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Hält der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 15. November 2026?

Auflösung: Aktualisiert:

Kurz gefasst

Der Markt sieht ein Andauern des Waffenstillstands derzeit als wahrscheinlicher an als einen US-Luftschlag, ohne dass die Frage als entschieden gilt. Ausschlaggebend ist die eng gefasste Definition dessen, was als Militärschlag zählt – abgefangene Raketen, Seegefechte oder Bodenoperationen lösen kein Nein aus. Eine neue Eskalation, etwa ein Angriff auf US-Kräfte in der Region, könnte die Einschätzung rasch verschieben.

Redaktionelle Illustration zum Ereignis: Hält der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 15. November 2026?

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt auf dieses Ereignis zahlt bei Fälligkeit einen festen Betrag aus, wenn bis zum Stichtag kein qualifizierender US-Militärschlag gegen Iran erfolgt ist, und nichts, wenn doch. Der gehandelte Preis spiegelt lediglich ein, was Käufer und Verkäufer derzeit gemeinsam für die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses halten – ein Preis von 0,30 würde beispielsweise bedeuten, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit auf etwa drei von zehn Fällen schätzt, nicht dass dies die tatsächliche Quote dieses Marktes ist. Maßgeblicher Stichtag für die Beurteilung ist der 15. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit; aufgelöst wird die Frage am 16. November 2026 anhand verifizierter Berichte über US-Militäraktionen. Wer eine Position hält, kann sie in der Regel vor der endgültigen Auflösung zum dann aktuellen Preis wieder verkaufen.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja49%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,49
Wenn Sie einsetzen $100
$204
Nein51%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,51
Wenn Sie einsetzen $100
$196

Wahrscheinlichkeit

Die Historie beginnt, sobald das Ereignis erfasst wird

Wie sich der Preis bewegt hat

Für diesen Kontrakt liegt bislang eine konsolidierte Markteinschätzung von 60 Prozent für ein Andauern des Waffenstillstands vor, gestützt auf ein Gesamtvolumen von 302.386 US-Dollar auf einem einzigen Handelsplatz. Da keine weiteren historischen Vergleichswerte für Tages- oder Wochenbewegungen vorliegen, lässt sich keine Dynamik des Kurses nachzeichnen oder einem bestimmten Ereignis zuordnen. Die Konzentration des Handels auf einen Platz ohne nennenswerte Preisdifferenz zu anderen Börsen deutet darauf hin, dass unter den aktiven Teilnehmern derzeit kein starker Dissens über die Einschätzung besteht.

Analyse

Hintergrund

Die Frage betrifft einen bestehenden, aber fragilen Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und Iran. Entschieden wird darüber, ob Washington bis zum Abend des 15. November 2026 Ortszeit Iran einen direkten militärischen Schlag versetzt oder ob der Status quo bis dahin hält. Der Kontrakt wird auf Polymarket gehandelt und anhand verifizierter Berichte über US-Militäraktionen gegen Iran aufgelöst. Entscheidend ist die genaue Abgrenzung dessen, was als auslösende Handlung zählt. Als Nein zählen ausschließlich Luftschläge mit Bomben, Luft-Boden-Raketen oder bewaffneten Drohnen sowie Boden-Boden-Angriffe einschließlich Marschflugkörpern, ballistischen Raketen und Einweg-Angriffsdrohnen, sofern sie Iran direkt treffen. Abgefangene Geschosse, Flugabwehrraketen, Feuergefechte mit Handwaffen, Bodeneinmärsche, Cyberoperationen, Schiffsartillerie sowie kleinere Angriffe mit kurzreichweitigen Loitering-Munitionen, FPV-Drohnen oder panzerbrechenden Lenkwaffen reichen nicht aus. Bloße Drohungen oder Genehmigungen ohne tatsächliche Ausführung zählen ebenfalls nicht. Für die Finanzmärkte ist die Frage relevant, weil ein direkter US-Schlag gegen Iran unmittelbar auf Energiepreise und Transportrouten im Persischen Golf wirken könnte, einer Region, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gasexporte läuft.
Der Konsens über die gehandelten Plätze liegt bei 60 Prozent für ein Andauern des Waffenstillstands, bei einem Handelsvolumen von insgesamt 302.386 US-Dollar. Da der Kontrakt derzeit ausschließlich auf Polymarket gehandelt wird, existiert keine Preisspanne zwischen verschiedenen Handelsplätzen, die auf unterschiedliche Einschätzungen hindeuten würde – der Markt ist in diesem Sinne eng, nicht zersplittert. Ein Volumen in dieser Größenordnung ist für ein geopolitisches Ereignis dieser Tragweite als moderat einzustufen: ausreichend, um eine belastbare Markteinschätzung abzubilden, aber klein genug, dass einzelne größere Positionen den Preis spürbar bewegen können. Die Nähe des Konsenswerts zu einer knappen Mehrheit für ein Andauern des Status quo spiegelt die enge Definition dessen wider, was überhaupt als Nein zählt. Da abgefangene Angriffe, Seegefechte, Bodenoperationen, Cyberaktionen und kleinere Drohnenangriffe explizit ausgeschlossen sind, bleibt die Schwelle für ein Nein hoch: Es braucht einen direkten, von den USA ausgeführten Luft- oder Boden-Boden-Schlag auf iranisches Territorium. Diese Enge der Definition dürfte der Haupttreiber dafür sein, dass der Markt die Fortsetzung des Waffenstillstands für wahrscheinlicher hält als das Gegenteil, selbst in einer Phase anhaltender Spannungen. Gleichzeitig bleibt der Zeitraum bis zum 15. November 2026 kurz genug, dass eine einzelne Eskalationsstufe – etwa ein Angriff auf US-Truppen oder US-Einrichtungen in der Region, der eine Vergeltungsreaktion auslöst – die Einschätzung rasch kippen könnte. Die Geschichte der US-Iran-Beziehungen der vergangenen Jahre zeigt, dass militärische Reaktionen häufig innerhalb weniger Tage auf einen auslösenden Vorfall folgen, wenn sie erfolgen. Der Markt preist also nicht eine lineare, über Wochen verteilte Wahrscheinlichkeit ein, sondern eher das Risiko eines plötzlichen Auslösers.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  1. Enge Definition des Nein-Kriteriums

    Nur direkte Luft- oder Boden-Boden-Schläge auf iranisches Territorium zählen als qualifizierender Angriff. Dies senkt die Wahrscheinlichkeit eines Nein strukturell, weil viele denkbare Eskalationsformen – Abfangaktionen, Seegefechte, Cyberoperationen – das Ergebnis nicht verändern.

  2. Diplomatischer Verhandlungsstatus

    Solange Gesprächskanäle zwischen Washington und Teheran offen bleiben, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines kurzfristigen Schlags. Ein Abbruch oder Scheitern von Verhandlungen würde dagegen das Risiko eines Nein erhöhen.

  3. Vorfälle gegen US-Kräfte in der Region

    Ein Angriff auf US-Truppen, Stützpunkte oder Schiffe im Golf durch iranisch unterstützte Kräfte würde den politischen Druck auf eine direkte US-Reaktion erheblich erhöhen und gilt als der plausibelste Auslöser für ein Nein vor dem Stichtag.

  4. Innenpolitische Lage in Washington

    Die Bereitschaft der US-Regierung, einen Militärschlag zu autorisieren, hängt auch von innenpolitischen Prioritäten und der öffentlichen Stimmung ab. Eine geringere Risikobereitschaft in diesem Zeitraum stützt tendenziell ein Andauern des Status quo.

  5. Geringes Handelsvolumen

    Mit 302.386 US-Dollar Gesamtvolumen auf einem einzigen Handelsplatz bleibt der Markt vergleichsweise dünn. Das bedeutet, dass der Preis empfindlicher auf einzelne größere Positionen reagieren kann als bei liquideren Kontrakten.

Dafür spricht

  • Es findet bis zum 15. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, kein direkter US-Luftschlag oder Boden-Boden-Angriff auf iranisches Territorium statt.
  • Diplomatische Kanäle zwischen Washington und Teheran bleiben in den kommenden Wochen offen oder werden zumindest nicht vollständig abgebrochen.
  • Etwaige militärische Zwischenfälle in der Region bleiben unterhalb der Schwelle, die im Regelwerk als qualifizierender Angriff definiert ist, etwa beschränkt auf Abfangaktionen oder kleinere Drohnenvorfälle.

Dagegen spricht

  • Ein Angriff auf US-Kräfte oder US-Interessen in der Golfregion löst eine direkte amerikanische Vergeltungsreaktion in Form eines Luft- oder Raketenschlags gegen iranisches Territorium aus.
  • Fortschritte oder neue Erkenntnisse zum iranischen Atomprogramm führen zu einer politischen Entscheidung in Washington für einen präventiven Schlag vor dem Stichtag am 15. November 2026.
  • Der Zusammenbruch laufender diplomatischer Bemühungen verengt den Handlungsspielraum und erhöht den Druck auf eine militärische Option innerhalb der verbleibenden Wochen bis zur Auflösung.

Worauf zu achten ist

Maßgeblich ist der Stichtag 15. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, bis zu dem ein qualifizierender US-Militärschlag erfolgt sein müsste, damit die Frage mit Nein aufgelöst wird; die eigentliche Auflösung erfolgt am 16. November 2026. In der Zwischenzeit dürften Berichte über US-Militärbewegungen im Golf, offizielle Erklärungen aus Teheran oder Washington zum Atomprogramm, etwaige Zwischenfälle mit US-Streitkräften in der Region sowie der Fortgang oder Abbruch diplomatischer Gespräche die Einschätzung des Marktes am ehesten beeinflussen.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,49
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

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Handelsplätze (1)

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Polymarket; based on verified reports of US military action against Iran
Auflösungsdatum

Aufgelöst wird die Frage von Polymarket anhand verifizierter Berichte über US-Militäraktionen gegen Iran. Die Frage löst mit Nein auf, wenn die Vereinigten Staaten bis zum 15. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, einen qualifizierenden Luft- oder Boden-Boden-Schlag gegen iranisches Territorium ausführen. Erfolgt bis zu diesem Zeitpunkt kein solcher Schlag, löst die Frage am 16. November 2026 mit Ja auf.

Berechnungsmethodik →

Lokaler Bezug

Ein direkter US-Militärschlag gegen Iran würde voraussichtlich unmittelbar auf die Ölpreise durchschlagen, da ein erheblicher Teil der weltweiten Rohölexporte den Persischen Golf und die Straße von Hormuz passiert. Für die deutsche Industrie, die stark von Energieimporten und stabilen globalen Lieferketten abhängt, wäre dies ein spürbarer Kostenfaktor, der sich über höhere Energiepreise auch auf die Inflationsentwicklung im Euroraum und damit auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank auswirken könnte.

Häufige Fragen

Was genau muss passieren, damit diese Frage mit Nein aufgelöst wird?
Die USA müssten bis zum 15. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, einen direkten Luftschlag oder Boden-Boden-Angriff auf iranisches Territorium ausführen. Dazu zählen Bomben, Luft-Boden-Raketen, bewaffnete Drohnen, Marschflugkörper oder ballistische Raketen, die Iran unmittelbar treffen.
Zählt auch ein kleinerer Vorfall, etwa eine abgefangene Rakete oder ein Drohnenangriff, als Nein?
Nein. Abgefangene Geschosse, Flugabwehrraketen, Feuergefechte, Bodeneinmärsche, Cyberoperationen, Schiffsartillerie sowie kleinere Angriffe mit kurzreichweitigen Loitering-Munitionen oder FPV-Drohnen sind im Regelwerk ausdrücklich ausgenommen und würden die Frage nicht auf Nein setzen.
Was bedeutet ein bestimmter Marktpreis für diesen Kontrakt?
Der Preis spiegelt die aggregierte Einschätzung der Marktteilnehmer zur Wahrscheinlichkeit wider. Ein Preis von beispielsweise 0,40 würde bedeuten, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit eines Nein auf etwa vier von zehn Fällen schätzt, ohne dass dies eine Garantie für den tatsächlichen Ausgang darstellt.
Was passiert, wenn die Berichtslage am Stichtag unklar oder umstritten ist?
Die Auflösung erfolgt anhand verifizierter Berichte über US-Militäraktionen gegen Iran. Bleibt die Beweislage bis zum Auflösungstermin am 16. November 2026 uneindeutig, wird auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren, verifizierten Informationen entschieden.
Warum wird dieser Kontrakt derzeit nur auf einem einzigen Handelsplatz gehandelt?
Polymarket ist aktuell die einzige erfasste Plattform, die dieses konkrete Ereignis mit dieser Fragestellung und diesem Stichtag listet. Das bedeutet, dass es derzeit keine Preisspanne zwischen verschiedenen Anbietern gibt, die zusätzliche Information über unterschiedliche Einschätzungen liefern würde.

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