Wer wird nach der Knesset-Wahl 2026 Israels Ministerpräsident?
vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance
- Ja — Das Ereignis tritt ein
- 52%
- Nein — Das Ereignis tritt nicht ein
- 48%
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
Kurz gefasst
Der Kontrakt, den diese Seite abbildet, gilt am Markt als klarer Außenseiter: Die Wahrscheinlichkeitsmasse konzentriert sich auf zwei andere Namen im Feld, von denen einer nahe an einem Münzwurf und einer bei etwa einem Drittel gehandelt wird. Entscheidend ist nicht das Wahlergebnis allein, sondern die Koalitionsarithmetik in der 120-köpfigen Knesset – wer 61 Mandate hinter sich versammelt, wird vereidigt, nicht zwingend der Führende der stärksten Liste. Ein glaubwürdiger Bündnispfad zu 61 Sitzen, sichtbar in Listenabsprachen und Ausschlusserklärungen der Parteichefs, wäre die einzige Entwicklung, die diese Einschätzung deutlich verschieben würde.
Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Hintergrund
Analyse
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Koalitionsarithmetik statt Stimmenanteil
Ausschlaggebend sind 61 von 120 Mandaten, nicht der erste Platz. Jede glaubwürdige Zusage oder Absage zwischen Parteichefs verschiebt die Wahrscheinlichkeiten im Feld unmittelbar und kann einzelne Kontrakte um zweistellige Prozentpunkte bewegen. Das ist der stärkste Treiber überhaupt, weil er den Weg ins Amt definiert.
Zeitplan der Regierungsbildung
Vom Wahltag 27. Oktober 2026 bis zur Vereidigung lagen in vergleichbaren Fällen acht bis elf Wochen. Ein langsamer Verlauf schiebt die Vereidigung ins Jahr 2027 und lässt alle Kontrakte über den nominellen Termin hinaus offen. Das wirkt nicht auf die Frage, wer gewinnt, aber auf den Zeitpunkt der Abrechnung.
Möglichkeit einer vorgezogenen Wahl
Israel hatte zwischen April 2019 und November 2022 fünf Parlamentswahlen. Löst sich die Knesset vor dem 27. Oktober 2026 auf, gelten die Regeln ausdrücklich für die dann folgende Wahl. Ein solcher Bruch würde die Verteilung im Kandidatenfeld neu ordnen und wäre der wahrscheinlichste Auslöser für abrupte Preissprünge.
Rolle des Staatspräsidenten
Der Präsident entscheidet nach Fraktionskonsultationen, wer den Bildungsauftrag erhält, und kann ihn nach 28 plus 14 Tagen weitergeben. Diese Ermessensentscheidung kann einen Kandidaten mit schwächerem Ergebnis nach vorn bringen und erklärt, warum Außenseiterkontrakte nicht bei null notieren.
Sicherheits- und Justizlage
Regionale Eskalation oder Verfahren gegen Amtsträger verschieben in Israel erfahrungsgemäß die Blockbildung schneller als Wirtschaftsthemen. Die Richtung ist offen: Krisen haben in der Vergangenheit sowohl Amtsinhaber gestützt als auch breite Gegenbündnisse ermöglicht.
Dafür spricht
- Der Kontrakt zahlt nur, wenn die benannte Person nach der Wahl vom 27. Oktober 2026 – oder nach einer stattdessen abgehaltenen vorgezogenen Wahl – formell berufen und vereidigt wird.
- Dafür müsste sie erkennbar über einen Pfad zu 61 Mandaten verfügen, etwa als Kandidatin oder Kandidat einer Rotationsvereinbarung, wie sie 2021 zwischen Naftali Bennett und Jair Lapid vereinbart wurde.
- Ein Auftrag des Staatspräsidenten zur Regierungsbildung innerhalb der Frist von 28 plus 14 Tagen wäre das entscheidende Zwischensignal.
- Ein Scheitern des Favoriten bei der Bildung einer Koalition würde Wahrscheinlichkeitsmasse aus dem oberen Feld in die zweite Reihe umleiten.
Dagegen spricht
- Zwei Kontrakte binden mit rund 52 und rund 34 Prozent den Großteil der Wahrscheinlichkeit; jeder weitere Name konkurriert um einen Rest, der bereits im einstelligen Bereich liegt.
- Ohne Zugriff auf eine der großen Listen fehlt praktisch jede Basis, aus der sich 61 Mandate konstruieren lassen.
- Übergangs- und Amtsverweser zählen ausdrücklich nicht, sodass eine kommissarische Amtsführung während langer Koalitionsverhandlungen keinen Kontrakt bedient.
- Verzögert sich die Vereidigung über den 31. Dezember 2026 hinaus, bleibt die Frage offen, ohne dass sich für Außenseiter etwas verbessert.
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
- keine Handelsgebühr
Handelsplätze (1)
- PolymarketEmpfohlenJa52%0,52
- Volumen (24 Std.)
- 2145,8 $
- Gebühr
- 0%
Wahrscheinlichkeit
- Wird Gadi Eizenkot der nächste Premierminister Israels?52%
- Wird Benjamin Netanjahu der nächste Premierminister Israels?35%
- Wird Naftali Bennett der nächste Premierminister Israels?7%
- Wird Avigdor Lieberman der nächste Premierminister Israels?4%
- Wird Itamar Ben Gvir der nächste Premierminister Israels?0%
- Wird Amir Ohana der nächste Premierminister Israels?0%
- Wird Gideon Sa’ar der nächste Premierminister Israels?0%
- Wird Yoaz Hendel der nächste Premierminister Israels?0%
- Wird Yariv Levin der nächste Premierminister Israels?0%
- Wird Gilad Erdan der nächste Premierminister Israels?0%
- Wird Benny Gantz der nächste Premierminister Israels?0%
- Wird Yossi Cohen der nächste Premierminister Israels?0%
Auflösungsregeln
Maßgeblich ist, wer nach der Knesset-Wahl – planmäßig am 27. Oktober 2026, andernfalls nach einer stattdessen abgehaltenen vorgezogenen Wahl – formell zum Ministerpräsidenten Israels berufen und vereidigt wird. Quelle sind offizielle Bekanntgaben der israelischen Regierung und der Knesset, ergänzt um den Konsens glaubwürdiger Berichterstattung. Amtierende Übergangsregierungschefs und kommissarische Amtsträger werden nicht gewertet. Als Abrechnungstermin ist der 31. Dezember 2026 vorgesehen; ist bis zum 31. Dezember 2027 niemand in diesem Sinne vereidigt worden, löst der Markt auf "Andere" auf. Alle hier ausgewerteten Kontrakte werden auf Polymarket gehandelt und folgen derselben Regelgrundlage; Preisunterschiede zwischen den einzelnen Kontrakten spiegeln daher unterschiedliche Kandidaten, nicht unterschiedliche Abrechnungsquellen.
Berechnungsmethodik →Lokaler Bezug
Worauf zu achten ist
Häufige Fragen
- Was genau entscheidet über die Abrechnung?
- Abgerechnet wird auf die Person, die nach der Knesset-Wahl formell zum Ministerpräsidenten berufen und vereidigt wird. Grundlage sind offizielle Mitteilungen der israelischen Regierung und der Knesset, gestützt durch übereinstimmende Berichterstattung glaubwürdiger Medien. Vorgesehener Abrechnungstermin ist der 31. Dezember 2026.
- Was bedeutet ein Preis von beispielsweise 0,30 US-Dollar?
- Er entspricht einer vom Markt eingeschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit von etwa 30 Prozent, also drei von zehn Fällen. Tritt das Ereignis ein, wird der Kontrakt mit 1 US-Dollar bewertet, andernfalls verfällt er. Die Preise der einzelnen Kandidatenkontrakte summieren sich näherungsweise auf eins.
- Was passiert, wenn die Regierungsbildung länger dauert?
- Übergangs- oder Amtsverweser zählen ausdrücklich nicht. Zieht sich die Koalitionsbildung über den Jahreswechsel, bleibt die Frage offen, bis tatsächlich jemand vereidigt wird; erst wenn bis zum 31. Dezember 2027 niemand vereidigt wurde, löst der Markt auf "Andere" auf. Nach den Wahlen 2021 und 2022 lagen zwischen Wahltag und Vereidigung acht bis elf Wochen.
- Und wenn vor Oktober 2026 vorgezogen gewählt wird?
- Die Regeln sehen diesen Fall vor: Findet statt der für den 27. Oktober 2026 geplanten Wahl eine früherer Wahl statt, gilt die Person, die nach dieser Wahl vereidigt wird. Angesichts fünf Wahlen zwischen 2019 und 2022 ist das kein theoretischer Fall.
- Warum kann jemand Ministerpräsident werden, dessen Partei nicht die meisten Sitze hat?
- Weil das Amt an einer Mehrheit von 61 Mandaten hängt, nicht an Platz eins. 2021 blieb der Likud stärkste Kraft, vereidigt wurde am 13. Juni 2021 Naftali Bennett, dessen Partei sieben Sitze hielt, weil er ein breites Bündnis zusammenbrachte. Der Staatspräsident vergibt den Bildungsauftrag an denjenigen mit den besten Mehrheitsaussichten.
- Warum liegen die Preise über die Kontrakte hinweg so weit auseinander?
- Es handelt sich nicht um einen einzelnen binären Markt, sondern um ein Feld: Jeder Name hat einen eigenen Kontrakt. Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Kontrakt liegen 52,3 Prozentpunkte, weil zwei Kandidaten den Großteil der Wahrscheinlichkeit binden und viele weitere praktisch bei null notieren.