Menü
Welt

Hält der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 28. Oktober 2026?

Auflösung: Aktualisiert:

Kurz gefasst

Der Markt hält ein Andauern der Waffenruhe bis zum Stichtag für deutlich wahrscheinlicher als einen neuen US-Angriff. Ausschlaggebend ist, dass bislang keine verifizierten US-Luft- oder Raketenangriffe auf iranisches Gebiet gemeldet wurden und die Ausnahmeliste im Regelwerk viele denkbare Eskalationsformen – etwa abgefangene Geschosse oder Bodenoperationen – ausdrücklich nicht zählen lässt. Ein einziger bestätigter Luft-, Marschflugkörper- oder ballistischer Angriff der USA vor dem 28. Oktober würde das Bild jedoch sofort kippen.

Redaktionelle Illustration zum Ereignis: Hält der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 28. Oktober 2026?

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt auf diese Frage zahlt am Ende genau einen festen Betrag, wenn die Waffenruhe wie definiert bis zum Stichtag hält, und nichts, wenn vorher ein qualifizierender US-Angriff dokumentiert wird. Der Preis, zu dem ein solcher Kontrakt aktuell gehandelt wird, spiegelt lediglich ein, für wie wahrscheinlich Käufer und Verkäufer das Ereignis derzeit halten – ein Kontrakt, der zu 0,30 gehandelt würde, stünde beispielsweise für eine eingepreiste Chance von etwa drei zu zehn, unabhängig davon, wie dieser Markt hier tatsächlich steht. Abgerechnet wird anhand verifizierter Berichte über US-Militäraktionen gegen Iran, mit Stichtag 28. Oktober 2026, 23:59 Uhr iranischer Ortszeit, und Settlement am 29. Oktober 2026. Bis dahin lässt sich eine gehaltene Position in aller Regel jederzeit zum dann geltenden Preis wieder verkaufen, ohne bis zum Ende abzuwarten.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja85%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,85
Wenn Sie einsetzen $100
$118
Nein15%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,15
Wenn Sie einsetzen $100
$667

Wahrscheinlichkeit

Die Historie beginnt, sobald das Ereignis erfasst wird

Wie sich der Preis bewegt hat

Belastbare Angaben liegen hier vor allem zum aktuellen Konsens vor: 82 Prozent über die gehandelten Venues bei einem Gesamtvolumen von rund 519.127 US-Dollar, nahezu vollständig auf Polymarket konzentriert. Zu Bewegungen über die vergangenen 24 Stunden oder die vergangene Woche liegen keine belastbaren Einzelwerte vor, weshalb sich hier keine Trendaussage treffen lässt, ohne Zahlen zu erfinden. Festzuhalten ist, dass ein Konsens von 82 Prozent bei einem einzigen dominanten Handelsplatz für eine Marktlage spricht, in der die Mehrheit der Positionen auf ein Andauern der Waffenruhe setzt, ohne dass die Daten hier Rückschlüsse auf einen konkreten Auslöser für die aktuelle Preishöhe zulassen.

Analyse

Hintergrund

Zwischen den USA und Iran gilt derzeit eine Waffenruhe, deren Fortbestand bis zum 28. Oktober 2026 auf dem Prüfstand steht. Die Frage ist bewusst eng gefasst: Es geht nicht um die allgemeine Lage im Nahen Osten, sondern einzig darum, ob die US-Streitkräfte in diesem konkreten Zeitfenster einen Angriff ausführen, der nach den Kriterien des Marktes als „qualifizierend“ gilt. Das Regelwerk verlangt dafür einen direkten Luftschlag oder einen Angriff mit Boden-Boden-Flugkörpern – also Drohnen, Marschflugkörpern oder ballistischen Raketen –, der Iran unmittelbar trifft. Ausdrücklich ausgenommen sind abgefangene Geschosse, Boden-Luft-Angriffe, Handfeuerwaffen, Bodeneinmärsche, Cyberoperationen, Schiffsartillerie, Mörserbeschuss sowie kleinere Angriffsformen wie FPV-Drohnen oder panzerbrechende Lenkwaffen. Diese Abgrenzung ist zentral: Sie bedeutet, dass auch bei anhaltenden Spannungen oder vereinzelten militärischen Zwischenfällen die Waffenruhe im Sinne dieses Marktes formal bestehen bleiben kann, solange keine der genannten US-Angriffsformen dokumentiert wird. Aufgelöst wird die Frage von Polymarket anhand verifizierter Berichte über US-Militäraktionen gegen Iran. Bleibt bis 23:59 Uhr iranischer Ortszeit am 28. Oktober 2026 ein qualifizierender Angriff aus, löst der Markt mit Ja auf; andernfalls mit Nein.
Der Konsens über die Handelsplätze liegt bei 82 Prozent für ein Andauern der Waffenruhe, gehandelt bislang mit einem Volumen von rund 519.127 US-Dollar, nahezu vollständig auf Polymarket. Dass nur ein Handelsplatz nennenswertes Volumen zeigt, bedeutet, dass es hier keinen aussagekräftigen Preisunterschied zwischen Venues gibt, an dem sich Unsicherheit über die Interpretation der Regeln ablesen ließe – die Einschätzung stützt sich auf eine einzige, konzentrierte Orderbuch-Tiefe, was Ausschläge bei neuen Nachrichten tendenziell schneller und sichtbarer macht als bei breiter verteiltem Handel. Entscheidend für die Höhe des Preises ist die Konstruktion der Regel selbst. Weil ausdrücklich nur direkte US-Luftschläge oder Boden-Boden-Angriffe zählen und eine lange Liste von Eskalationsformen – Abfangmanöver, Boden-Luft-Angriffe, Bodeneinmärsche, Cyberoperationen, Artillerie, Mörser, kleinere Drohnen- und Lenkwaffenangriffe – ausdrücklich ausgeschlossen ist, bleibt die Schwelle für ein Nein hoch. Selbst wenn es in den verbleibenden Tagen bis zum 28. Oktober zu Zwischenfällen im Gefolge der Spannungen käme, müssten diese exakt in die enge Definition eines qualifizierenden US-Angriffs fallen, damit der Markt mit Nein auflöst. Zeitlich bleibt bis zum Stichtag nur ein kurzes Fenster von wenigen Tagen. Je kürzer die verbleibende Zeit, desto weniger Gelegenheit besteht statistisch für eine neue Eskalationsrunde – ein Effekt, der tendenziell für stabil hohe Ja-Preise in den letzten Handelstagen vor einem solchen Stichtag spricht, sofern keine konkrete Verschärfung der Lage gemeldet wird. Zu den Bewegungen der vergangenen Tage und Wochen im Detail liegen hier keine belastbaren Einzelwerte vor; belastbar ist allein der aktuelle Konsenswert von 82 Prozent bei dem genannten Gesamtvolumen. Für die Einordnung bleibt zentral, dass die Auflösung ausschließlich auf verifizierten Berichten über US-Militäraktionen beruht, nicht auf der allgemeinen diplomatischen oder politisch-rhetorischen Lage zwischen Washington und Teheran. Ankündigungen, Drohungen oder diplomatische Rückschläge bewegen den Preis nur insoweit, als sie die Wahrscheinlichkeit eines tatsächlichen, die Kriterien erfüllenden Angriffs verändern.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  1. Keine gemeldeten US-Angriffe bislang

    Solange keine verifizierten Berichte über einen qualifizierenden US-Luft- oder Raketenangriff auf Iran vorliegen, bleibt die Grundannahme des Marktes intakt. Jeder Tag ohne solchen Vorfall stützt tendenziell den hohen Ja-Preis.

  2. Eng gefasste Ausschlussliste

    Abgefangene Geschosse, Boden-Luft-Angriffe, Bodeneinmärsche, Cyberoperationen und kleinere Angriffsformen zählen explizit nicht als Auflösungsgrund. Diese enge Definition senkt die Wahrscheinlichkeit eines Nein spürbar, selbst bei anhaltenden Spannungen.

  3. Kurzes Zeitfenster bis 28. Oktober

    Nur noch wenige Tage bis zur Deadline um 23:59 Uhr iranischer Ortszeit lassen statistisch weniger Raum für eine neue, die Kriterien erfüllende Eskalation. Das wirkt strukturell preistreibend für die Ja-Seite.

  4. Konzentriertes Handelsvolumen auf einem Venue

    Mit rund 519.127 US-Dollar nahezu vollständig auf Polymarket fehlt ein zweiter Referenzpunkt zum Preisvergleich. Neue Nachrichtenlagen können sich dadurch schneller und direkter im Preis niederschlagen als bei breiter gestreutem Handel.

  5. Diplomatische versus militärische Signale

    Rhetorische Verschärfungen zwischen Washington und Teheran bewegen den Preis nur, wenn sie die Wahrscheinlichkeit eines tatsächlichen, kriterienkonformen Angriffs erhöhen. Reine Erklärungen ohne militärische Umsetzung sind für die Auflösung irrelevant.

Dafür spricht

  • Es darf bis 23:59 Uhr iranischer Ortszeit am 28. Oktober 2026 kein von den USA ausgeführter Luft- oder Boden-Boden-Angriff – Drohne, Marschflugkörper oder ballistische Rakete – verifiziert gemeldet werden, der Iran direkt trifft.
  • Vereinzelte Zwischenfälle wie abgefangene Geschosse, Boden-Luft-Angriffe oder kleinere Drohnenangriffe schaden dem Ja-Ausgang nicht, da sie explizit von der Regel ausgenommen sind.
  • Die laufende diplomatische Kommunikation zwischen beiden Seiten müsste ohne eine US-Entscheidung zur direkten militärischen Eskalation fortgesetzt werden.
  • Iranische Provokationen dürften keine Reaktion auslösen, die die enge Definition eines qualifizierenden US-Angriffs erfüllt.

Dagegen spricht

  • Ein einzelner verifizierter US-Luftschlag oder Raketenangriff auf iranisches Gebiet vor dem 28. Oktober 2026 würde die Frage sofort mit Nein auflösen.
  • Eine Eskalation ausgehend von iranischen Proxy-Kräften oder einem als Bedrohung eingestuften Vorfall könnte eine US-Reaktion auslösen, die exakt in die Kategorie Luft- oder Boden-Boden-Angriff fällt.
  • Da die Deadline um 23:59 Uhr iranischer Ortszeit am 28. Oktober nur noch wenige Tage entfernt liegt, genügt bereits ein kurzfristig entschiedener, begrenzter Angriff, um die Bedingung zu erfüllen.
  • Spannungen rund um das iranische Nuklearprogramm oder regionale Zwischenfälle im Golf könnten die politische Kalkulation in Washington kurzfristig verändern.

Worauf zu achten ist

Maßgeblich sind in den kommenden Tagen vor allem verifizierte Berichte über militärische Aktivität der USA gegenüber Iran, da ausschließlich diese über die Auflösung entscheiden. Der feste Stichtag ist der 28. Oktober 2026, 23:59 Uhr iranischer Ortszeit, mit Settlement am 29. Oktober 2026 auf Polymarket. Beobachtenswert sind zudem offizielle Erklärungen aus Washington und Teheran, Berichte über Vorfälle im Golf oder an iranischen Nuklearanlagen sowie jede Eskalationsstufe, die über die ausdrücklich ausgenommenen Angriffsformen – etwa Abfangmanöver oder Bodenoperationen – hinausgeht.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,85
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

Mehr zu diesem Ereignis

Handelsplätze (1)

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Polymarket; based on verified reports of US military action against Iran
Auflösungsdatum

Die Frage wird von Polymarket anhand verifizierter Berichte über militärische Aktionen der USA gegen Iran aufgelöst. Mit Nein löst sie auf, wenn die USA bis 23:59 Uhr iranischer Ortszeit am 28. Oktober 2026 einen qualifizierenden Luftschlag oder Boden-Boden-Angriff – einschließlich Drohnen, Marschflugkörpern oder ballistischen Raketen – ausführen, der Iran direkt trifft. Abgefangene Geschosse, Boden-Luft-Angriffe, Handfeuerwaffeneinsätze, Bodeneinmärsche, Cyberoperationen, Schiffsartillerie, Mörserbeschuss sowie kleinere Angriffe wie FPV-Drohnen oder panzerbrechende Lenkwaffen zählen ausdrücklich nicht. Bleibt ein solcher Angriff aus, löst die Frage mit Ja auf; das Settlement erfolgt am 29. Oktober 2026.

Berechnungsmethodik →

Lokaler Bezug

Eine erneute militärische Eskalation zwischen den USA und Iran berührt die deutsche, österreichische und Schweizer Wirtschaft über den Energiekanal: Der Golf und die Straße von Hormuz sind zentrale Transitrouten für Öl- und Gasflüsse, auf die europäische Industrie und Energieversorger indirekt angewiesen sind. Ein Angriff, der die Waffenruhe beendet, würde typischerweise Unsicherheit an den Rohölmärkten erzeugen, was sich über Energiepreise und Lieferketten bis in deutsche Produktionskosten und am Ende in die Inflationsrechnung der Europäischen Zentralbank fortsetzen kann.

Häufige Fragen

Was genau muss passieren, damit diese Frage mit Nein aufgelöst wird?
Die US-Streitkräfte müssten vor dem 28. Oktober 2026, 23:59 Uhr iranischer Ortszeit, einen verifizierten Luft- oder Boden-Boden-Angriff – also mit Drohnen, Marschflugkörpern oder ballistischen Raketen – ausführen, der Iran direkt trifft. Andere Eskalationsformen wie abgefangene Geschosse, Boden-Luft-Angriffe oder Bodeneinmärsche zählen dafür ausdrücklich nicht.
Was bedeutet der aktuell angezeigte Preis konkret?
Der Preis spiegelt, wofür Käufer und Verkäufer auf dem Markt gerade bereit sind, Positionen zu tauschen, und damit ihre eingepreiste Einschätzung der Wahrscheinlichkeit. Er ist keine Vorhersage mit Sicherheit, sondern ein laufend aktualisiertes Meinungsbild, das sich mit jeder neuen Nachricht verschieben kann.
Was passiert, wenn die Lage am Stichtag unklar oder umstritten ist?
Die Auflösung erfolgt anhand verifizierter Berichte über US-Militäraktionen gegen Iran; liegt kein eindeutig dokumentierter qualifizierender Angriff vor, löst die Frage mit Ja auf. Grenzfälle wie kleinere Zwischenfälle, die explizit ausgenommen sind, verändern das Ergebnis nicht, selbst wenn sie öffentlich diskutiert werden.
Warum zählen abgefangene Raketen oder Boden-Luft-Angriffe nicht als Ende der Waffenruhe?
Die Regel ist bewusst eng auf direkte, offensive US-Angriffe gegen Iran zugeschnitten, um Verteidigungsmaßnahmen oder begrenzte Zwischenfälle von einer tatsächlichen Eskalationsentscheidung zu unterscheiden. Dadurch bleibt die Schwelle für ein Nein höher, als es eine allgemeine Betrachtung der Sicherheitslage nahelegen würde.
Kann eine gehaltene Position vor dem 28. Oktober noch verkauft werden?
Ja, eine Position lässt sich in aller Regel jederzeit vor dem Stichtag zum dann aktuellen Marktpreis wieder veräußern. Der Preis dafür verändert sich fortlaufend mit der eingepreisten Wahrscheinlichkeit und muss nicht dem Preis zum Kaufzeitpunkt entsprechen.
Wer entscheidet, ob ein gemeldeter Angriff als qualifizierend gilt?
Maßgeblich ist die Auflösung durch Polymarket auf Basis verifizierter Berichte über US-Militäraktionen gegen Iran gemäß der im Regelwerk festgelegten Definition. Diese listet konkrete Angriffsarten als zählend und eine Reihe anderer Formen ausdrücklich als nicht zählend auf.

Verwandte Ereignisse

84 %/ 16 %
Ja / Nein