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Hält der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis Ende August 2026?

Auflösung: Aktualisiert:

Kurz gefasst

Der Markt hält eine Fortsetzung des Waffenstillstands für sehr wahrscheinlich. Ausschlaggebend ist, dass bislang keine verifizierten US-Angriffe auf iranisches Gebiet gemeldet sind und nur noch rund eine Woche bis zum Stichtag verbleibt. Ein einzelner bestätigter Luft- oder Raketenangriff der USA auf Iran würde diese Einschätzung sofort und vollständig umkehren.

Redaktionelle Illustration zum Ereignis: Hält der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis Ende August 2026?

Wie der Kontrakt funktioniert

Der Kontrakt löst zum 31. August 2026 um 23:59 Uhr iranischer Zeit auf. Er zahlt einen festen Betrag aus, wenn bis dahin keine qualifizierende US-Militäraktion gegen Iran stattgefunden hat, und nichts, wenn eine solche Aktion verifiziert wird. Der gehandelte Preis eines solchen Kontrakts spiegelt lediglich ein, was Käufer und Verkäufer aktuell für die Wahrscheinlichkeit halten – ein Preis von beispielsweise 0,30 würde bedeuten, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit auf etwa drei von zehn Fällen schätzt, wobei dies nur ein illustratives Beispiel ist und nicht der tatsächliche Stand dieses Marktes. Positionen lassen sich in der Regel bis zur Auflösung jederzeit zum dann geltenden Preis wieder veräußern.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja92%

Das Ereignis tritt ein

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Wenn Sie einsetzen $100
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Das Ereignis tritt nicht ein

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Wahrscheinlichkeit

Die Historie beginnt, sobald das Ereignis erfasst wird

Wie sich der Preis bewegt hat

Detaillierte Bewegungsdaten über Tages- oder Wochenveränderungen liegen für diesen Kontrakt nicht in belastbarer Form vor. Der aktuelle Konsens von 91 Prozent, gebildet aus einem Gesamtvolumen von 645.378 US-Dollar auf Polymarket, zeigt jedoch einen Markt, der eine Fortsetzung des Waffenstillstands für nahezu ausgemacht hält. Da nur eine Plattform mit nennenswertem Volumen handelt, gibt es keine zweite Preisquelle, an der sich eine abweichende Einschätzung oder ein Spread ablesen ließe – die Einschätzung ist insofern unwidersprochen, aber auch nicht durch einen breiteren Markt bestätigt.

Analyse

Hintergrund

Der Kontrakt bezieht sich auf die Frage, ob der seit Mitte 2025 bestehende Waffenstillstand zwischen den USA und Iran über den 31. August 2026 hinaus Bestand hat. Vorausgegangen waren im Juni 2025 US-Luftangriffe auf iranische Nuklearanlagen in Fordow, Natanz und Isfahan im Zuge der Eskalation zwischen Israel und Iran, auf die eine von der US-Regierung vermittelte Waffenruhe folgte. Seither steht die Frage im Raum, ob Washington im Falle neuer Provokationen erneut militärisch gegen iranisches Staatsgebiet vorgeht.
Der marktweite Konsens liegt bei 91 Prozent, gebildet ausschließlich auf Polymarket, wo der Kontrakt ein Gesamtvolumen von 645.378 US-Dollar erreicht hat. Dieses Niveau zeigt einen Markt, der eine Fortsetzung des Waffenstillstands für nahezu ausgemacht hält, aber eine Restwahrscheinlichkeit von rund neun Prozent für eine Eskalation vor dem 31. August 2026 einpreist. Da nur eine Plattform mit nennenswertem Volumen handelt, existiert keine zweite Referenz, an der sich eine abweichende Einschätzung ablesen ließe – die Konzentration auf einen einzigen Handelsplatz bedeutet zugleich, dass einzelne größere Positionen den Preis spürbar bewegen können. Entscheidend für die Höhe der Wahrscheinlichkeit ist die enge Definition dessen, was als Bruch des Waffenstillstands zählt: Nur ein direkter Luftschlag oder ein Boden-Boden-Raketenangriff, der iranisches Staatsgebiet tatsächlich trifft, löst eine Auflösung auf NO aus. Abgefangene Munition, kleinere Vorfälle wie FPV-Drohnen oder panzerbrechende Lenkwaffen, Cyberoperationen und Bodeninvasionen zählen ausdrücklich nicht. Diese hohe Schwelle erklärt, warum selbst bei anhaltenden regionalen Spannungen – etwa durch Huthi-Aktivitäten oder Angriffe auf US-Stützpunkte – die Wahrscheinlichkeit für ein NO vergleichsweise gering bleibt. Hinzu kommt der Faktor Zeit: Mit nur noch rund einer Woche zwischen dem heutigen Datum und dem Stichtag verkürzt sich das Fenster, in dem eine neue Eskalationsspirale entstehen und tatsächlich zu einem direkten US-Angriff führen müsste, erheblich. Die politische Linie der US-Regierung, seit dem Waffenstillstand von 2025 offiziell auf Verhandlungen mit Teheran statt auf neue Militärschläge zu setzen, stützt diese Einschätzung zusätzlich, auch wenn sich diese Haltung kurzfristig ändern könnte, sollte es zu einem größeren Zwischenfall kommen.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  1. Enges Zeitfenster bis Monatsende

    Nur noch rund eine Woche trennt den heutigen Stand vom Auflösungsdatum, was die Zeit für eine neue Eskalationskette bis zu einem tatsächlichen US-Angriff verkürzt. Je kürzer das Fenster, desto stärker drückt dieser Faktor die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung nach unten.

  2. Eng gefasste Bruch-Definition

    Nur ein direkter Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff auf iranisches Staatsgebiet zählt als Auslöser für NO; abgefangene Munition, Drohnenangriffe, Cyberoperationen und Bodeninvasionen zählen explizit nicht. Diese hohe Hürde erklärt einen Großteil des aktuellen Niveaus.

  3. Diplomatische Linie Washingtons

    Seit dem Waffenstillstand nach den Angriffen vom Juni 2025 auf Anlagen in Fordow, Natanz und Isfahan verfolgt die US-Regierung öffentlich eine Entspannungslinie gegenüber Teheran. Solange keine neue Drohkulisse aufgebaut wird, stützt das ein Fortbestehen der Waffenruhe.

  4. Regionale Proxy-Aktivitäten

    Angriffe von Huthi-Kräften, Hisbollah-nahen Gruppen oder Vorfälle an US-Stützpunkten in der Region könnten eine Kettenreaktion auslösen, die am Ende doch zu einem direkten US-Schlag gegen Iran führt. Dieses Risiko bildet im Wesentlichen die verbleibende Restwahrscheinlichkeit von rund neun Prozent für NO.

  5. Geringe Marktbreite

    Mit einem Gesamtvolumen von 645.378 US-Dollar auf nur einer Plattform ist der Markt vergleichsweise dünn gehandelt. Einzelne größere Positionen können den Preis kurzfristig stärker bewegen, als es bei breiter gehandelten politischen Kontrakten der Fall wäre.

Dafür spricht

  • Bis zum 24. August 2026 sind keine verifizierten US-Angriffe auf iranisches Staatsgebiet gemeldet.
  • Die US-Regierung verfolgt seit dem Waffenstillstand von 2025 öffentlich eine Verhandlungslinie gegenüber Teheran statt einer militärischen Eskalation.
  • Das verbleibende Zeitfenster bis zum 31. August 2026 beträgt nur noch rund eine Woche, was die Wahrscheinlichkeit neuer Eskalationsstufen begrenzt.
  • Die Resolutionsregeln verlangen einen direkten Luft- oder Raketenangriff auf iranisches Gebiet; kleinere Zwischenfälle wie Drohnenangriffe oder Cyberoperationen lösen kein NO aus.

Dagegen spricht

  • Ein einzelner bestätigter US-Luftangriff auf iranisches Territorium vor dem 31. August 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, würde den Kontrakt sofort auf NO auflösen.
  • Die Region bleibt volatil, mit Huthi- und Hisbollah-nahen Kräften, deren Aktionen eine US-Reaktion provozieren könnten.
  • Die Geschichte des Waffenstillstands seit Juni 2025 kennt bereits mehrere angespannte Momente, die eine erneute Eskalation nicht grundsätzlich ausschließen.
  • Bei einem Gesamtvolumen von nur 645.378 US-Dollar auf einer einzigen Plattform kann eine plötzliche Nachrichtenlage den Preis rasch und deutlich bewegen.

Worauf zu achten ist

Zwischen dem 24. und dem 31. August 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, sind vor allem Meldungen des US-Verteidigungsministeriums oder des US Central Command zu möglichen Militäraktionen gegen Iran relevant, ebenso Berichte der Internationalen Atomenergie-Organisation zum iranischen Nuklearprogramm und Vorfälle im Zusammenhang mit der Straße von Hormus oder US-Stützpunkten in der Region. Jede verifizierte direkte Luft- oder Raketenaktion der USA gegen iranisches Gebiet vor diesem Stichtag würde den Kontrakt sofort auf NO auflösen.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

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Auf Polymarket öffnenJa 0,92
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

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Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Polymarket, based on verified reports of US military strikes on Iran
Auflösungsdatum

Der Kontrakt löst gemäß Polymarket auf Basis verifizierter Berichte über US-Militäraktionen gegen Iran auf. Er löst auf NO auf, wenn die USA bis zum 31. August 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, einen Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff durchführen, der iranisches Staatsgebiet direkt trifft. Abgefangene Munition, kleinere Vorfälle wie FPV-Drohnen oder panzerbrechende Lenkwaffen, Cyberoperationen und Bodeninvasionen zählen nicht als qualifizierende Aktion; liegt bis zum Stichtag keine solche verifizierte Aktion vor, löst der Kontrakt auf YES auf.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Eine erneute militärische Eskalation zwischen den USA und Iran würde über die Ölmärkte unmittelbar auf die europäischen Energiepreise durchschlagen, da ein Großteil der Rohölexporte aus der Golfregion durch die Straße von Hormus verläuft. Für den deutschen und österreichischen Industriestandort, der stark von importierter Energie abhängt, wäre dies ein direkter Kostenfaktor. Zugleich würde eine Eskalation die diplomatischen Bemühungen der EU um ein tragfähiges Verhältnis zu Teheran erschweren und die Verhandlungsspielräume europäischer Außenpolitik gegenüber Iran einschränken.

Häufige Fragen

Was genau löst eine Auflösung auf NO aus?
Nur ein direkter US-Luftschlag oder ein Boden-Boden-Raketenangriff, der iranisches Staatsgebiet tatsächlich trifft, zählt als qualifizierende Militäraktion. Abgefangene Munition, kleinere Zwischenfälle wie FPV-Drohnen oder panzerbrechende Lenkwaffen, Cyberoperationen und Bodeninvasionen zählen ausdrücklich nicht.
Was bedeutet der aktuell angezeigte Preis?
Der Preis eines Kontrakts entspricht der eingeschätzten Wahrscheinlichkeit, dass der Waffenstillstand bis zum Stichtag hält. Ein Preis von etwa 0,30 würde beispielsweise bedeuten, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit auf rund drei von zehn Fällen schätzt – das aktuelle Niveau dieses konkreten Marktes ist direkt oberhalb dieses Textes ablesbar.
Was passiert, wenn ein Angriff gemeldet wird, aber unklar bleibt, ob er die Kriterien erfüllt?
Die Auflösung erfolgt auf Basis verifizierter Berichte über US-Militäraktionen gegen Iran. Bleibt unklar, ob ein Vorfall die Definition eines direkten Luft- oder Raketenangriffs erfüllt, kann sich die Auflösung verzögern, bis belastbare Informationen vorliegen.
Warum ist der Beobachtungszeitraum gerade auf den 31. August 2026 begrenzt?
Der Kontrakt bildet ein festes, kurzfristiges Zeitfenster ab, um die Stabilität des seit Mitte 2025 bestehenden Waffenstillstands laufend neu zu bewerten. Nach dem 31. August 2026 wäre eine neue Einschätzung erforderlich, die dieser Kontrakt nicht mehr abbildet.
Welche Ereignisse zählen ausdrücklich nicht als Bruch des Waffenstillstands?
Abgefangene oder vor dem Einschlag zerstörte Munition, kleinere Angriffe wie FPV-Drohnen oder panzerbrechende Lenkwaffen, Cyberoperationen sowie Bodeninvasionen ohne Luft- oder Raketenschlag lösen kein NO aus. Nur ein direkter, tatsächlich einschlagender Luft- oder Boden-Boden-Raketenangriff auf iranisches Gebiet zählt.

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