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Kehrt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bis August 2026 zur Normalität zurück?

Auflösung: Aktualisiert:
1%

Marktkonsens

vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance

JaDas Ereignis tritt ein
1%
NeinDas Ereignis tritt nicht ein
99%

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Kalshi-Website öffnenJa 0,01
  • Keine externe Wallet nötig
  • Gas übernommen
Gegenseite kaufenNein 0,99

Kurz gefasst

Der Markt hält eine Rückkehr zur Normalität für so gut wie ausgeschlossen. Ausschlaggebend ist die knappe Frist: Bis zum Stichtag bleiben nur noch zwei Tage, und der geforderte gleitende Sieben-Tage-Durchschnitt von mindestens 60 Schiffsanläufen wurde zuletzt nicht erreicht. Nur eine plötzliche, in den offiziellen Daten sichtbare Entspannung noch vor dem 31. Juli 2026 könnte das ändern.

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt auf dieses Ereignis zahlt bei Fälligkeit einen festen Betrag aus, wenn die Bedingung erfüllt ist, und wird andernfalls wertlos. Der aktuelle Preis ist keine Meinung eines Analysten, sondern das Ergebnis von Kauf- und Verkaufsangeboten am Markt: Ein Preis von 0,30 würde beispielsweise bedeuten, dass Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bei etwa drei von zehn Fällen sehen – dies ist ein Rechenbeispiel, nicht der Preis dieses Marktes. Maßgeblich für die Abrechnung ist, ob das IWF-Datenprojekt PortWatch bis einschließlich 31. Juli 2026 einen gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt von mindestens 60 Schiffsanläufen durch die Straße von Hormus veröffentlicht; bleibt eine solche Meldung aus, greift die Nein-Abrechnung. Bis zum Verfall am 1. August 2026 lässt sich eine gehaltene Position in der Regel jederzeit zum dann geltenden Marktpreis wieder verkaufen.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja1%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,01
Wenn Sie einsetzen $100
$10.000
Nein99%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,99
Wenn Sie einsetzen $100
$101
0%25%50%75%100%12:0017:3623:1204:4810:2416:00
KonsensKalshi

Wie sich der Preis bewegt hat

Der Kontrakt wurde am 29. Juli 2026 erstmals notiert und lag zu Beginn bei 100 % auf der Nein-Seite, drehte aber noch am selben Tag scharf auf den heutigen Bereich um 1 % Ja-Wahrscheinlichkeit. Seither bewegt sich der Preis in einer sehr engen Bandbreite zwischen 99 % und 100 % auf der Nein-Seite, mit einer minimalen Zunahme von 0,2 Prozentpunkten in den vergangenen 24 Stunden. Bei 58 protokollierten Preisbeobachtungen und einem Handelsvolumen von 5.250.758 US-Dollar auf einer einzigen Plattform liest sich diese Stabilität als ein Markt, der die Frage praktisch als entschieden betrachtet – die anfängliche Kursbewegung folgt keiner öffentlich benannten einzelnen Ursache, sondern dürfte die erste Preisfindung nach Handelsstart widerspiegeln.

Hintergrund

Die Straße von Hormus ist mit rund 33 Kilometern an ihrer engsten Stelle einer der wichtigsten Nadelöhre des Welthandels: Ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen läuft durch diese Meerenge zwischen Iran und Oman. Seit Anfang 2026 haben wiederholte Spannungen in der Golfregion – zwischen Iran, Israel und den Vereinigten Staaten sowie damit verbundene Sicherheitsrisiken für die Handelsschifffahrt – den gewohnten Schiffsverkehr durch die Meerenge zeitweise deutlich gedrückt. Reedereien haben Routen angepasst, Versicherer haben Prämien für die Region angehoben, und die Anzahl der täglichen Schiffsanläufe liegt unter dem, was der Internationale Währungsfonds über sein Datenprojekt PortWatch als Normalniveau erfasst. Der hier gehandelte Kontrakt bildet konkret ab, ob dieses Normalniveau – definiert als ein gleitender Sieben-Tage-Durchschnitt von mindestens 60 Schiffsanläufen – bis zum 31. Juli 2026 in den PortWatch-Daten des IWF erreicht wird. Settlement-Datum ist der 1. August 2026. Gehandelt wird der Kontrakt bislang ausschließlich auf der Plattform Kalshi.

Analyse

Der Konsens über die gehandelten Plattformen liegt bei 1 %, gestützt auf ein Handelsvolumen von 5.250.758 US-Dollar, das vollständig auf Kalshi konzentriert ist. Das ist ein aussagekräftiges Signal: Ein einzelner, aber liquider Markt mit 58 protokollierten Preisbeobachtungen zeigt eine sehr enge Meinungsbildung, nicht das Rauschen eines dünn gehandelten Kontrakts. Die erste Notierung am 29. Juli 2026 lag noch bei 100 %, drehte aber im Tagesverlauf scharf – seither bewegt sich der Preis nur noch in einer sehr engen Bandbreite zwischen 99 % und 100 % auf der Nein-Seite, während die Ja-Wahrscheinlichkeit bei rund 1 % verharrt. In den vergangenen 24 Stunden verschob sich der Kurs um lediglich 0,2 Prozentpunkte nach oben – eine Bewegung, die angesichts der Größenordnung als praktisch stabil zu werten ist. Entscheidend für diese Einschätzung ist die Mechanik der Auflösung: Es genügt nicht, dass sich die Lage in der Golfregion allgemein entspannt, sondern PortWatch muss konkret einen gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt von 60 oder mehr Anläufen veröffentlichen, und zwar an einem Tag bis einschließlich 31. Juli 2026. Ein Sieben-Tage-Durchschnitt reagiert naturgemäß träge – selbst eine sofortige und vollständige Entspannung der Sicherheitslage bräuchte mehrere Tage ungestörten Normalbetriebs, um den Durchschnitt überhaupt in die Nähe der Schwelle zu heben. Da zum Zeitpunkt der Marktbeobachtung nur noch zwei Kalendertage bis zur Frist verbleiben, ist das Zeitfenster für eine solche Erholung faktisch geschlossen, sofern nicht bereits jetzt ein klarer Aufwärtstrend in den PortWatch-Daten sichtbar wäre. Die Marktpreise deuten darauf hin, dass genau das nicht der Fall ist. Die Datenlag-Klausel in den Abwicklungsregeln verstärkt diese Einschätzung zusätzlich: Fehlt eine entsprechende Veröffentlichung bis zum Stichtag oder kurz danach, wird automatisch mit Nein abgerechnet. Das bedeutet, dass Unsicherheit über die Datenlage selbst – nicht nur über die tatsächliche Schiffsbewegung – zugunsten der Nein-Seite wirkt.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  • Verbleibende Frist

    Bis zum Stichtag 31. Juli 2026 bleiben nur noch wenige Tage. Da die Auflösung einen gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt verlangt, müsste eine Erholung bereits jetzt in den Daten sichtbar sein, um die Schwelle rechtzeitig zu erreichen. Dieser Zeitdruck ist der stärkste Faktor gegen ein Ja.

  • Anhaltende Sicherheitslage am Golf

    Solange die Spannungen zwischen Iran, Israel und den USA die Schifffahrtsrouten belasten, bleiben die Anlaufzahlen unter dem historischen Normalniveau. Eine kurzfristige, vollständige Entspannung innerhalb weniger Tage gilt als unwahrscheinlich.

  • Publikationspraxis von IMF PortWatch

    Die Abrechnung hängt an einer konkreten Veröffentlichung des IWF-Datenprojekts. Verzögert sich die Meldung oder bleibt sie aus, greift laut Regelwerk automatisch die Nein-Abrechnung, unabhängig von der tatsächlichen Lage vor Ort.

  • Trägheit des Sieben-Tage-Durchschnitts

    Ein gleitender Durchschnitt glättet Tagesschwankungen und reagiert erst mit Verzögerung auf eine Verbesserung der Lage. Selbst ein plötzlicher Anstieg der täglichen Anläufe bräuchte mehrere Tage, um den Durchschnitt spürbar zu heben.

Dafür spricht

  • Die Sicherheitslage in der Straße von Hormus müsste sich noch vor dem 31. Juli 2026 rasch und deutlich entspannen.
  • IMF PortWatch müsste in der Folge einen gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt von mindestens 60 Schiffsanläufen veröffentlichen.
  • Diese Veröffentlichung müsste spätestens am 31. Juli 2026 vorliegen, da spätere Meldungen laut Regelwerk nicht mehr berücksichtigt werden.

Dagegen spricht

  • Bis zum Stichtag verbleiben nur noch zwei Kalendertage, was für eine Erholung des Sieben-Tage-Durchschnitts kaum ausreicht.
  • Die zugrunde liegenden Spannungen in der Golfregion bestehen fort und haben die Anlaufzahlen bislang unter dem Normalniveau gehalten.
  • Bleibt eine entsprechende PortWatch-Veröffentlichung aus oder verzögert sie sich, wird gemäß Regelwerk ohnehin mit Nein abgerechnet.
  • Der Marktkonsens von 1 % bei einem Handelsvolumen von 5.250.758 US-Dollar zeigt eine breite, stabile Übereinstimmung gegen ein Ja.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Kalshi-Website öffnenJa 0,01
  • Keine externe Wallet nötig
  • Gas übernommen

Handelsplätze (1)

Wahrscheinlichkeit

  • Vor dem 1. August 20261%
  • Kehrt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bis zum 31. Juli zur Normalität zurück?0%

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
IMF PortWatch
Auflösungsdatum

Grundlage der Abrechnung ist ausschließlich das Datenprojekt IMF PortWatch des Internationalen Währungsfonds. Der Kontrakt löst mit Ja auf, wenn PortWatch bis einschließlich 31. Juli 2026 an irgendeinem Tag einen gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt von mindestens 60 Schiffsanläufen durch die Straße von Hormus meldet. Liegt keine solche Meldung vor – auch aufgrund einer Verzögerung der Datenveröffentlichung –, wird mit Nein abgerechnet. Settlement-Datum ist der 1. August 2026; gehandelt wird der Kontrakt aktuell ausschließlich auf Kalshi.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Für die deutsche Industrie ist die Straße von Hormus keine abstrakte geopolitische Randnotiz, sondern ein Nadelöhr für einen Teil der Öl- und Flüssiggasimporte, von denen energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl und Grundstoffe abhängen. Anhaltende Störungen der Schifffahrt durch die Meerenge wirken sich über höhere Frachtversicherungsprämien und mögliche Angebotsengpässe auf die Rohstoff- und Energiepreise aus, die deutsche Unternehmen an internationalen Märkten zahlen. Eine Normalisierung des Schiffsverkehrs würde dieses Risiko mindern, während ein Ausbleiben – wie es der Markt aktuell für sehr wahrscheinlich hält – die bestehende Vorsicht bei Energiepreisen und Lieferketten in Deutschland, Österreich und der Schweiz eher bestätigt als auflöst.

Worauf zu achten ist

Maßgeblich sind die täglichen Aktualisierungen von IMF PortWatch für die Straße von Hormus bis einschließlich 31. Juli 2026 sowie jede offizielle Meldung über eine Entspannung der Sicherheitslage am Golf, etwa durch diplomatische Vereinbarungen zwischen den beteiligten Staaten. Zu beachten ist zudem die Datenlag-Klausel: Bleibt eine PortWatch-Veröffentlichung bis kurz nach dem Stichtag aus, greift automatisch die Nein-Abrechnung. Das Settlement selbst erfolgt am 1. August 2026.

Häufige Fragen

Was genau muss passieren, damit dieser Kontrakt mit Ja abgerechnet wird, und bis wann?
IMF PortWatch muss bis einschließlich 31. Juli 2026 einen gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt von mindestens 60 Schiffsanläufen durch die Straße von Hormus veröffentlichen. Geschieht dies nicht, wird der Kontrakt mit Nein abgerechnet. Das Settlement selbst erfolgt am 1. August 2026.
Was bedeutet ein Marktpreis nahe 1 % konkret?
Ein Preis nahe 1 % zeigt, dass die Marktteilnehmer das Ereignis für sehr unwahrscheinlich halten – rechnerisch etwa ein Fall von hundert. Es handelt sich um eine laufend aktualisierte Einschätzung, keine Garantie für den tatsächlichen Ausgang.
Was passiert, wenn IMF PortWatch die Daten nicht rechtzeitig veröffentlicht?
Laut Regelwerk greift in diesem Fall eine Datenlag-Klausel: Liegt bis zum 31. Juli 2026 oder kurz danach keine entsprechende Veröffentlichung vor, wird der Kontrakt automatisch mit Nein abgerechnet.
Warum liegt die Schwelle ausgerechnet bei 60 Schiffsanläufen?
Der Wert von 60 Anläufen im gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt entspricht dem von IMF PortWatch erfassten historischen Normalniveau für die Straße von Hormus. Werte darunter gelten in den Marktregeln als Abweichung von der Normalität.
Warum ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus überhaupt eingeschränkt?
Seit Anfang 2026 haben Spannungen zwischen Iran, Israel und den Vereinigten Staaten die Sicherheitslage in der Golfregion belastet, was Reedereien zu Routenanpassungen und höheren Versicherungskosten veranlasst hat. Dadurch liegen die täglichen Schiffsanläufe unter dem von PortWatch erfassten Normalniveau.
Lässt sich eine Position vor dem Stichtag noch verkaufen?
Ja, bis zum Verfall am 1. August 2026 kann eine gehaltene Position in der Regel jederzeit zum dann aktuellen Marktpreis veräußert werden, sofern ausreichend Gegenpartei-Interesse besteht.

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Ja / Nein