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Wird die USA Iran bis Ende 2026 offiziell den Krieg erklären?

Auflösung: Aktualisiert:
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Marktkonsens

vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance

JaDas Ereignis tritt ein
5%
NeinDas Ereignis tritt nicht ein
95%

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Kurz gefasst

Der Markt hält eine formelle Kriegserklärung des US-Kongresses gegen Iran für so gut wie ausgeschlossen. Der Hauptgrund liegt im Verfahren selbst: Der Kongress hat seit 1942 keine Kriegserklärung mehr verabschiedet, selbst nach Angriffen wie Pearl Harbor oder dem 11. September griff Washington stattdessen auf Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt (AUMF) zurück. Nur ein direkter, groß angelegter Angriff auf US-Territorium oder US-Streitkräfte mit hohen Opferzahlen könnte diese Dynamik kurzfristig ändern.

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt zu diesem Ereignis zahlt bei Fälligkeit einen festen Betrag aus, wenn der US-Kongress bis zum 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr Eastern Time, eine formelle Kriegserklärung gegen Iran beschließt und der Präsident sie unterzeichnet; andernfalls verfällt der Kontrakt wertlos. Der Preis eines Kontrakts spiegelt lediglich ein, was Käufer und Verkäufer aktuell für die Wahrscheinlichkeit dieses Ereignisses halten – ein Kontrakt zu 0,30 US-Dollar würde beispielsweise bedeuten, dass der Markt die Chance auf etwa drei von zehn einschätzt, nicht dass dies die tatsächliche Chance dieses konkreten Marktes ist. Militärische Luftschläge, Sanktionen, Truppenverlegungen oder eine bloße Ermächtigung zum Einsatz militärischer Gewalt zählen ausdrücklich nicht als Erfüllung – nur eine formelle Kriegserklärung tut dies. Positionen lassen sich bis zur Fälligkeit jederzeit zum dann geltenden Preis wieder verkaufen.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja5%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,05
Wenn Sie einsetzen $100
$2.000
Nein95%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,95
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$105
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KonsensPolymarket

Wie sich der Preis bewegt hat

Seit der ersten Erfassung am 30. Juli 2026 hat sich die Einschätzung kaum verändert. Die Gegenwahrscheinlichkeit lag anfangs bei 95 bis 96 Prozent, was einer impliziten Wahrscheinlichkeit einer Kriegserklärung von rund 4 bis 5 Prozent entsprach; aktuell liegt der Konsens bei 6 Prozent. Über zehn Preispunkte hinweg bewegte sich der Markt damit durchgehend in einer sehr engen Bandbreite ohne erkennbaren Ausschlag – ein Muster, das eher für eine als weitgehend entschieden geltende Frage spricht als für eine, deren Ausgang der Markt noch aktiv neu bewertet. Die leichte Bewegung folgt keinem einzelnen öffentlich berichteten Auslöser.

Hintergrund

Die Frage bezieht sich auf einen sehr spezifischen verfassungsrechtlichen Akt: eine Kriegserklärung nach Artikel I, Abschnitt 8 der US-Verfassung, die von beiden Kammern des Kongresses beschlossen und vom Präsidenten unterzeichnet werden muss. Das unterscheidet sich grundlegend von militärischen Maßnahmen, die die USA in der Vergangenheit gegen Iran oder andere Staaten ergriffen haben, etwa Luftschläge oder Sanktionen, die keiner Kriegserklärung bedürfen. Der Hintergrund der Spannungen ist bekannt: Nach Jahren des Konflikts um das iranische Atomprogramm hatte die US-Regierung 2025 Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen angeordnet, ohne dass der Kongress eine Kriegserklärung beschloss. Diese Praxis, militärische Gewalt ohne formellen Kriegsakt anzuwenden, prägt die US-Außenpolitik seit Jahrzehnten und ist der entscheidende Referenzpunkt für die Einschätzung dieser Frage. Akteure sind der US-Kongress mit seinen beiden Kammern, der Präsident als Oberbefehlshaber und, indirekt, die iranische Führung, deren Reaktion auf US-Maßnahmen das Eskalationsrisiko bestimmt. Bis zum 31. Dezember 2026 müsste ein solcher Beschluss vollständig durch beide Kammern und zur Unterschrift des Präsidenten gelangen, damit die Frage mit Ja aufgelöst wird.

Analyse

Der Konsens über die gehandelten Plätze liegt bei 6 Prozent, bei einem Handelsvolumen von 762.291 US-Dollar, das vollständig auf Polymarket entfällt. Seit der ersten Erfassung am 30. Juli 2026 hat sich die Einschätzung kaum verändert: Die Gegenwahrscheinlichkeit lag anfangs bei 95 bis 96 Prozent, was einer impliziten Ja-Wahrscheinlichkeit von rund 4 bis 5 Prozent entsprach, und ist seither nur leicht auf die aktuellen 6 Prozent gestiegen. Über zehn erfasste Preispunkte hinweg bewegte sich der Markt also in einer sehr engen Bandbreite – ein Muster, das für eine Frage spricht, die der Markt bereits für weitgehend entschieden hält, nicht für eine, über die noch aktiv gestritten wird. Der entscheidende strukturelle Grund für diese niedrige und stabile Einschätzung liegt im Verfahren selbst. Der US-Kongress hat seit 1942, als er zuletzt gegen Bulgarien, Ungarn und Rumänien eine Kriegserklärung aussprach, keine einzige formelle Kriegserklärung mehr verabschiedet. Selbst der Koreakrieg, der Vietnamkrieg, die beiden Irakkriege, der Afghanistankrieg und die Militäreinsätze gegen den Islamischen Staat wurden allesamt über Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt (AUMF) oder exekutive Anordnungen geführt, nicht über eine Kriegserklärung. Diese Präferenz für Alternativen zur formellen Kriegserklärung ist seit über achtzig Jahren so gefestigt, dass sie einen strukturellen Bodensatz für die Wahrscheinlichkeit bildet, unabhängig davon, wie stark sich die Lage mit Iran zuspitzt. Dass die US-Regierung bereits 2025 Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen durchführte, ohne den Kongress um eine Kriegserklärung zu ersuchen, bestätigt dieses Muster für den konkreten Fall. Sollte es zu weiterer Eskalation kommen, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut ein Vorgehen über exekutive Anordnung oder eine AUMF zu erwarten, nicht über den in der Verfassung vorgesehenen, aber politisch aufwendigeren Weg einer echten Kriegserklärung. Hinzu kommt, dass 2026 ein US-Wahljahr mit Kongresswahlen am 3. November ist, was die Bereitschaft von Abgeordneten, sich mit einer formellen Kriegserklärung öffentlich und dauerhaft festzulegen, tendenziell weiter senkt.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  • Verfassungsverfahren als Hürde

    Eine Kriegserklärung erfordert Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat sowie die Unterschrift des Präsidenten – ein politisch aufwendiger und seit 1942 nicht mehr genutzter Weg. Dies senkt die Wahrscheinlichkeit strukturell und unabhängig von der aktuellen Iran-Politik.

  • Präzedenzfall AUMF

    Seit Korea wurden alle größeren US-Militäreinsätze über Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt statt über Kriegserklärungen geführt, zuletzt auch die Luftschläge gegen Iran 2025. Dieses Muster spricht stark gegen eine formelle Kriegserklärung auch 2026.

  • Kongresswahlen im November 2026

    Die Wahlen zum Kongress am 3. November 2026 dürften die Bereitschaft der Abgeordneten senken, sich mit einer derart weitreichenden Festlegung öffentlich zu exponieren. Dies wirkt tendenziell wahrscheinlichkeitsmindernd im zweiten Halbjahr.

  • Eskalationsrisiko durch Iran

    Ein direkter, folgenschwerer Angriff Irans auf US-Streitkräfte oder US-Territorium wäre das plausibelste Szenario, das eine Kriegserklärung tatsächlich auf die Agenda bringen könnte. Ohne ein solches Ereignis bleibt die Hürde für einen Kongressbeschluss hoch.

  • Marktstabilität als Signal

    Die enge Bandbreite von 95 bis 96 Prozent bei der Gegenwahrscheinlichkeit über zehn Beobachtungen zeigt, dass Marktteilnehmer die Frage seit Eröffnung nahezu identisch einschätzen. Das spricht für hohe Zuversicht statt für eine noch offene Debatte.

Dafür spricht

  • Ein direkter, folgenschwerer Angriff Irans auf US-Streitkräfte oder US-Territorium müsste eintreten und eine breite parteiübergreifende Reaktion im Kongress auslösen.
  • Beide Kammern des Kongresses müssten eine entsprechende Resolution vor dem 31. Dezember 2026 mit Mehrheit verabschieden.
  • Der Präsident müsste diese Resolution anschließend unterzeichnen, statt weiterhin auf Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt oder exekutive Anordnungen zu setzen.
  • Dieser gesamte Prozess müsste trotz der Kongresswahlen im November 2026 politisch durchsetzbar sein.

Dagegen spricht

  • Der Kongress hat seit 1942 keine formelle Kriegserklärung mehr verabschiedet, selbst nach schwerwiegenden Angriffen wie Pearl Harbor oder dem 11. September.
  • Die US-Regierung hat bereits 2025 Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen durchgeführt, ohne den Kongress um eine Kriegserklärung zu ersuchen.
  • Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt bieten der Exekutive einen politisch einfacheren Weg, der ohne formelle Kriegserklärung auskommt.
  • Das Wahljahr 2026 mit Kongresswahlen im November dürfte die Risikobereitschaft von Abgeordneten für eine derart weitreichende Festlegung eher senken.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,05
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

Handelsplätze (1)

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
US Congress records; clear consensus of credible news reporting
Auflösungsdatum

Maßgeblich für die Auflösung sind die offiziellen Aufzeichnungen des US-Kongresses sowie ein klarer Konsens glaubwürdiger Nachrichtenberichterstattung. Der Kontrakt löst nur dann mit Ja auf, wenn der Kongress zwischen Markteröffnung und dem 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr Eastern Time, eine formelle Kriegserklärung gegen Iran verabschiedet und der Präsident sie unterzeichnet. Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt, exekutive Anordnungen, präsidiale Erklärungen oder Militärschläge ohne begleitende Kriegserklärung führen ausdrücklich nicht zu einer Ja-Auflösung.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Ein US-Iran-Krieg träfe die deutsche, österreichische und schweizerische Wirtschaft über den Energiemarkt unmittelbar: Iran liegt an der Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen läuft, und eine militärische Eskalation würde die Rohstoffpreise absehbar in die Höhe treiben. Für die exportorientierte deutsche Industrie, die ohnehin mit hohen Energiekosten kalkuliert, wären steigende Öl- und Gaspreise ein direkter Kostenfaktor, der zudem die Inflationsdebatte bei der EZB neu befeuern könnte.

Worauf zu achten ist

Relevant sind vor allem etwaige neue militärische Zwischenfälle zwischen den USA und Iran, insbesondere Angriffe mit US-Opfern, die eine Kongressdebatte über eine formelle Kriegserklärung überhaupt erst plausibel machen könnten. Die Kongresswahlen am 3. November 2026 markieren einen politischen Fixpunkt, nach dem sich die Zusammensetzung und Risikobereitschaft des Kongresses ändern könnte. Zu beobachten sind zudem Sitzungskalender beider Kammern sowie offizielle Erklärungen des Weißen Hauses zur Iran-Politik, da diese anzeigen, ob weiterhin auf Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt statt auf eine Kriegserklärung gesetzt wird.

Häufige Fragen

Was genau muss passieren, damit dieser Kontrakt mit Ja aufgelöst wird
Der US-Kongress muss zwischen Markteröffnung und dem 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr Eastern Time, eine formelle Kriegserklärung gegen Iran nach Artikel I, Abschnitt 8 der Verfassung beschließen, und der Präsident muss sie unterzeichnen. Luftschläge, Sanktionen oder eine Ermächtigung zum Einsatz militärischer Gewalt reichen dafür ausdrücklich nicht aus.
Was bedeutet der aktuelle Marktpreis konkret
Der Preis zeigt, welche Wahrscheinlichkeit Käufer und Verkäufer der Kontrakte einer formellen Kriegserklärung aktuell beimessen, basierend auf Angebot und Nachfrage. Er ist keine Vorhersage im engeren Sinne, sondern eine laufend aktualisierte Marktbewertung, die sich mit neuen Nachrichten ändern kann.
Warum ist die Wahrscheinlichkeit so niedrig, obwohl es bereits militärische Spannungen mit Iran gab
Weil die USA seit 1942 durchgehend auf Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt oder exekutive Anordnungen statt auf formelle Kriegserklärungen zurückgegriffen haben, auch bei den Luftschlägen gegen Iran 2025. Dieses acht Jahrzehnte alte Muster bildet einen strukturellen Bodensatz für eine sehr niedrige Wahrscheinlichkeit.
Was passiert, wenn die USA Iran militärisch angreifen, ohne eine Kriegserklärung zu beschließen
In diesem Fall löst der Kontrakt zum 31. Dezember 2026 mit Nein auf, da die Regeln ausdrücklich nur eine formelle, vom Kongress beschlossene und vom Präsidenten unterzeichnete Kriegserklärung als Erfüllung anerkennen. Militärische Handlungen ohne diesen verfassungsrechtlichen Akt zählen nicht, unabhängig von ihrem Ausmaß.
Was passiert, wenn der Kongress eine Kriegserklärung erst nach dem 31. Dezember 2026 beschließt
Ein Beschluss nach dem Stichtag hätte für diesen Kontrakt keine Bedeutung mehr, da er ausschließlich den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr Eastern Time, abdeckt. Der Kontrakt würde dann unabhängig von späteren Entwicklungen mit Nein aufgelöst.
Wird an mehreren Handelsplätzen unterschiedlich bewertet
Derzeit wird dieser Markt ausschließlich auf Polymarket mit nennenswertem Volumen gehandelt, sodass kein Vergleichswert von einem zweiten Handelsplatz vorliegt. Die genannten historischen Werte beziehen sich daher auf diesen einen Handelsplatz.

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Ja / Nein