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Wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bis Ende 2026 wieder normal sein?

Auflösung: Aktualisiert:
40%

Marktkonsens

vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance

JaDas Ereignis tritt ein
40%
NeinDas Ereignis tritt nicht ein
60%

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Kalshi-Website öffnenJa 0,40
  • Keine externe Wallet nötig
  • Gas übernommen
Gegenseite kaufenNein 0,61

Kurz gefasst

Der Markt hält eine Rückkehr zu normalem Schiffsverkehr bis Jahresende für eher unwahrscheinlich als wahrscheinlich, auch wenn die Einschätzung noch keineswegs gefestigt ist. Ausschlaggebend ist die anhaltende Unsicherheit über die Sicherheitslage am Golf, die sich in extremen Kursschwankungen seit Markteröffnung niederschlägt. Eine sichtbare Entspannung zwischen Iran, den USA und Israel oder ein klarer Aufwärtstrend in den täglichen IMF-PortWatch-Daten könnte die Einschätzung rasch drehen.

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt zu dieser Frage zahlt 1 US-Dollar, wenn IMF PortWatch bis zum Stichtag einen 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe durch die Straße von Hormus von 60 oder mehr veröffentlicht, und nichts, wenn das nicht der Fall ist. Der Preis eines solchen Kontrakts spiegelt lediglich ein, für wie wahrscheinlich Käufer und Verkäufer dieses Ereignis aktuell halten – ein Kontrakt zu 0,30 US-Dollar würde beispielsweise bedeuten, dass der Markt die Chance auf etwa drei von zehn schätzt, nicht dass irgendjemand das Ergebnis kennt. Maßgeblich ist die Lesart bis zum 31. Dezember 2026 beziehungsweise, je nach Handelsplatz, bis zum 1. Januar 2027; danach wird die Frage endgültig abgerechnet. Wer eine Position hält, kann sie in der Regel vor Fälligkeit jederzeit zum dann gültigen Preis wieder verkaufen.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja40%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,40
Wenn Sie einsetzen $100
$250
Nein60%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,60
Wenn Sie einsetzen $100
$167
0%25%50%75%100%12:0017:3623:1204:4810:2416:00
KonsensKalshi

Wie sich der Preis bewegt hat

Die Notierung eröffnete am 29. Juli 2026 bei 46 %, stieg im weiteren Verlauf bis auf ein Hoch von 61 % und fiel anschließend auf einen Tiefpunkt nahe 38 %, bevor sie sich in den vergangenen 24 Stunden um 2,0 Prozentpunkte auf den aktuellen Konsens von 40 % erholte. Diese Bewegung über eine Spanne von 23 Prozentpunkten innerhalb weniger Tage folgt keinem einzelnen öffentlich dokumentierten Auslöser, den sich eindeutig benennen ließe, sondern spiegelt die Eigenschaften eines sehr jungen, noch dünn gehandelten Marktes zu einem sich schnell wandelnden geopolitischen Thema wider. Eine derart breite Schwankung ist ein Hinweis darauf, dass sich noch kein stabiler Konsens gebildet hat, nicht darauf, dass neue Fakten eine klare Richtung vorgeben.

Hintergrund

Die Straße von Hormus ist mit rund 33 Kilometern Breite an der engsten Stelle einer der wichtigsten Meerengen für den Welthandel: Etwa ein Fünftel der weltweiten Ölexporte und ein Großteil der katarischen Flüssigerdgas-Lieferungen passieren diese Route. Das IMF-Projekt PortWatch, entwickelt gemeinsam mit der Universität Oxford, wertet Satelliten-AIS-Daten aus und veröffentlicht täglich einen gleitenden 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe für zahlreiche globale Meerengen und Häfen, darunter Hormus. Die hier gehandelte Frage unterstellt, dass der Verkehr aktuell unter dem als „normal“ definierten Schwellenwert von 60 Anläufen im 7-Tage-Durchschnitt liegt – sonst gäbe es die Frage nicht. Hintergrund ist eine Periode erhöhter geopolitischer Spannungen in der Golfregion, die Reedereien zu Umleitungen, Verzögerungen oder erhöhter Vorsicht bewogen haben dürfte. Versicherer, Charterer und Regierungen beobachten die Lage in Echtzeit, weil jede Verschärfung unmittelbar Frachtraten und Energiepreise beeinflusst. Betroffene Akteure sind neben Iran, den USA und Israel auch die Golfstaaten, große Tankerreedereien sowie institutionelle Abnehmer von Öl und LNG. Für den Markt zählt allein, ob PortWatch bis zum 31. Dezember 2026 an irgendeinem Tag einen Wert von 60 oder mehr veröffentlicht – nicht, wie sich die politische Lage im Detail entwickelt.

Analyse

Der Handel zu dieser Frage ist erst seit dem 29. Juli 2026 aktiv und damit noch sehr jung – zum jetzigen Zeitpunkt liegen 58 Preispunkte vor, ein für eine derart neue Notierung beachtliches Volumen von 1.575.777 US-Dollar deutet aber auf ernsthaftes Interesse hin. Die Wahrscheinlichkeit startete bei 46 % und bewegte sich seither in einer Spanne von 46 % bis 61 %, ehe sie auf den aktuellen Konsens von 40 % zurückfiel. Innerhalb der letzten 24 Stunden legte sie um 2,0 Prozentpunkte zu, was bedeutet, dass der Markt zwischenzeitlich noch tiefer, nahe 38 %, gehandelt wurde. Eine derartige Bandbreite binnen weniger Tage ist typisch für neue, dünn gehandelte Kontrakte zu einem sich schnell entwickelnden geopolitischen Thema: Jede Nachricht über die Sicherheitslage am Golf kann die Einschätzung kurzfristig stark verschieben, ohne dass sich daraus bereits ein stabiler Konsens ableiten ließe. Entscheidend für die Bewertung ist der Schwellenwert selbst: 60 Anläufe im 7-Tage-Durchschnitt gelten hier als Normalniveau. Dieser Wert ist öffentlich einsehbar und wird täglich aktualisiert, was diese Frage von vielen anderen geopolitischen Prognosen unterscheidet – der Fortschritt lässt sich objektiv nachverfolgen, ohne auf offizielle Verlautbarungen warten zu müssen. Der Umstand, dass der Konsens trotz eines Ausschlags bis 61 % wieder auf 40 % gefallen ist, spricht dafür, dass Marktteilnehmer eine rasche Erholung der Schiffsanläufe zunehmend skeptisch beurteilen, auch wenn sie eine Normalisierung binnen fünf Monaten nicht ausschließen. Hinzu kommt eine methodische Unschärfe: Verschiedene Handelsplätze legen den Stichtag leicht unterschiedlich fest – manche werten den 31. Dezember 2026, andere den 1. Januar 2027 als letzten möglichen Ablesetag. In den meisten Szenarien macht das keinen Unterschied, kann aber bei einer Entwicklung, die sich erst im letzten Dezember-Drittel abzeichnet, relevant werden.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  • Verlauf der Iran-Spannungen

    Jede Deeskalation zwischen Iran, den USA und Israel würde Reedereien tendenziell dazu bewegen, reguläre Routen und Frequenzen wieder aufzunehmen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht. Eine erneute Zuspitzung wirkt in die entgegengesetzte Richtung und dürfte stärker ins Gewicht fallen als einzelne Wirtschaftsdaten.

  • Kriegsrisiko-Versicherungsprämien

    Solange Versicherer für Fahrten durch die Straße von Hormus erhöhte Kriegsrisikozuschläge verlangen, bleibt der Anreiz für Reedereien gering, zur vollen Frequenz zurückzukehren. Sinkende Prämien wären ein frühes, öffentlich beobachtbares Signal für eine echte Normalisierung.

  • IMF-PortWatch-Datenqualität

    Da die Abrechnung ausschließlich auf den täglich veröffentlichten PortWatch-Werten basiert, sind Meldelücken oder methodische Anpassungen des Datensatzes ein eigenständiges Risiko, unabhängig vom tatsächlichen Schiffsverkehr. Ein Ausbleiben qualifizierter Werte bis zum Stichtag führt automatisch zu einer Nein-Abrechnung.

  • Globale Öl- und LNG-Nachfrage

    Ein saisonal oder konjunkturell bedingter Anstieg der Nachfrage nach Golf-Öl und katarischem LNG würde mehr Tankerverkehr erzeugen und die Wahrscheinlichkeit einer Schwellenüberschreitung unabhängig von der Sicherheitslage erhöhen. Ein Nachfragerückgang wirkt entsprechend dämpfend.

  • Diplomatische Verhandlungen

    Konkrete Verhandlungsfortschritte, etwa zu einem neuen Abkommen oder einer Waffenruhe, würden von Marktteilnehmern als Signal für eine baldige Normalisierung gewertet. Ohne belastbaren Verhandlungsfortschritt dürfte die Risikoprämie in den Preisen bestehen bleiben.

Dafür spricht

  • Wenn sich die Sicherheitslage zwischen Iran, den USA und Israel bis Herbst 2026 sichtbar entspannt, dürften Reedereien und Versicherer ihre Vorsicht schrittweise aufgeben.
  • Sollte der 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe laut IMF PortWatch bereits jetzt einen Aufwärtstrend zeigen, genügt eine moderate weitere Erholung, um die Schwelle von 60 vor dem 31. Dezember 2026 zu erreichen.
  • Eine diplomatische Einigung oder ein glaubwürdiger Deeskalationsschritt vor Jahresende würde die Risikoprämien für Golf-Transite rasch senken können.
  • Da die Frist bis Ende 2026 reicht, bleibt selbst nach einer möglichen Zuspitzung im Spätsommer noch Zeit für eine Erholung im vierten Quartal.

Dagegen spricht

  • Wenn die Spannungen am Golf bis in den Dezember 2026 anhalten oder sich verschärfen, dürften Kriegsrisikoprämien und Umleitungen bestehen bleiben und den Durchschnitt unter 60 halten.
  • Bleiben belastbare diplomatische Fortschritte aus, haben Reedereien wenig Anreiz, ihre vorsichtige Routenplanung vor Jahresende aufzugeben.
  • Sollte IMF PortWatch aus methodischen oder technischen Gründen keinen qualifizierten Wert bis zum Stichtag veröffentlichen, resolviert der Markt unabhängig von der tatsächlichen Lage mit Nein.
  • Die bisherige Kursbewegung von einem Hoch bei 61 % zurück auf 40 % deutet darauf hin, dass frühere Hoffnungen auf rasche Normalisierung bereits einmal korrigiert wurden.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Kalshi-Website öffnenJa 0,40
  • Keine externe Wallet nötig
  • Gas übernommen

Handelsplätze (1)

Wahrscheinlichkeit

  • Verkehr in der Straße von Hormuz normalisiert sich bis zum 31. Dezember?52%
  • Vor dem 1. Januar 202740%

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
IMF PortWatch
Auflösungsdatum

Grundlage der Abrechnung ist ausschließlich der von IMF PortWatch veröffentlichte 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe (Container-, Massengut-, Ro-Ro-, Stückgut- und Tankschiffe) durch die Straße von Hormus. Erreicht oder übersteigt dieser Durchschnitt an einem beliebigen Tag bis zum 31. Dezember 2026 den Wert 60, resolviert der Markt bei Kalshi mit Ja. Wird bis zu diesem Datum kein solcher Wert veröffentlicht, resolviert der Markt mit Nein, endgültig zum 1. Januar 2027; einzelne Handelsplätze können abweichend den 1. Januar 2027 selbst als letzten Ablesetag werten.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Für die deutsche Volkswirtschaft ist die Straße von Hormus keine abstrakte geopolitische Randnotiz: Ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Rohöls und katarischen Flüssiggases passiert diese Route, bevor es teilweise über Terminals in Rotterdam, Wilhelmshaven oder Brunsbüttel nach Deutschland weiterverteilt wird. Anhaltend gestörter Schiffsverkehr am Golf würde sich über höhere Öl- und Gaspreise unmittelbar in den Energiekosten deutscher Industriebetriebe und Haushalte sowie in der von der EZB beobachteten Kerninflation niederschlagen. Für die exportorientierte deutsche Industrie, die auf verlässliche und kalkulierbare Frachtrouten angewiesen ist, ist eine Normalisierung des Hormus-Verkehrs damit auch eine Frage der eigenen Lieferketten- und Kostenplanung.

Worauf zu achten ist

Maßgeblich sind die täglich aktualisierten Werte des IMF-PortWatch-Dashboards zur Straße von Hormus, die öffentlich einsehbar sind und den Fortschritt in Richtung der Schwelle von 60 unmittelbar sichtbar machen. Daneben verdienen jede Entwicklung in den Beziehungen zwischen Iran, den USA und Israel, mögliche OPEC+-Beschlüsse mit Einfluss auf die Tankernachfrage sowie der endgültige Ablesezeitraum zum Jahreswechsel 2026/2027 Beachtung, da einzelne Handelsplätze den 31. Dezember 2026 und andere den 1. Januar 2027 als letzten gültigen Stichtag verwenden.

Häufige Fragen

Was genau entscheidet über Ja oder Nein, und wann steht das Ergebnis fest?
Maßgeblich ist ausschließlich der von IMF PortWatch veröffentlichte 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe durch die Straße von Hormus. Erreicht oder übersteigt dieser Wert an irgendeinem Tag bis zum 31. Dezember 2026 die Marke von 60, resolviert der Markt mit Ja; andernfalls mit Nein, endgültig zum 1. Januar 2027.
Was bedeutet der aktuell angezeigte Preis konkret?
Der Preis ist keine Prognose eines Experten, sondern das Ergebnis von Angebot und Nachfrage unter den Marktteilnehmern und spiegelt deren kollektive Einschätzung der Wahrscheinlichkeit wider. Er verändert sich, sobald neue Informationen zur Sicherheitslage oder zu den PortWatch-Daten bekannt werden.
Was passiert, wenn die Datenlage am Stichtag unklar ist oder PortWatch verspätet veröffentlicht?
Jeder Handelsplatz sieht eine kurze Nachfrist nach dem offiziellen Stichtag vor, innerhalb derer ein qualifizierter Wert noch nachgereicht werden kann. Liegt auch dann keine ausreichende Veröffentlichung vor, resolviert der Markt regelbasiert mit Nein.
Warum unterscheiden sich die Stichtage zwischen den Handelsplätzen?
Manche Plattformen werten den 31. Dezember 2026 als letzten möglichen Tag, andere den 1. Januar 2027. Der Unterschied ist in der Praxis meist irrelevant, kann aber bei einer Entwicklung erst in den letzten Dezembertagen den Ausschlag geben.
Warum gilt ein Wert von 60 als Schwelle für Normalität?
Der Schwellenwert von 60 Anläufen im 7-Tage-Durchschnitt wurde von den Marktbetreibern als Referenzgröße für ein als normal geltendes Verkehrsaufkommen durch die Straße von Hormus festgelegt und orientiert sich an historischen PortWatch-Daten für diese Meerenge.
Wie hängt diese Frage mit dem Ölpreis zusammen?
Ein anhaltend niedriger Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gilt allgemein als Indikator für Angebotsrisiken bei Öl und LNG, während eine Normalisierung tendenziell als Entspannungssignal für die Energiemärkte gelesen wird. Die Marktbewertung dieser Frage und die Ölpreisentwicklung dürften daher in der Tendenz gegenläufig auf dieselben Nachrichten reagieren.

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40 %/ 61 %
Ja / Nein