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Wird der Waffenstillstand zwischen Israel und Iran bis zum 30. November 2026 halten?

Auflösung: Aktualisiert:

Kurz gefasst

Der Markt hält ein Andauern der Waffenruhe bis Ende November 2026 für deutlich wahrscheinlicher als einen Bruch, allerdings mit spürbarer Unsicherheit. Ausschlaggebend ist, dass seit der Vereinbarung keine der beiden Seiten einen direkten Luft- oder Raketenschlag gegen die andere geführt hat. Ein einzelner bestätigter Angriff durch Israel oder Iran würde die Einschätzung sofort und vollständig kippen.

Redaktionelle Illustration zum Ereignis: Wird der Waffenstillstand zwischen Israel und Iran bis zum 30. November 2026 halten?

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt auf diese Frage zahlt am Ende genau einen US-Dollar aus, wenn bis zum 30. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, kein qualifizierender Angriff Israels oder Irans gegen das jeweils andere Land registriert wurde, und null, wenn ein solcher Angriff stattfindet. Der aktuelle Preis eines solchen Kontrakts spiegelt lediglich ein, was Käufer und Verkäufer derzeit für die Chance halten, dass dieser Fall eintritt: Ein Kontrakt zu 0,30 US-Dollar würde etwa bedeuten, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit eines Andauerns auf rund drei von zehn Fällen schätzt. Wer eine Position hält, muss nicht bis zum Stichtag warten, sondern kann sie in der Regel jederzeit zum dann geltenden Preis wieder verkaufen. Als Quelle für die Auflösung dienen Reuters-, AP- sowie israelische und iranische offizielle Meldungen über Militärschläge.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja72%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,72
Wenn Sie einsetzen $100
$139
Nein28%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,28
Wenn Sie einsetzen $100
$357

Wahrscheinlichkeit

Die Historie beginnt, sobald das Ereignis erfasst wird

Wie sich der Preis bewegt hat

Der aktuell verfügbare Datenpunkt ist ein Konsens von 72 Prozent, gebildet ausschließlich aus dem Preis auf Polymarket mit einem Gesamtvolumen von 268.205 US-Dollar. Belastbare Angaben zur Kursentwicklung der vergangenen Woche, zur Handelsspanne seit Markteröffnung oder zu einem konkreten Auslöser einer jüngeren Preisbewegung liegen nicht vor, sodass sich eine Bewegung ehrlich nicht rekonstruieren lässt. Ein Preis nahe drei Viertel bei vergleichsweise geringem Volumen deutet auf einen Markt hin, der die Frage für eher, aber nicht restlos entschieden hält, ohne dass sich daraus eine Tendenz der letzten Tage ableiten lässt.

Analyse

Hintergrund

Israel und Iran hatten sich nach einer offenen militärischen Konfrontation im Sommer 2025, die international als zwölftägiger Krieg bekannt wurde, auf eine von den USA vermittelte Waffenruhe verständigt. Seither gilt eine fragile Ordnung: Beide Staaten unterlassen direkte Angriffe auf das jeweils andere Territorium, während Spannungen über das iranische Nuklearprogramm, die Rolle regionaler Milizen wie Hisbollah und Huthi-Kräfte sowie die politische Lage in Teheran und Jerusalem bestehen bleiben. Der hier betrachtete Markt bildet genau diese Frage ab: Bleibt es bis zum 30. November 2026 bei dieser Zurückhaltung, oder kommt es zu einem qualifizierenden Militärschlag. Entscheidend für die Einordnung ist die enge Definition dessen, was als Bruch zählt. Abgefangene Raketen, Aktionen von Milizen, Cyberangriffe oder Vorfälle auf See fließen nicht in die Bewertung ein. Nur ein direkter Luft- oder Boden-Boden-Raketenschlag einer der beiden Regierungen gegen die andere führt zur Auflösung mit Nein. Diese Abgrenzung erklärt, warum kleinere regionale Zwischenfälle den Marktpreis bislang kaum bewegt haben.
Der Konsens über die gehandelten Plätze liegt bei 72 Prozent für ein Andauern der Waffenruhe, gebildet über ein Gesamtvolumen von 268.205 US-Dollar, das vollständig auf Polymarket entfällt. Ein Konsens aus nur einer Handelsplattform bedeutet, dass es derzeit keine Spanne zwischen konkurrierenden Orten gibt, an der sich Meinungsverschiedenheiten unter Marktteilnehmern ablesen ließen; die 72 Prozent sind der Polymarket-Preis selbst, nicht ein Mittelwert mehrerer unabhängiger Einschätzungen. Belastbare historische Daten zu Kursbewegungen über die vergangene Woche oder zur Handelsspanne seit Öffnung liegen für diesen Markt nicht vor, sodass sich eine Aussage über Richtung und Tempo der jüngsten Neubewertung nicht seriös treffen lässt. Inhaltlich spricht für die aktuelle Einschätzung, dass beide Regierungen seit der Vereinbarung erkennbares Interesse an Zurückhaltung gezeigt haben: Irans konventionelle und nukleare Infrastruktur wurde durch die Kämpfe von 2025 spürbar geschwächt, während Israel innenpolitisch keinen Anreiz für eine erneute Eskalation ohne klaren Anlass hat. Die enge Definition eines qualifizierenden Angriffs im Regelwerk – kein Vorfall über Milizen, keine abgefangenen Raketen, keine Cyberoperationen – schafft zusätzlich einen Puffer, der viele denkbare Reibungspunkte gar nicht erst zur Auflösung mit Nein führen lässt. Gegen diese Einschätzung spricht die Vorgeschichte der Region: Einzelne, kurzfristig ausgelöste Luftschläge haben in der jüngeren Vergangenheit wiederholt bestehende Waffenruhen beendet, oft ohne lange Vorwarnzeit, etwa als Reaktion auf einen als Provokation gewerteten Vorfall über einen Stellvertreter. Die verbleibende knappe Restwahrscheinlichkeit von rund 28 Prozent bildet genau dieses Risiko ab: kein Basisszenario, aber ein Faktor, den der Markt nicht ausblendet.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  1. Iranisches Nuklearprogramm

    Fortschritte oder Rückschläge bei der Urananreicherung und der Zugang der IAEA zu iranischen Anlagen sind der wahrscheinlichste Auslöser für einen erneuten israelischen Luftschlag. Jede Meldung über eine als Schwellenüberschreitung gewertete Entwicklung erhöht das Risiko eines Bruchs deutlich.

  2. Aktivität von Hisbollah und Huthi-Kräften

    Angriffe regionaler Milizen zählen laut Regelwerk nicht selbst als qualifizierender Vorfall, können aber eine Kette auslösen, an deren Ende ein direkter Schlag Israels gegen iranisches Territorium steht. Eine Zunahme solcher Vorfälle erhöht das indirekte Risiko, ohne den Marktpreis unmittelbar zu bewegen.

  3. US-Vermittlung

    Die ursprüngliche Waffenruhe kam unter aktiver amerikanischer Beteiligung zustande. Ein Nachlassen des politischen Drucks aus Washington würde die Hemmschwelle für beide Seiten senken und spräche für eine niedrigere Wahrscheinlichkeit eines Andauerns.

  4. Innenpolitische Lage in Israel und Iran

    Eine Regierungskrise in Jerusalem oder Teheran kann kurzfristig den Anreiz für eine demonstrative militärische Aktion erhöhen. Stabile Regierungen auf beiden Seiten wirken dagegen stabilisierend auf die Waffenruhe.

  5. Dünnes Handelsvolumen

    Mit 268.205 US-Dollar Gesamtvolumen auf nur einer Plattform ist der Preis empfindlicher gegenüber einzelnen größeren Positionen als bei liquideren geopolitischen Märkten. Das kann zu schnelleren, nicht immer nachrichtlich begründeten Preisausschlägen führen.

Dafür spricht

  • Seit der Vereinbarung der Waffenruhe wurde kein direkter Luft- oder Raketenschlag Israels oder Irans gegen das jeweils andere Land gemeldet.
  • Irans militärische und nukleare Infrastruktur ist nach den Kämpfen von 2025 geschwächt, was die Kosten einer erneuten offenen Konfrontation für Teheran erhöht.
  • Die enge Definition eines qualifizierenden Vorfalls schließt Milizaktionen, abgefangene Raketen und Cyberoperationen aus und verkleinert damit die Zahl der Ereignisse, die überhaupt zu einem Nein führen könnten.
  • Anhaltendes US-Interesse an Stabilität in der Region wirkt derzeit als zusätzlicher Dämpfer gegen eine Eskalation durch eine der beiden Seiten.

Dagegen spricht

  • Ein als Provokation gewerteter Vorfall über eine Stellvertretermiliz könnte einen direkten israelischen Gegenschlag auf iranisches Gebiet auslösen und damit die Bedingung für ein Nein erfüllen.
  • Neue Erkenntnisse über iranische Anreicherungsfortschritte könnten Israel zu einem präventiven Luftschlag veranlassen, bevor der 30. November 2026 erreicht ist.
  • Die Vorgeschichte der Region zeigt, dass Waffenruhen wiederholt ohne lange Vorwarnzeit durch einzelne militärische Aktionen beendet wurden.
  • Ein politischer Führungswechsel oder eine innenpolitische Krise in Israel oder Iran könnte kurzfristig den Anreiz für eine demonstrative militärische Reaktion erhöhen.

Worauf zu achten ist

Relevanz haben in den kommenden Wochen vor allem Berichte der Internationalen Atomenergie-Organisation über den Zugang zu iranischen Nuklearanlagen, Meldungen von Reuters und AP über Vorfälle an der israelisch-libanesischen oder israelisch-syrischen Grenze mit möglicher iranischer Beteiligung sowie Erklärungen der US-Regierung zur Fortführung ihrer Vermittlerrolle. Jede Bestätigung eines direkten Luft- oder Raketenschlags Israels oder Irans gegen das jeweils andere Land vor dem 30. November 2026 würde die Frage sofort mit Nein auflösen.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,72
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

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Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Polymarket; reporting from Reuters, AP, Israeli and Iranian state/official media on military strikes
Auflösungsdatum

Die Frage löst mit Ja auf, wenn bis zum 30. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, weder Israel noch Iran einen direkten Luft- oder Boden-Boden-Raketenschlag gegen das Gebiet des jeweils anderen Landes ausgeführt hat. Sie löst mit Nein auf, sobald ein solcher Angriff vor diesem Zeitpunkt stattfindet. Als Grundlage dienen Berichte von Reuters, AP sowie israelischen und iranischen offiziellen beziehungsweise staatlichen Medien; abgefangene Raketen, Aktionen von Milizen, Cyberangriffe, Vorfälle auf See und kleinere kurzreichweitige Angriffe zählen dabei ausdrücklich nicht als auflösungsrelevant.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Ein erneuter offener Konflikt zwischen Israel und Iran träfe die deutsche, österreichische und schweizerische Wirtschaft über zwei konkrete Kanäle: steigende Energiepreise durch eine mögliche Störung der Öl- und Gasrouten durch die Straße von Hormus, und Unterbrechungen der Schifffahrt im Roten Meer und im Persischen Golf, über die ein erheblicher Teil der Container- und Energieströme nach Europa läuft. Beides würde sich unmittelbar auf Energiekosten für die energieintensive deutsche Industrie und auf Lieferketten exportorientierter Unternehmen auswirken.

Häufige Fragen

Wer entscheidet, ob die Frage mit Ja oder Nein aufgelöst wird, und wann?
Die Auflösung erfolgt anhand von Berichten von Reuters, AP sowie israelischen und iranischen offiziellen beziehungsweise staatlichen Medien über Militärschläge. Stichtag ist der 30. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit.
Was bedeutet der aktuell angezeigte Prozentwert konkret?
Er zeigt, wie hoch die Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit eines Andauerns der Waffenruhe bis zum Stichtag derzeit einschätzen, ausgedrückt als Preis eines Kontrakts, der bei Eintreten einen US-Dollar auszahlt. Der Wert ändert sich mit jeder neuen Transaktion und ist kein festes Prognoseergebnis.
Zählt jeder militärische Zwischenfall als Bruch der Waffenruhe?
Nein. Abgefangene Raketen, Aktionen von Milizen wie Hisbollah oder Huthi-Kräften, Cyberangriffe, Vorfälle auf See und kleinere kurzreichweitige Angriffe zählen ausdrücklich nicht. Nur ein direkter Luft- oder Boden-Boden-Raketenschlag einer der beiden Regierungen gegen die andere führt zur Auflösung mit Nein.
Was passiert, wenn ein Vorfall strittig oder die Berichterstattung uneinheitlich ist?
Die Auflösung stützt sich auf die Berichterstattung mehrerer unabhängiger Quellen gemeinsam, nicht auf eine einzelne Meldung. Bei widersprüchlichen ersten Berichten wird typischerweise auf die Bestätigung durch mehrere der genannten Quellen gewartet, bevor die Frage aufgelöst wird.
Warum stammen die Marktdaten hier nur von einer einzigen Plattform?
Für diesen Markt handelt derzeit nur Polymarket ein nennenswertes Volumen; andere große Plattformen bieten aktuell keinen vergleichbaren Kontrakt zu dieser Frage an. Das bedeutet, dass es keine unabhängige zweite Preisquelle zum Abgleich gibt.
Wie hängt diese Frage mit dem iranischen Nuklearprogramm zusammen?
Ein israelischer Präventivschlag gegen iranische Nuklearanlagen wäre ein klassisches Beispiel für einen qualifizierenden Angriff und würde die Frage sofort mit Nein auflösen. Fortschritte Irans bei der Urananreicherung gelten daher als einer der wahrscheinlichsten Auslöser für einen Bruch.

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Ja / Nein