Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Analyse
Hintergrund
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Verfassungsverfahren als Hürde
Eine Kriegserklärung erfordert Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat sowie die Unterschrift des Präsidenten – ein politisch aufwendiger und seit 1942 nicht mehr genutzter Weg. Dies senkt die Wahrscheinlichkeit strukturell und unabhängig von der aktuellen Iran-Politik.
Präzedenzfall AUMF
Seit Korea wurden alle größeren US-Militäreinsätze über Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt statt über Kriegserklärungen geführt, zuletzt auch die Luftschläge gegen Iran 2025. Dieses Muster spricht stark gegen eine formelle Kriegserklärung auch 2026.
Kongresswahlen im November 2026
Die Wahlen zum Kongress am 3. November 2026 dürften die Bereitschaft der Abgeordneten senken, sich mit einer derart weitreichenden Festlegung öffentlich zu exponieren. Dies wirkt tendenziell wahrscheinlichkeitsmindernd im zweiten Halbjahr.
Eskalationsrisiko durch Iran
Ein direkter, folgenschwerer Angriff Irans auf US-Streitkräfte oder US-Territorium wäre das plausibelste Szenario, das eine Kriegserklärung tatsächlich auf die Agenda bringen könnte. Ohne ein solches Ereignis bleibt die Hürde für einen Kongressbeschluss hoch.
Marktstabilität als Signal
Die enge Bandbreite von 95 bis 96 Prozent bei der Gegenwahrscheinlichkeit über zehn Beobachtungen zeigt, dass Marktteilnehmer die Frage seit Eröffnung nahezu identisch einschätzen. Das spricht für hohe Zuversicht statt für eine noch offene Debatte.
Dafür spricht
- Ein direkter, folgenschwerer Angriff Irans auf US-Streitkräfte oder US-Territorium müsste eintreten und eine breite parteiübergreifende Reaktion im Kongress auslösen.
- Beide Kammern des Kongresses müssten eine entsprechende Resolution vor dem 31. Dezember 2026 mit Mehrheit verabschieden.
- Der Präsident müsste diese Resolution anschließend unterzeichnen, statt weiterhin auf Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt oder exekutive Anordnungen zu setzen.
- Dieser gesamte Prozess müsste trotz der Kongresswahlen im November 2026 politisch durchsetzbar sein.
Dagegen spricht
- Der Kongress hat seit 1942 keine formelle Kriegserklärung mehr verabschiedet, selbst nach schwerwiegenden Angriffen wie Pearl Harbor oder dem 11. September.
- Die US-Regierung hat bereits 2025 Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen durchgeführt, ohne den Kongress um eine Kriegserklärung zu ersuchen.
- Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt bieten der Exekutive einen politisch einfacheren Weg, der ohne formelle Kriegserklärung auskommt.
- Das Wahljahr 2026 mit Kongresswahlen im November dürfte die Risikobereitschaft von Abgeordneten für eine derart weitreichende Festlegung eher senken.
Worauf zu achten ist
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
- keine Handelsgebühr
