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Wird der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis Ende 2026 halten?

Auflösung: Aktualisiert:

Kurz gefasst

Der Markt hält einen Bruch der Waffenruhe für wahrscheinlicher als ihr Fortbestehen: Die implizite Wahrscheinlichkeit für ein Halten liegt deutlich unter fünfzig Prozent. Ausschlaggebend ist die Fragilität der Vereinbarung seit ihrem Beginn Mitte 2025 sowie ungelöste Streitpunkte um das iranische Anreicherungsprogramm, die jederzeit einen neuen US-Schlag auslösen könnten. Ein Umschwung wäre vor allem durch ein überprüfbares Abkommen zur Urananreicherung oder durch eine erkennbare Entspannung der Lage in der Straße von Hormus zu erwarten.

Redaktionelle Illustration zum Ereignis: Wird der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis Ende 2026 halten?

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt zu diesem Titel zahlt am Ende einen festen Betrag, wenn die Waffenruhe bis zum 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, ohne eine qualifizierende US-Militäraktion gegen Iran bestanden hat, und null, wenn es vorher zu einem solchen Schlag kommt. Der aktuell gehandelte Preis spiegelt lediglich wider, für wie wahrscheinlich Käufer und Verkäufer dieses Ergebnis derzeit halten; ein Preis von 0,30 US-Dollar etwa würde bedeuten, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit auf rund drei von zehn Fällen schätzt, nicht dass ein Ereignis mit Sicherheit so eintritt. Wer eine Position hält, muss nicht bis zum Verfallstag warten, sondern kann sie jederzeit zum dann geltenden Preis wieder veräußern. Maßgeblich für die Abrechnung sind Presseberichte über US-Militärschläge sowie offizielle Erklärungen des Pentagons und großer Nachrichtenagenturen.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja30%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,30
Wenn Sie einsetzen $100
$333
Nein70%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,70
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$143

Wahrscheinlichkeit

Die Historie beginnt, sobald das Ereignis erfasst wird

Wie sich der Preis bewegt hat

Belastbare Angaben zu Bewegungen über die letzten 24 Stunden oder die vergangene Woche liegen für diesen Titel nicht vor, ebenso wenig zur Handelsspanne seit Markteröffnung. Verlässlich dokumentiert ist allein der aktuelle Konsens von 31 Prozent für ein Halten der Waffenruhe, gebildet nahezu ausschließlich auf Polymarket bei einem kumulierten Umsatz von rund 286.570 US-Dollar. Die Konzentration auf einen einzigen liquiden Marktplatz bedeutet, dass sich aus einer Venue-Spanne keine zusätzliche Unsicherheit ablesen lässt; der Preis ist das Ergebnis eines in sich konsistenten Buchs ohne externen Vergleichswert.

Analyse

Hintergrund

Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran geht auf das Ende des zwölftägigen Krieges zwischen Israel und Iran im Juni 2025 zurück, in dessen Verlauf auch amerikanische Streitkräfte gezielte Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen flogen. Seither gilt eine brüchige Übereinkunft, die wiederholt durch Drohgebärden, Stellvertreterkonflikte und Debatten über das iranische Atomprogramm belastet wurde. Washington hat seine militärische Option gegenüber Teheran nie formell vom Tisch genommen. Die Frage, die dieser Markt abbildet, ist technisch eng gefasst: Es geht ausschließlich darum, ob die USA bis zum Jahresende eine eigene Luft- oder Boden-Boden-Rakete gegen iranisches Staatsgebiet einsetzen. Aktionen Israels, iranische Angriffe auf Dritte, Drohungen ohne Umsetzung oder abgefangene Angriffe zählen explizit nicht. Das macht den Titel schmaler als die öffentliche Debatte um eine mögliche Eskalation, aber auch eindeutiger in der Abwicklung. Akteure sind neben der US-Regierung die iranische Führung, die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) als Prüfinstanz des Nuklearprogramms sowie regionale Kräfte wie Israel und vom Iran unterstützte Milizen, deren Handlungen die Lage indirekt destabilisieren können, ohne selbst das Marktergebnis auszulösen.
Der Konsens über die gehandelten Plätze liegt bei 31 Prozent für ein Halten der Waffenruhe, gehandelt wird dieser Titel mit nennenswertem Volumen praktisch ausschließlich auf Polymarket, mit einem kumulierten Umsatz von rund 286.570 US-Dollar. Dass nur ein Marktplatz in relevantem Umfang Liquidität stellt, bedeutet zugleich, dass es keine Vergleichsspanne zwischen konkurrierenden Anbietern gibt, an der sich Unsicherheit oder Informationsasymmetrien ablesen ließen – der Preis ist das Ergebnis eines einzigen, in sich konsistenten Buchs. Zu Bewegungen über den letzten Tag oder die letzte Woche sowie zur Handelsspanne seit Eröffnung liegen keine belastbaren Angaben vor; verlässlich ist allein der aktuelle Stand. Ein Wert von 31 Prozent für das Halten der Waffenruhe bedeutet im Umkehrschluss, dass der Markt mit rund zwei Dritteln Wahrscheinlichkeit einen neuen US-Schlag gegen iranisches Territorium vor Jahresende einpreist. Das ist eine bemerkenswert pessimistische Einschätzung für eine formal bestehende Waffenruhe und lässt sich am ehesten mit der Vorgeschichte erklären: Die Übereinkunft von 2025 wurde nicht durch ein verifiziertes Rüstungskontrollabkommen abgesichert, sondern durch eine politische Entscheidung nach einem begrenzten Krieg. Ohne belastbaren Verifikationsmechanismus für die Urananreicherung bleibt die Schwelle für eine Wiederaufnahme der Angriffe niedrig. Entscheidend für die restliche Laufzeit sind drei Fragen: ob der Iran sein Anreicherungsprogramm wieder sichtbar vorantreibt, ob die IAEA in ihren Berichten eine Überschreitung dokumentiert, und ob Zwischenfälle in der Straße von Hormus oder durch regionale Milizen die USA in eine Situation drängen, in der ein Schlag politisch naheliegend erscheint. Jeder dieser drei Stränge kann unabhängig von den anderen eskalieren, was die vergleichsweise niedrige Wahrscheinlichkeit für ein Halten erklärt, ohne dass ein einzelnes bevorstehendes Ereignis als unmittelbarer Auslöser feststeht. Die enge Formulierung der Abrechnungsregel – nur direkte US-Luft- oder Boden-Boden-Angriffe auf iranisches Gebiet zählen – bedeutet zugleich, dass viele denkbare Eskalationsformen (israelische Schläge, iranische Angriffe auf US-Stützpunkte, Stellvertreterkämpfe) das Ergebnis nicht automatisch kippen. Das dämpft die Wahrscheinlichkeit eines Neins etwas gegenüber einer breiter gefassten Frage nach „Eskalation

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  1. IAEA-Berichte zum Anreicherungsprogramm

    Dokumentiert die Atomenergiebehörde eine erneute Überschreitung der Anreicherungsschwellen, steigt die Wahrscheinlichkeit eines US-Schlags spürbar, da dies in Washington politisch als Bruch der Vereinbarung gewertet werden könnte. Bislang fehlt ein verifizierbarer Kontrollmechanismus, was die Schwelle für eine Eskalation niedrig hält.

  2. Zwischenfälle in der Straße von Hormus

    Angriffe auf Schifffahrt oder Konfrontationen mit iranischen Kräften in dieser Route könnten die USA unter Druck setzen, militärisch zu reagieren, auch wenn solche Vorfälle selbst nicht automatisch zur Auflösung führen. Diese Route ist zugleich für europäische Energieimporte relevant, was die Beobachtung doppelt wichtig macht.

  3. Aktivitäten iranisch unterstützter Milizen

    Angriffe von Stellvertreterkräften auf US-Stützpunkte in der Region erhöhen den politischen Druck auf Washington, zählen aber nur dann zur Abrechnung, wenn die USA selbst mit einem Luft- oder Raketenschlag gegen iranisches Gebiet antworten. Dieser indirekte Mechanismus erklärt, warum die Marktwahrscheinlichkeit auf Eskalation trotz enger Abrechnungsregel vergleichsweise hoch bleibt.

  4. Enge Fassung der Abrechnungsregel

    Da nur direkte US-Angriffe auf iranisches Staatsgebiet zählen, lösen israelische Schläge oder iranische Gegenangriffe auf Dritte das Ergebnis nicht automatisch aus. Dies dämpft die Wahrscheinlichkeit eines Neins gegenüber einer breiter gefassten Eskalationsfrage etwas ab.

  5. Politische Haltung der US-Regierung

    Da Washington die militärische Option gegenüber Teheran nie formell ausgeschlossen hat, bleibt die Hürde für einen erneuten Schlag institutionell niedrig. Jede öffentliche Äußerung aus dem Weißen Haus oder dem Pentagon zu dieser Frage kann den Marktpreis kurzfristig bewegen.

Dafür spricht

  • Die Waffenruhe besteht seit ihrem Beginn im Juni 2025 formal fort, ohne dass es bislang zu einem qualifizierenden US-Schlag gekommen ist.
  • Ein belastbares, von der IAEA verifiziertes Abkommen zur Begrenzung der Urananreicherung würde den unmittelbarsten Eskalationsgrund entschärfen.
  • Eine erkennbare Beruhigung in der Straße von Hormus und ein Ausbleiben von Milizangriffen auf US-Stützpunkte bis zum 31. Dezember 2026 würden den Status quo stützen.
  • Da nur direkte US-Angriffe auf iranisches Gebiet zählen, kann die Waffenruhe im Sinne dieses Titels auch bei regionalen Spannungen formal bestehen bleiben.

Dagegen spricht

  • Ohne verifizierbaren Kontrollmechanismus für die iranische Urananreicherung bleibt die politische Schwelle für einen erneuten US-Schlag niedrig.
  • Washington hat die militärische Option gegenüber Teheran nie formell ausgeschlossen, was einen Schlag jederzeit plausibel macht.
  • Zwischenfälle in der Straße von Hormus oder Angriffe iranisch unterstützter Milizen auf US-Stützpunkte könnten die USA zu einer Reaktion drängen, die unter die Abrechnungsregel fällt.
  • Die Vorgeschichte von 2025 zeigt, dass die USA bereits einmal gezielte Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen geflogen haben, was eine Wiederholung nicht als Bruch mit bisherigem Verhalten erscheinen lässt.

Worauf zu achten ist

Maßgeblich sind in den kommenden Wochen die Berichte der Internationalen Atomenergiebehörde zum iranischen Anreicherungsprogramm, da eine dokumentierte Überschreitung der vereinbarten Schwellen als unmittelbarer Eskalationsauslöser gilt. Ebenso zu beobachten sind Zwischenfälle in der Straße von Hormus sowie Aktivitäten iranisch unterstützter Milizen gegen US-Stützpunkte in der Region, da beide Stränge unabhängig voneinander eine US-Reaktion wahrscheinlicher machen können. Offizielle Erklärungen des Pentagons sowie etwaige Ankündigungen aus dem Weißen Haus zu einer möglichen militärischen Option gegenüber Teheran sind die unmittelbarsten Signale vor dem Stichtag 31. Dezember 2026.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,30
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

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Handelsplätze (1)

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Polymarket (Nachrichtenberichte über US-Militärschläge auf den Iran; Erklärungen des US-Verteidigungsministeriums/Pentagon, große Nachrichtenagenturen)
Auflösungsdatum

Der Titel löst auf „Nein“ auf, sobald die USA bis zum 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, eine eigene Luft- oder Boden-Boden-Rakete direkt gegen iranisches Staatsgebiet einsetzen – etwa Bomben, Luft-Boden-Raketen, Marschflugkörper, ballistische Raketen oder Einweg-Kampfdrohnen. Abgefangene oder zerstörte Angriffsmittel, Boden-Luft-Feuer, Handfeuerwaffen, Bodeninvasionen, Cyberoperationen, Schiffsartillerie, Mörser- oder Raketenartillerie, kleinere Loitering-Munition, FPV-Drohnen oder Panzerabwehrlenkwaffen sowie bloße Drohungen ohne Ausführung zählen explizit nicht. Maßgebliche Quelle für die Abrechnung sind Presseberichte über US-Militärschläge sowie offizielle Erklärungen des Pentagons und großer Nachrichtenagenturen; liegt kein qualifizierender Vorfall vor, löst der Titel am 31. Dezember 2026 auf „Ja“ auf.

Berechnungsmethodik →

Lokaler Bezug

Ein erneuter US-Militärschlag gegen Iran träfe die deutsche und europäische Wirtschaft über zwei konkrete Kanäle: steigende Energiepreise durch eine mögliche Störung der Ölversorgung aus der Golfregion und Risiken für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öltransporte läuft. Beides würde sich unmittelbar in höheren Energiekosten für die energieintensive deutsche Industrie sowie in Lieferkettenrisiken für exportorientierte Unternehmen niederschlagen.

Häufige Fragen

Was genau muss passieren, damit dieser Titel auf „Nein“ auflöst?
Die USA müssen bis zum 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, eine eigene Luft- oder Boden-Boden-Rakete direkt gegen iranisches Staatsgebiet einsetzen, etwa einen Luftschlag oder einen Marschflugkörperangriff. Abgefangene Angriffe, Drohungen ohne Umsetzung oder Aktionen anderer Staaten reichen dafür nicht aus.
Was bedeutet der aktuell gehandelte Preis konkret?
Der Preis spiegelt wider, für wie wahrscheinlich Käufer und Verkäufer das Halten der Waffenruhe derzeit halten, nicht eine Gewissheit über den Ausgang. Ein Kontrakt zahlt am Ende einen festen Betrag, wenn die Waffenruhe ohne qualifizierenden US-Schlag bis Jahresende bestehen bleibt, und nichts, wenn es vorher zu einem solchen kommt.
Was passiert, wenn ein Angriff stattfindet, aber unklar ist, ob er die Kriterien erfüllt?
Maßgeblich sind dann Presseberichte großer Nachrichtenagenturen sowie offizielle Erklärungen des Pentagons, anhand derer geprüft wird, ob es sich um eine qualifizierende Aktion gemäß den genannten Kriterien handelt. Fälle wie Boden-Luft-Feuer, Cyberoperationen oder kleinere Loitering-Munition sind ausdrücklich ausgenommen und würden den Titel nicht auf „Nein“ auflösen lassen.
Warum liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Halten der Waffenruhe so niedrig, obwohl aktuell kein offener Krieg herrscht?
Die Übereinkunft von 2025 wurde nach einem begrenzten Krieg politisch, nicht durch ein verifiziertes Rüstungskontrollabkommen abgesichert. Ohne belastbaren Kontrollmechanismus für die iranische Urananreicherung bleibt die Schwelle für eine Wiederaufnahme der US-Angriffe aus Marktsicht niedrig.
Kann eine gehaltene Position vor dem 31. Dezember 2026 wieder verkauft werden?
Ja, eine Position muss nicht bis zum Abrechnungstag gehalten werden, sondern kann jederzeit zum dann aktuellen Marktpreis veräußert werden.

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