Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Analyse
Hintergrund
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Koalitionsspannungen CDU/CSU–SPD
Die Regierung stützt sich auf eine Koalition zweier Parteien mit teils unterschiedlichen Prioritäten in Haushalts- und Sozialpolitik. Eskalierende Streitpunkte in den Haushaltsberatungen für 2027 könnten die Mehrheit im Bundestag in den kommenden Wochen unter Druck setzen und den Preis nach oben treiben.
Verfassungshürde Artikel 67 GG
Ein konstruktives Misstrauensvotum verlangt, dass der Bundestag im selben Akt einen Nachfolger mit absoluter Mehrheit wählt. Dieser Mechanismus ist seit 1949 nur 1982 erfolgreich angewendet worden, was die strukturelle Hürde für ein Ja erheblich erhöht und den Preis strukturell dämpft.
Kurzes verbleibendes Zeitfenster
Bis zum 31. Oktober 2026 verbleiben ab jetzt nur noch rund sechs Wochen. Rein mechanisch begrenzt dies die Zeit, in der sich eine politische Krise bis zu Rücktritt oder Abwahl zuspitzen könnte, und wirkt tendenziell preissenkend.
Präzedenzfall Scholz Dezember 2024
Der Verlust der selbst gestellten Vertrauensfrage durch Olaf Scholz und die daraus folgende Neuwahl im Februar 2025 sind ein aktuelles Beispiel dafür, dass ein Regierungswechsel innerhalb einer Legislaturperiode kein rein akademisches Szenario ist. Dieses jüngste Ereignis dürfte einen Teil des Preisniveaus erklären, das über dem historischen Langfrist-Durchschnitt für Kanzlerwechsel liegt.
Dünne Marktliquidität
Mit einem gehandelten Gesamtvolumen von 62.029 US-Dollar auf nur einer Plattform ist der Markt vergleichsweise klein. Einzelne Transaktionen können den Preis überproportional bewegen, was die Aussagekraft kurzfristiger Preisänderungen einschränkt.
Dafür spricht
- Merz müsste vor dem 31. Oktober 2026 eine von ihm selbst gestellte Vertrauensfrage nach Artikel 68 GG verlieren, ohne dass der Bundestag danach eine tragfähige Mehrheit für ihn organisiert.
- Alternativ müsste der Bundestag ein konstruktives Misstrauensvotum nach Artikel 67 GG erfolgreich durchführen und gleichzeitig einen Nachfolger mit absoluter Mehrheit wählen.
- Ein Bruch der Koalition zwischen CDU/CSU und SPD über die Haushaltsberatungen für 2027 im Bundestag könnte einen solchen Vorgang in den verbleibenden Wochen auslösen.
- Bereits eine öffentliche Rücktrittsankündigung vor dem Stichtag würde für ein Ja ausreichen, selbst wenn der Rücktritt selbst erst später vollzogen würde.
Dagegen spricht
- Ein konstruktives Misstrauensvotum ist seit 1949 nur ein einziges Mal erfolgreich gewesen, 1982 gegen Helmut Schmidt, was die verfassungsrechtliche Hürde strukturell hoch hält.
- Mit nur noch rund sechs Wochen bis zum Stichtag bleibt mechanisch wenig Zeit, damit sich eine politische Krise bis zu Rücktritt oder Abwahl zuspitzt.
- Die Koalition aus CDU/CSU und SPD verfügt derzeit über eine arbeitsfähige Mehrheit im Bundestag, ohne dass eine unmittelbare Auflösung öffentlich angekündigt wäre.
- Bis zum heutigen Stand liegt keine Ankündigung eines Rücktritts oder einer Vertrauensfrage vor, die den Fall bereits ausgelöst hätte.
Worauf zu achten ist
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
