsächliche Militärschläge bis zum 30. September 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit. Nur ein direkter US-Luft- oder Raketenschlag gegen iranisches Gebiet führt zu einer Auflösung auf Nein, alle anderen Vorfälle führen zu Ja.
Was bedeutet der aktuell angezeigte Preis konkret?
Der Preis entspricht der vom Markt eingeschätzten Wahrscheinlichkeit, ausgedrückt als Bruchteil eines US-Dollar. Ein Preis nahe 0,90 US-Dollar würde etwa bedeuten, dass Käufer und Verkäufer das Fortbestehen der Waffenruhe für sehr wahrscheinlich halten, ohne dass dies eine Garantie darstellt.
Was passiert, wenn die Lage am 30. September unklar bleibt?
Die Auflösung stützt sich auf verifizierte Berichte und offizielle Regierungsangaben; bei widersprüchlichen oder unbestätigten Meldungen würde die Klärung anhand der strengen Definition eines qualifizierenden Militärschlags erfolgen. Bloße Drohungen, Autorisierungen ohne Ausführung oder nicht verifizierte Berichte reichen für eine Auflösung auf Nein nicht aus.
Warum zählen abgefangene Angriffe oder Cyberoperationen nicht als Bruch?
Die Regeln wurden bewusst so formuliert, dass nur eine direkte, physisch wirksame US-Militäraktion gegen iranisches Gebiet als Eskalation gilt. Damit soll die Frage auf einen klar abgrenzbaren, eindeutig verifizierbaren Vorgang reduziert werden statt auf eine subjektive Bewertung der allgemeinen Spannungslage.
Warum bezieht sich die Frage nur auf US-Aktionen und nicht auf iranische?
Der Vertrag misst spezifisch das Risiko einer erneuten US-Militäraktion gegen Iran, weil dies historisch der auslösende Schritt für eine größere Eskalation wäre. Iranische Aktionen gegen die USA fließen nur indirekt ein, sofern sie eine US-Reaktion provozieren, die dann selbst unter die Definition fällt.

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