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Hält der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 7. Oktober 2026?

Auflösung: Aktualisiert:

Kurz gefasst

Der Markt behandelt ein Andauern des Waffenstillstands an diesem Stichtag als so gut wie sicher. Ausschlaggebend ist, dass bislang kein qualifizierender US-Angriff auf Iran gemeldet wurde und nur noch wenige Stunden bis zum Fristende um 23:59 Uhr iranischer Zeit verbleiben. Nur eine kurzfristige, tatsächlich ausgeführte Luft- oder Boden-Boden-Raktenattacke der USA auf iranisches Gebiet könnte das Bild innerhalb der verbleibenden Zeit noch kippen.

Redaktionelle Illustration zum Ereignis: Hält der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 7. Oktober 2026?

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt zu dieser Frage zahlt am Ende exakt einen festen Betrag aus, wenn die Bedingung eintritt, und nichts, wenn sie nicht eintritt. Der Preis, zu dem ein Kontrakt aktuell gehandelt wird, spiegelt schlicht wider, für wie wahrscheinlich Käufer und Verkäufer das Ereignis halten; ein Kontrakt zu 0,30 würde bedeuten, dass der Markt das Eintreten mit etwa drei von zehn Fällen einschätzt. Maßgeblich für die Auflösung dieses Marktes ist, ob die USA bis 23:59 Uhr iranischer Zeit am 7. Oktober 2026 eine qualifizierende militärische Aktion gegen Iran durchführen; ist dies nicht der Fall, löst der Markt mit Ja auf, andernfalls mit Nein. Das endgültige Ergebnis wird am 8. Oktober 2026 festgestellt, basierend auf Polymarket-Regeln und öffentlicher Nachrichtenlage. Positionen lassen sich bis zum Handelsschluss in der Regel zu dem Preis verkaufen, der zu diesem Zeitpunkt gerade gilt.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja97%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,97
Wenn Sie einsetzen $100
$103
Nein3%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,03
Wenn Sie einsetzen $100
$3.333

Wahrscheinlichkeit

Die Historie beginnt, sobald das Ereignis erfasst wird

Wie sich der Preis bewegt hat

Der Konsens über die beobachteten Handelsplätze liegt bei 97 Prozent und wird bislang ausschließlich auf Polymarket mit einem Volumen von 342.570 US-Dollar gehandelt. Belastbare Angaben zu einer Bewegung über die letzten 24 Stunden oder die vergangene Woche liegen für diesen spezifischen Tageskontrakt nicht vor; die Preisfindung konzentriert sich strukturell auf das jeweils laufende Tagesfenster. Ein Wert nahe der Obergrenze an einem Tag, dessen Zeitfenster bereits weit fortgeschritten ist, beschreibt eine Situation, die der Markt praktisch als entschieden betrachtet, solange kein neues Ereignis gemeldet wird.

Analyse

Hintergrund

Zwischen Washington und Teheran besteht eine brüchige Waffenruhe, deren Fortbestand von Finanzmärkten in Form täglich neu aufgelegter Kontrakte verfolgt wird. Statt eines einzigen Marktes für die gesamte Dauer des Waffenstillstands existiert für jeden Kalendertag ein eigener Kontrakt, der ausschließlich misst, ob die USA innerhalb dieses 24-Stunden-Fensters militärisch gegen Iran vorgehen. Der hier betrachtete Kontrakt bezieht sich auf den 7. Oktober 2026 und läuft um 23:59 Uhr iranischer Ortszeit ab. Die Auflösungsregeln sind eng gefasst, um Zufallstreffer und Fehlinterpretationen zu vermeiden: Abgefangene Flugkörper, Artillerie- oder Marinefeuer, Bodenoperationen, Cyberangriffe sowie bloße Drohungen oder politische Genehmigungen für einen Schlag zählen ausdrücklich nicht. Erforderlich ist ein direkter Luftschlag oder ein Boden-Boden-Raketenangriff, der tatsächlich iranisches Territorium trifft. Diese enge Definition macht ein Nein-Ergebnis technisch anspruchsvoll und erklärt einen Teil der Marktbewertung. Entschieden wird die Frage faktisch durch die Entscheidung der US-Regierung über einen Militärschlag sowie durch unabhängige Nachrichtenberichterstattung, auf die sich die Auflösung stützt. Iranische Reaktionen auf frühere Vorfälle oder diplomatische Spannungen können die Wahrscheinlichkeit einer US-Reaktion beeinflussen, auch wenn sie selbst nicht zur Auflösung führen.
Der Konsens über alle beobachteten Handelsplätze liegt bei 97 Prozent, gehandelt wird dieser spezifische Tageskontrakt bislang ausschließlich auf Polymarket mit einem kumulierten Volumen von 342.570 US-Dollar. Da nur ein Handelsplatz aktiv ist, lässt sich keine Differenz zwischen Plattformen beobachten, wie sie bei stärker fragmentierten Märkten üblich ist – das Fehlen eines Spreads ist hier schlicht eine Folge der Marktstruktur, nicht eines Meinungsgleichklangs über mehrere Anbieter hinweg. Ein Wert nahe der Obergrenze an einem Tag, dessen Zeitfenster bereits weit fortgeschritten ist, beschreibt typischerweise eine Situation, in der das relevante Ereignis schlicht noch nicht eingetreten ist und die verbleibende Zeit für seinen Eintritt knapp wird. Entscheidend für die Einordnung ist die enge Fassung der Auflösungsregel. Viele Formen der Eskalation, die in der öffentlichen Berichterstattung als Zuspitzung wahrgenommen würden – etwa abgefangene Flugkörper, Angriffe mit Artillerie oder von See, verdeckte Operationen oder auch eine bloße politische Ankündigung eines Schlags – lösen keinen Nein-Fall aus. Erforderlich ist ein tatsächlich ausgeführter, direkter Luft- oder Boden-Boden-Raketenangriff mit nachweisbarer Wirkung auf iranischem Gebiet. Diese Hürde ist technisch hoch, was erklärt, warum der Markt trotz anhaltender geopolitischer Spannungen zwischen Washington und Teheran eine so hohe Wahrscheinlichkeit für ein Andauern der Waffenruhe an diesem einzelnen Tag einpreist. Da es sich um eine tägliche Serie von Kontrakten handelt, spiegelt der Preis an jedem einzelnen Tag primär die unmittelbare Lage dieses Tages wider, nicht eine langfristige Einschätzung des gesamten Konflikts. Ein Konsens von 97 Prozent an einem Tag sagt wenig darüber aus, wie der Markt den Folgetag oder die kommende Woche bewertet – jeder Tag wird separat gehandelt und kann bei neuen Entwicklungen, etwa einer iranischen Provokation oder einer Erklärung aus Washington, abrupt neu bepreist werden. Das vergleichsweise moderate Handelsvolumen von 342.570 US-Dollar deutet darauf hin, dass dieser Tageskontrakt bislang kein breites Interesse über die unmittelbar betroffene Trader-Basis hinaus gefunden hat.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  1. Verbleibendes Zeitfenster

    Der Kontrakt läuft um 23:59 Uhr iranischer Zeit am 7. Oktober 2026 ab, sodass zum Zeitpunkt der Betrachtung nur noch wenige Stunden für ein qualifizierendes Ereignis bleiben. Je kürzer das verbleibende Fenster ohne gemeldeten Angriff, desto stärker drückt dies die Wahrscheinlichkeit eines Nein-Ergebnisses.

  2. Enge Auflösungsregel

    Nur ein direkter Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff mit Wirkung auf iranischem Gebiet zählt; abgefangene Munition, Seegefechte, Bodeninvasionen, Cyberoperationen und bloße Drohungen sind ausdrücklich ausgeschlossen. Diese enge Fassung erhöht strukturell die Wahrscheinlichkeit eines Ja-Ergebnisses, da viele denkbare Eskalationsformen den Markt nicht kippen.

  3. Fehlende US-Ankündigung eines Schlags

    Solange keine offizielle oder glaubwürdig berichtete Entscheidung Washingtons für einen unmittelbaren Angriff vorliegt, bleibt die Grundlage für ein Nein dünn. Eine Änderung dieser Lage, etwa durch eine Eskalationsmeldung aus dem Weißen Haus oder dem Pentagon, wäre der stärkste denkbare Preistreiber in die andere Richtung.

  4. Geringe Marktliquidität

    Mit einem Volumen von 342.570 US-Dollar auf einem einzigen Handelsplatz ist der Kontrakt vergleichsweise dünn gehandelt. Das macht den Preis empfindlicher gegenüber einzelnen größeren Positionen, auch wenn dies die zugrunde liegende geopolitische Einschätzung nicht verändert.

Dafür spricht

  • Bis zum Betrachtungszeitpunkt wurde kein qualifizierender US-Angriff auf Iran gemeldet.
  • Nur noch wenige Stunden verbleiben bis zum Fristende um 23:59 Uhr iranischer Zeit am 7. Oktober 2026.
  • Die Auflösungsregel schließt zahlreiche Eskalationsformen wie abgefangene Munition, Seegefechte oder Cyberoperationen ausdrücklich aus.
  • Es liegt keine öffentlich bekannte US-Entscheidung für einen unmittelbaren Militärschlag vor.

Dagegen spricht

  • Eine kurzfristige Eskalation, etwa als Reaktion auf einen iranischen Zwischenfall, könnte innerhalb der verbleibenden Stunden noch zu einem qualifizierenden Angriff führen.
  • Spannungen zwischen Washington und Teheran haben sich in der Vergangenheit wiederholt sehr kurzfristig zugespitzt.
  • Die geringe Liquidität des Kontrakts bedeutet, dass bereits eine einzelne größere Position den Preis spürbar bewegen kann, ohne dass sich die zugrunde liegende Lage geändert hat.

Worauf zu achten ist

Entscheidend ist der exakte Ablauf des Zeitfensters um 23:59 Uhr iranischer Ortszeit am 7. Oktober 2026, danach wird der nachfolgende Tageskontrakt für den 8. Oktober 2026 zum maßgeblichen Markt. Zu beobachten sind offizielle Mitteilungen aus Washington zu militärischen Optionen gegenüber Iran, Berichte über iranische Zwischenfälle, die eine US-Reaktion provozieren könnten, sowie die formale Feststellung des Ergebnisses durch Polymarket am 8. Oktober 2026 auf Basis von Nachrichtenberichten.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,97
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

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Handelsplätze (1)

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Polymarket / news reports of US military action against Iran
Auflösungsdatum

Der Markt löst mit Nein auf, wenn die USA bis 23:59 Uhr iranischer Ortszeit am 7. Oktober 2026 einen direkten Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff mit nachweisbarer Wirkung auf iranischem Gebiet ausführen. Abgefangene Flugkörper, Marine- oder Artilleriefeuer, Bodenoperationen, Cyberangriffe sowie bloße Drohungen oder Genehmigungen zählen nicht. Tritt kein solches Ereignis ein, löst der Markt mit Ja auf; die Feststellung erfolgt am 8. Oktober 2026 auf Basis von Polymarket-Regeln und öffentlicher Nachrichtenberichterstattung.

Berechnungsmethodik →

Lokaler Bezug

Eine Eskalation zwischen den USA und Iran würde unmittelbar auf die Ölmärkte durchschlagen, da ein erheblicher Teil der globalen Rohölexporte Regionen nahe der Straße von Hormus passiert. Für die deutsche, österreichische und schweizerische Industrie, die auf stabile Öl- und Gaspreise angewiesen ist, wäre ein Anstieg der Energiekosten eine direkte Folge eines solchen Vorfalls, mit Wirkung auf Produktionskosten, Inflation und letztlich auf die Entscheidungen von EZB und Bundesbank zur Geldpolitik.

Häufige Fragen

Was entscheidet konkret über Ja oder Nein, und wann wird das festgestellt?
Maßgeblich ist, ob die USA bis 23:59 Uhr iranischer Zeit am 7. Oktober 2026 einen direkten Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff mit Wirkung auf iranischem Gebiet ausführen. Die Feststellung erfolgt am 8. Oktober 2026 anhand von Polymarket-Regeln und öffentlicher Nachrichtenberichterstattung.
Was bedeutet der aktuelle Marktpreis konkret?
Der Preis gibt wieder, für wie wahrscheinlich Käufer und Verkäufer am Markt das Andauern des Waffenstillstands an diesem Tag halten. Er ist keine Vorhersage im engeren Sinn, sondern das Ergebnis von Angebot und Nachfrage auf Basis der verfügbaren Informationen.
Was passiert, wenn die Ereignislage unklar oder ein Angriff umstritten ist?
Die Regeln grenzen bewusst eng ab, welche Handlungen zählen, etwa indem abgefangene Munition oder Seegefechte ausdrücklich ausgeschlossen werden. Bei Zweifelsfällen stützt sich die Auflösung auf nachprüfbare Nachrichtenberichte, nicht auf einzelne nicht bestätigte Meldungen.
Warum ist die Hürde für ein Nein-Ergebnis so eng gefasst?
Die enge Fassung soll verhindern, dass untergeordnete militärische Zwischenfälle, die nicht auf eine gezielte US-Eskalation hindeuten, den Markt fälschlich auflösen. Damit wird nur ein tatsächlicher, direkter Angriff als relevantes Ereignis gewertet.
Warum gibt es für jeden einzelnen Tag einen eigenen Kontrakt?
Die tägliche Struktur erlaubt es, die unmittelbare Lage jedes einzelnen Tages separat zu bepreisen, statt eine einzige langfristige Einschätzung über den gesamten Konflikt abzugeben. Das macht die Kontrakte empfindlicher für kurzfristige Nachrichten, aber auch präziser für den jeweils betrachteten Zeitraum.

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97 %/ 3 %
Ja / Nein