Wird die USA Iran bis Ende 2026 offiziell den Krieg erklären?
vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance
- Ja — Das Ereignis tritt ein
- 5%
- Nein — Das Ereignis tritt nicht ein
- 95%
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
Kurz gefasst
Der Markt hält eine formelle Kriegserklärung des US-Kongresses gegen Iran für so gut wie ausgeschlossen. Der Hauptgrund liegt im Verfahren selbst: Der Kongress hat seit 1942 keine Kriegserklärung mehr verabschiedet, selbst nach Angriffen wie Pearl Harbor oder dem 11. September griff Washington stattdessen auf Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt (AUMF) zurück. Nur ein direkter, groß angelegter Angriff auf US-Territorium oder US-Streitkräfte mit hohen Opferzahlen könnte diese Dynamik kurzfristig ändern.
Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Hintergrund
Analyse
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Verfassungsverfahren als Hürde
Eine Kriegserklärung erfordert Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat sowie die Unterschrift des Präsidenten – ein politisch aufwendiger und seit 1942 nicht mehr genutzter Weg. Dies senkt die Wahrscheinlichkeit strukturell und unabhängig von der aktuellen Iran-Politik.
Präzedenzfall AUMF
Seit Korea wurden alle größeren US-Militäreinsätze über Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt statt über Kriegserklärungen geführt, zuletzt auch die Luftschläge gegen Iran 2025. Dieses Muster spricht stark gegen eine formelle Kriegserklärung auch 2026.
Kongresswahlen im November 2026
Die Wahlen zum Kongress am 3. November 2026 dürften die Bereitschaft der Abgeordneten senken, sich mit einer derart weitreichenden Festlegung öffentlich zu exponieren. Dies wirkt tendenziell wahrscheinlichkeitsmindernd im zweiten Halbjahr.
Eskalationsrisiko durch Iran
Ein direkter, folgenschwerer Angriff Irans auf US-Streitkräfte oder US-Territorium wäre das plausibelste Szenario, das eine Kriegserklärung tatsächlich auf die Agenda bringen könnte. Ohne ein solches Ereignis bleibt die Hürde für einen Kongressbeschluss hoch.
Marktstabilität als Signal
Die enge Bandbreite von 95 bis 96 Prozent bei der Gegenwahrscheinlichkeit über zehn Beobachtungen zeigt, dass Marktteilnehmer die Frage seit Eröffnung nahezu identisch einschätzen. Das spricht für hohe Zuversicht statt für eine noch offene Debatte.
Dafür spricht
- Ein direkter, folgenschwerer Angriff Irans auf US-Streitkräfte oder US-Territorium müsste eintreten und eine breite parteiübergreifende Reaktion im Kongress auslösen.
- Beide Kammern des Kongresses müssten eine entsprechende Resolution vor dem 31. Dezember 2026 mit Mehrheit verabschieden.
- Der Präsident müsste diese Resolution anschließend unterzeichnen, statt weiterhin auf Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt oder exekutive Anordnungen zu setzen.
- Dieser gesamte Prozess müsste trotz der Kongresswahlen im November 2026 politisch durchsetzbar sein.
Dagegen spricht
- Der Kongress hat seit 1942 keine formelle Kriegserklärung mehr verabschiedet, selbst nach schwerwiegenden Angriffen wie Pearl Harbor oder dem 11. September.
- Die US-Regierung hat bereits 2025 Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen durchgeführt, ohne den Kongress um eine Kriegserklärung zu ersuchen.
- Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt bieten der Exekutive einen politisch einfacheren Weg, der ohne formelle Kriegserklärung auskommt.
- Das Wahljahr 2026 mit Kongresswahlen im November dürfte die Risikobereitschaft von Abgeordneten für eine derart weitreichende Festlegung eher senken.
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
- keine Handelsgebühr
Handelsplätze (1)
- PolymarketEmpfohlenJa5%0,05
- Volumen (24 Std.)
- 57.916,5 $
- Gebühr
- 0%
Auflösungsregeln
Maßgeblich für die Auflösung sind die offiziellen Aufzeichnungen des US-Kongresses sowie ein klarer Konsens glaubwürdiger Nachrichtenberichterstattung. Der Kontrakt löst nur dann mit Ja auf, wenn der Kongress zwischen Markteröffnung und dem 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr Eastern Time, eine formelle Kriegserklärung gegen Iran verabschiedet und der Präsident sie unterzeichnet. Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt, exekutive Anordnungen, präsidiale Erklärungen oder Militärschläge ohne begleitende Kriegserklärung führen ausdrücklich nicht zu einer Ja-Auflösung.
Berechnungsmethodik →Lokaler Bezug
Worauf zu achten ist
Häufige Fragen
- Was genau muss passieren, damit dieser Kontrakt mit Ja aufgelöst wird
- Der US-Kongress muss zwischen Markteröffnung und dem 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr Eastern Time, eine formelle Kriegserklärung gegen Iran nach Artikel I, Abschnitt 8 der Verfassung beschließen, und der Präsident muss sie unterzeichnen. Luftschläge, Sanktionen oder eine Ermächtigung zum Einsatz militärischer Gewalt reichen dafür ausdrücklich nicht aus.
- Was bedeutet der aktuelle Marktpreis konkret
- Der Preis zeigt, welche Wahrscheinlichkeit Käufer und Verkäufer der Kontrakte einer formellen Kriegserklärung aktuell beimessen, basierend auf Angebot und Nachfrage. Er ist keine Vorhersage im engeren Sinne, sondern eine laufend aktualisierte Marktbewertung, die sich mit neuen Nachrichten ändern kann.
- Warum ist die Wahrscheinlichkeit so niedrig, obwohl es bereits militärische Spannungen mit Iran gab
- Weil die USA seit 1942 durchgehend auf Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt oder exekutive Anordnungen statt auf formelle Kriegserklärungen zurückgegriffen haben, auch bei den Luftschlägen gegen Iran 2025. Dieses acht Jahrzehnte alte Muster bildet einen strukturellen Bodensatz für eine sehr niedrige Wahrscheinlichkeit.
- Was passiert, wenn die USA Iran militärisch angreifen, ohne eine Kriegserklärung zu beschließen
- In diesem Fall löst der Kontrakt zum 31. Dezember 2026 mit Nein auf, da die Regeln ausdrücklich nur eine formelle, vom Kongress beschlossene und vom Präsidenten unterzeichnete Kriegserklärung als Erfüllung anerkennen. Militärische Handlungen ohne diesen verfassungsrechtlichen Akt zählen nicht, unabhängig von ihrem Ausmaß.
- Was passiert, wenn der Kongress eine Kriegserklärung erst nach dem 31. Dezember 2026 beschließt
- Ein Beschluss nach dem Stichtag hätte für diesen Kontrakt keine Bedeutung mehr, da er ausschließlich den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr Eastern Time, abdeckt. Der Kontrakt würde dann unabhängig von späteren Entwicklungen mit Nein aufgelöst.
- Wird an mehreren Handelsplätzen unterschiedlich bewertet
- Derzeit wird dieser Markt ausschließlich auf Polymarket mit nennenswertem Volumen gehandelt, sodass kein Vergleichswert von einem zweiten Handelsplatz vorliegt. Die genannten historischen Werte beziehen sich daher auf diesen einen Handelsplatz.