Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Analyse
Hintergrund
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Doppelstimmrecht der Familie Guillemot
Die Gründerfamilie kontrolliert über Vorzugsstimmrechte einen überproportionalen Anteil der Stimmen und hat wiederholt betont, die Unabhängigkeit des Unternehmens erhalten zu wollen. Dies drückt die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme spürbar nach unten, da ein Deal ohne ihre Zustimmung kaum durchsetzbar wäre.
Tencent-Beteiligung an der neuen Tochtergesellschaft
Die 2025 vereinbarte Ausgliederung der Kernmarken mit Tencent-Kapital hat den unmittelbaren Finanzierungsdruck gemindert. Das senkt kurzfristig den Anreiz für einen vollständigen Verkauf, könnte aber langfristig als Vorstufe zu weiterer Konsolidierung gelesen werden.
Operative Schwäche und Aktienkurs
Wiederholte Spieleflops und niedrige Bewertungen erhöhen den Druck von Investorenseite auf eine Gesamtlösung. Dieser Faktor wirkt erhöhend auf die Wahrscheinlichkeit, ist aber bislang nicht stark genug gewesen, um konkrete Verhandlungen öffentlich zu machen.
Kurzer verbleibender Zeitrahmen
Bis zur Fälligkeit am 31. Dezember 2026 bleiben nur wenige Monate, und Übernahmen dieser Größenordnung erfordern in der Regel monatelange Verhandlungen und Prüfungen. Ohne bereits laufende, öffentlich bestätigte Gespräche sinkt die Wahrscheinlichkeit eines fristgerechten Abschlusses mechanisch.
Frühere Sondierungsgespräche 2024
Berichte über mögliche Rückzugspläne von der Börse gemeinsam mit Tencent aus dem Herbst 2024 zeigen, dass ein Delisting-Szenario grundsätzlich diskutiert wurde. Dass daraus bislang keine bindende Vereinbarung wurde, spricht dafür, dass die Hürden dafür weiterhin hoch sind.
Dafür spricht
- Die Familie Guillemot und Tencent könnten die 2024 berichteten Sondierungsgespräche wieder aufnehmen und bis zum 31. Dezember 2026 eine bindende Vereinbarung unterzeichnen.
- Anhaltend schwache Verkaufszahlen und Kursdruck könnten die Familie zu der Einschätzung bringen, dass nur ein vollständiger Verkauf die Bilanz stabilisiert.
- Die 2025 geschaffene Tochtergesellschaft mit Tencent-Beteiligung liefert eine bereits erprobte Struktur, auf der eine weitergehende Transaktion aufbauen könnte.
- Ein externer Finanzinvestor könnte parallel zu Tencent ein Angebot vorlegen, das die Familie zu Verhandlungen zwingt.
Dagegen spricht
- Bis August 2026 liegt keine öffentlich bestätigte Übernahmevereinbarung vor, und der Marktpreis von 13 % spiegelt entsprechende Skepsis wider.
- Die Familie Guillemot hat wiederholt betont, die Unabhängigkeit von Ubisoft über ihre Stimmrechtsmehrheit sichern zu wollen.
- Die Restrukturierung mit Tencent im Frühjahr 2025 wurde gezielt so gestaltet, dass frisches Kapital fließt, ohne die Kontrolle der Familie über den Gesamtkonzern anzutasten.
- Der verbleibende Zeitraum bis Ende 2026 ist für eine Transaktion dieser Größenordnung knapp, insbesondere ohne bereits laufende, öffentlich bekannte Verhandlungen.
Worauf zu achten ist
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
