Wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bis Ende 2026 wieder normal sein?
vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance
- Ja — Das Ereignis tritt ein
- 40%
- Nein — Das Ereignis tritt nicht ein
- 60%
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
Kurz gefasst
Der Markt hält eine Rückkehr zu normalem Schiffsverkehr bis Jahresende für eher unwahrscheinlich als wahrscheinlich, auch wenn die Einschätzung noch keineswegs gefestigt ist. Ausschlaggebend ist die anhaltende Unsicherheit über die Sicherheitslage am Golf, die sich in extremen Kursschwankungen seit Markteröffnung niederschlägt. Eine sichtbare Entspannung zwischen Iran, den USA und Israel oder ein klarer Aufwärtstrend in den täglichen IMF-PortWatch-Daten könnte die Einschätzung rasch drehen.
Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Hintergrund
Analyse
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Verlauf der Iran-Spannungen
Jede Deeskalation zwischen Iran, den USA und Israel würde Reedereien tendenziell dazu bewegen, reguläre Routen und Frequenzen wieder aufzunehmen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht. Eine erneute Zuspitzung wirkt in die entgegengesetzte Richtung und dürfte stärker ins Gewicht fallen als einzelne Wirtschaftsdaten.
Kriegsrisiko-Versicherungsprämien
Solange Versicherer für Fahrten durch die Straße von Hormus erhöhte Kriegsrisikozuschläge verlangen, bleibt der Anreiz für Reedereien gering, zur vollen Frequenz zurückzukehren. Sinkende Prämien wären ein frühes, öffentlich beobachtbares Signal für eine echte Normalisierung.
IMF-PortWatch-Datenqualität
Da die Abrechnung ausschließlich auf den täglich veröffentlichten PortWatch-Werten basiert, sind Meldelücken oder methodische Anpassungen des Datensatzes ein eigenständiges Risiko, unabhängig vom tatsächlichen Schiffsverkehr. Ein Ausbleiben qualifizierter Werte bis zum Stichtag führt automatisch zu einer Nein-Abrechnung.
Globale Öl- und LNG-Nachfrage
Ein saisonal oder konjunkturell bedingter Anstieg der Nachfrage nach Golf-Öl und katarischem LNG würde mehr Tankerverkehr erzeugen und die Wahrscheinlichkeit einer Schwellenüberschreitung unabhängig von der Sicherheitslage erhöhen. Ein Nachfragerückgang wirkt entsprechend dämpfend.
Diplomatische Verhandlungen
Konkrete Verhandlungsfortschritte, etwa zu einem neuen Abkommen oder einer Waffenruhe, würden von Marktteilnehmern als Signal für eine baldige Normalisierung gewertet. Ohne belastbaren Verhandlungsfortschritt dürfte die Risikoprämie in den Preisen bestehen bleiben.
Dafür spricht
- Wenn sich die Sicherheitslage zwischen Iran, den USA und Israel bis Herbst 2026 sichtbar entspannt, dürften Reedereien und Versicherer ihre Vorsicht schrittweise aufgeben.
- Sollte der 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe laut IMF PortWatch bereits jetzt einen Aufwärtstrend zeigen, genügt eine moderate weitere Erholung, um die Schwelle von 60 vor dem 31. Dezember 2026 zu erreichen.
- Eine diplomatische Einigung oder ein glaubwürdiger Deeskalationsschritt vor Jahresende würde die Risikoprämien für Golf-Transite rasch senken können.
- Da die Frist bis Ende 2026 reicht, bleibt selbst nach einer möglichen Zuspitzung im Spätsommer noch Zeit für eine Erholung im vierten Quartal.
Dagegen spricht
- Wenn die Spannungen am Golf bis in den Dezember 2026 anhalten oder sich verschärfen, dürften Kriegsrisikoprämien und Umleitungen bestehen bleiben und den Durchschnitt unter 60 halten.
- Bleiben belastbare diplomatische Fortschritte aus, haben Reedereien wenig Anreiz, ihre vorsichtige Routenplanung vor Jahresende aufzugeben.
- Sollte IMF PortWatch aus methodischen oder technischen Gründen keinen qualifizierten Wert bis zum Stichtag veröffentlichen, resolviert der Markt unabhängig von der tatsächlichen Lage mit Nein.
- Die bisherige Kursbewegung von einem Hoch bei 61 % zurück auf 40 % deutet darauf hin, dass frühere Hoffnungen auf rasche Normalisierung bereits einmal korrigiert wurden.
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Keine externe Wallet nötig
- Gas übernommen
Handelsplätze (1)
- KalshiEmpfohlenJa40%0,40
- Volumen (24 Std.)
- 3532,5 $
- Gebühr
- 1,67 %
Wahrscheinlichkeit
- Verkehr in der Straße von Hormuz normalisiert sich bis zum 31. Dezember?52%
- Vor dem 1. Januar 202740%
Auflösungsregeln
Grundlage der Abrechnung ist ausschließlich der von IMF PortWatch veröffentlichte 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe (Container-, Massengut-, Ro-Ro-, Stückgut- und Tankschiffe) durch die Straße von Hormus. Erreicht oder übersteigt dieser Durchschnitt an einem beliebigen Tag bis zum 31. Dezember 2026 den Wert 60, resolviert der Markt bei Kalshi mit Ja. Wird bis zu diesem Datum kein solcher Wert veröffentlicht, resolviert der Markt mit Nein, endgültig zum 1. Januar 2027; einzelne Handelsplätze können abweichend den 1. Januar 2027 selbst als letzten Ablesetag werten.
Berechnungsmethodik →Lokaler Bezug
Worauf zu achten ist
Häufige Fragen
- Was genau entscheidet über Ja oder Nein, und wann steht das Ergebnis fest?
- Maßgeblich ist ausschließlich der von IMF PortWatch veröffentlichte 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsanläufe durch die Straße von Hormus. Erreicht oder übersteigt dieser Wert an irgendeinem Tag bis zum 31. Dezember 2026 die Marke von 60, resolviert der Markt mit Ja; andernfalls mit Nein, endgültig zum 1. Januar 2027.
- Was bedeutet der aktuell angezeigte Preis konkret?
- Der Preis ist keine Prognose eines Experten, sondern das Ergebnis von Angebot und Nachfrage unter den Marktteilnehmern und spiegelt deren kollektive Einschätzung der Wahrscheinlichkeit wider. Er verändert sich, sobald neue Informationen zur Sicherheitslage oder zu den PortWatch-Daten bekannt werden.
- Was passiert, wenn die Datenlage am Stichtag unklar ist oder PortWatch verspätet veröffentlicht?
- Jeder Handelsplatz sieht eine kurze Nachfrist nach dem offiziellen Stichtag vor, innerhalb derer ein qualifizierter Wert noch nachgereicht werden kann. Liegt auch dann keine ausreichende Veröffentlichung vor, resolviert der Markt regelbasiert mit Nein.
- Warum unterscheiden sich die Stichtage zwischen den Handelsplätzen?
- Manche Plattformen werten den 31. Dezember 2026 als letzten möglichen Tag, andere den 1. Januar 2027. Der Unterschied ist in der Praxis meist irrelevant, kann aber bei einer Entwicklung erst in den letzten Dezembertagen den Ausschlag geben.
- Warum gilt ein Wert von 60 als Schwelle für Normalität?
- Der Schwellenwert von 60 Anläufen im 7-Tage-Durchschnitt wurde von den Marktbetreibern als Referenzgröße für ein als normal geltendes Verkehrsaufkommen durch die Straße von Hormus festgelegt und orientiert sich an historischen PortWatch-Daten für diese Meerenge.
- Wie hängt diese Frage mit dem Ölpreis zusammen?
- Ein anhaltend niedriger Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gilt allgemein als Indikator für Angebotsrisiken bei Öl und LNG, während eine Normalisierung tendenziell als Entspannungssignal für die Energiemärkte gelesen wird. Die Marktbewertung dieser Frage und die Ölpreisentwicklung dürften daher in der Tendenz gegenläufig auf dieselben Nachrichten reagieren.