Menü
Welt

Wird der Waffenstillstand zwischen Israel und Iran bis zum 6. November 2026 halten?

Auflösung: Aktualisiert:

Kurz gefasst

Der Markt behandelt ein Fortbestehen des Waffenstillstands praktisch als ausgemacht. Ausschlaggebend ist das enge Zeitfenster: Der Stichtag liegt am Abend des 6. November 2026 nach iranischer Zeit, und bislang liegen keine verifizierten Berichte von Reuters oder AP über einen Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff vor. Ein einziger qualifizierender Angriff in den verbleibenden Stunden würde die Einschätzung sofort kippen.

Redaktionelle Illustration zum Ereignis: Wird der Waffenstillstand zwischen Israel und Iran bis zum 6. November 2026 halten?

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt zu diesem Ereignis zahlt am Ende genau einen US-Dollar aus, wenn die Waffenruhe bis zum 6. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, ohne qualifizierenden Angriff bestanden hat, und null, wenn vorher ein solcher Angriff erfolgt ist. Der gehandelte Preis ist dabei nichts anderes als die aktuelle Einschätzung der Marktteilnehmer, wie wahrscheinlich dieser Fortbestand ist: Ein Kontrakt zu 0,30 US-Dollar würde beispielsweise bedeuten, dass der Markt dem Ereignis eine Chance von etwa drei zu zehn einräumt. Die Entscheidung über Ja oder Nein wird am 7. November 2026 getroffen und stützt sich auf verifizierte Berichte israelischer und iranischer Stellen sowie von Reuters und AP. Wer eine Position hält, kann sie in der Regel vor der endgültigen Abrechnung jederzeit zum dann geltenden Preis wieder verkaufen.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja98%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,98
Wenn Sie einsetzen $100
$102
Nein2%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,02
Wenn Sie einsetzen $100
$5.000

Wahrscheinlichkeit

Die Historie beginnt, sobald das Ereignis erfasst wird

Wie sich der Preis bewegt hat

Der marktübergreifende Konsens liegt aktuell bei 97 Prozent, notiert ausschließlich auf Polymarket bei einem Gesamtvolumen von 441.887 US-Dollar. Weitere historische Vergleichswerte zu Tages- oder Wochenbewegungen liegen für dieses Ereignis nicht vor; belastbar festhalten lässt sich lediglich, dass sich die Einschätzung derzeit auf einem sehr hohen Niveau befindet und nur ein einziger Handelsplatz das Ereignis führt. Eine solche Konzentration bei gleichzeitig hohem Konsenswert ist typisch für Fragestellungen, die kurz vor ihrem Stichtag stehen und bei denen kein neues eskalierendes Ereignis gemeldet wurde.

Analyse

Hintergrund

Das Ereignis fragt, ob die bestehende Waffenruhe zwischen Israel und Iran bis zum Abend des 6. November 2026 ohne einen sogenannten qualifizierenden Angriff bestehen bleibt. Als qualifizierend gelten ausschließlich Luftschläge oder Boden-Boden-Raketenangriffe, die das jeweils andere Land direkt treffen. Abgefangene Flugkörper, Marine- oder Artilleriefeuer, Bodeninfiltrationen, Cyberangriffe und Feuer mit Handwaffen zählen ausdrücklich nicht als Bruch der Waffenruhe. Diese enge Definition ist zentral für das Verständnis der Marktlage: Viele Formen militärischer Reibung zwischen den beiden Staaten, die in der Berichterstattung Aufsehen erregen könnten, lösen kein Nein-Ergebnis aus. Festgestellt wird der Ausgang nicht durch eine einzelne Behörde, sondern durch verifizierte Erklärungen israelischer und iranischer offizieller Stellen sowie durch internationale Nachrichtenagenturen, namentlich Reuters und AP. Das bedeutet, dass im Zweifel die übereinstimmende Berichterstattung dieser Agenturen den Ausschlag gibt, nicht eine einseitige Behauptung einer der beiden Konfliktparteien.
Der marktübergreifende Konsens liegt bei 97 Prozent, gehandelt wird dieses Ereignis derzeit ausschließlich auf Polymarket mit einem Gesamtvolumen von 441.887 US-Dollar. Das ist für ein geopolitisches Ereignis dieser Tragweite ein eher moderates Volumen, was dafür spricht, dass die Fragestellung inzwischen als weitgehend entschieden gilt und kaum noch neue Positionen aufgebaut werden – ein Markt, der stark umkämpft wäre, würde typischerweise deutlich mehr Umsatz und eine breitere Streuung über mehrere Handelsplätze zeigen. Da nur ein einziger Handelsplatz notiert, existiert aktuell keine Differenz zwischen Anbietern, die auf unterschiedliche Informationslagen hindeuten würde; der Preis spiegelt also eine einzige, in sich konsistente Markteinschätzung wider. Entscheidend für die Höhe dieser Einschätzung ist die bewusst enge Fassung dessen, was als Bruch der Waffenruhe zählt: Nur ein direkter Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff löst ein Nein aus, während abgefangene Flugkörper, Artilleriefeuer, Bodeninfiltrationen oder Cyberangriffe explizit ausgeschlossen sind. Diese Schwelle ist hoch genug, dass viele Formen militärischer Spannung, die in den vergangenen Monaten zwischen Israel und Iran aufgetreten sind, das Ergebnis nicht verändern würden. Gleichzeitig läuft die Frist in wenigen Stunden ab, was das verbleibende Risiko eines plötzlichen Umschwungs rein rechnerisch auf ein sehr kurzes Zeitfenster begrenzt. Historisch betrachtet sind Waffenstillstände zwischen Israel und Iran wiederholt unter Spannung geraten, ohne dass es zu dem hier definierten direkten, beidseitig zurechenbaren Angriff kam – ein Muster, das sich in der hohen Marktbewertung dieser engen Fragestellung widerspiegelt.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  1. Enge Eskalationsschwelle

    Nur Luftschläge oder Boden-Boden-Raketenangriffe zählen als qualifizierender Bruch, während Abfangaktionen, Artilleriefeuer, Bodeninfiltrationen und Cyberangriffe ausdrücklich ausgenommen sind. Das reduziert die Zahl der Ereignisse, die das Ergebnis überhaupt kippen könnten, erheblich und stützt die hohe Einschätzung.

  2. Fast abgelaufenes Zeitfenster

    Der Stichtag liegt am 6. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, also innerhalb weniger Stunden nach dem heutigen Datum. Je kürzer die verbleibende Zeit ohne gemeldeten Angriff, desto geringer die statistische Chance auf einen Umschwung.

  3. Fehlen aktueller Agenturmeldungen

    Bislang liegen keine verifizierten Reuters- oder AP-Berichte über einen qualifizierenden Angriff vor. Da die Abrechnung ausdrücklich an solche Berichte gekoppelt ist, bleibt der Status quo so lange maßgeblich, wie diese Meldungen ausbleiben.

  4. Konzentration auf einen Handelsplatz

    Mit 441.887 US-Dollar Volumen ausschließlich auf Polymarket ist der Markt im Vergleich zu stark umkämpften geopolitischen Ereignissen eher ruhig. Das spricht für eine breit geteilte Einschätzung ohne nennenswerten Widerspruch zwischen Marktteilnehmern.

Dafür spricht

  • Bis zum 6. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, darf weder Israel noch Iran einen direkten Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff gegen das jeweils andere Land ausführen.
  • Naval- oder Artilleriefeuer, Bodeninfiltrationen, Cyberangriffe und Feuer mit Handwaffen dürfen in diesem Zeitraum zwar vorkommen, zählen aber nicht gegen den Fortbestand der Waffenruhe.
  • Reuters und AP dürfen bis zum Stichtag keinen qualifizierenden Angriff verifiziert melden, und die offiziellen Stellen beider Länder dürfen keinen solchen Angriff bestätigen.

Dagegen spricht

  • Ein einziger verifizierter Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff einer der beiden Seiten vor dem 6. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, würde das Ereignis sofort mit Nein auflösen.
  • Auch ein Ereignis, das zunächst als Abfangaktion oder Grenzzwischenfall gemeldet wird, könnte bei genauerer Verifizierung durch Reuters oder AP nachträglich als direkter Angriff eingestuft werden.
  • Da die Entscheidung von offiziellen Erklärungen und Agenturberichten abhängt, könnte eine kurzfristige Eskalation in den letzten Stunden vor dem Stichtag noch rechtzeitig vor der Abrechnung am 7. November 2026 erfasst werden.

Worauf zu achten ist

Maßgeblich ist der Stichtag am 6. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, bis zu dem kein qualifizierender Angriff erfolgen darf. Zu beobachten sind in den verbleibenden Stunden ausschließlich verifizierte Meldungen von Reuters und AP sowie offizielle Erklärungen aus Jerusalem und Teheran, da nur diese Quellen für die Abrechnung am 7. November 2026 herangezogen werden. Nicht relevant für das Ergebnis sind gemeldete Abfangaktionen, Artillerie- oder Marinevorfälle, Bodeninfiltrationen und Cyberangriffe, selbst wenn sie in den kommenden Stunden Schlagzeilen machen sollten.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,98
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

Mehr zu diesem Ereignis

Handelsplätze (1)

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Polymarket; verified reports from Israeli and Iranian official statements and international news agencies (Reuters, AP)
Auflösungsdatum

Das Ereignis löst mit Ja auf, wenn bis zum 6. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, weder Israel noch Iran einen direkten Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff gegen das jeweils andere Land ausgeführt hat. Es löst mit Nein auf, sobald ein solcher Angriff verifiziert gemeldet wird. Grundlage der Entscheidung sind ausschließlich verifizierte Berichte israelischer und iranischer offizieller Stellen sowie internationaler Nachrichtenagenturen, namentlich Reuters und AP; abgefangene Flugkörper, Artillerie- oder Marinefeuer, Bodeninfiltrationen, Cyberangriffe und Feuer mit Handwaffen bleiben dabei ausdrücklich unberücksichtigt.

Berechnungsmethodik →

Lokaler Bezug

Eine erneute militärische Eskalation zwischen Israel und Iran würde die Ölpreise und damit mittelbar die Energiekosten in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Druck setzen, da beide Länder für die Sicherheit wichtiger Transportrouten im Nahen Osten relevant sind. Zugleich würde eine Eskalation erfahrungsgemäß Fluchtbewegungen in der Region verstärken, ein Thema, das von deutschen und österreichischen Innen- und Außenpolitikern aufmerksam verfolgt wird. Ein Fortbestand der Waffenruhe hält dieses Risiko hingegen vorerst auf dem aktuellen, als gering eingeschätzten Niveau.

Häufige Fragen

Was entscheidet dieses Ereignis genau und wann?
Entscheidend ist, ob bis zum 6. November 2026, 23:59 Uhr iranischer Zeit, ein direkter Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff zwischen Israel und Iran stattfindet. Die endgültige Abrechnung erfolgt am 7. November 2026 auf Basis verifizierter Berichte von Reuters, AP sowie offizieller israelischer und iranischer Stellen.
Was bedeutet der aktuell angezeigte Preis?
Der Preis entspricht der eingeschätzten Wahrscheinlichkeit der Marktteilnehmer, dass die Waffenruhe bis zum Stichtag ohne qualifizierenden Angriff bestehen bleibt. Ein Preis nahe eins US-Dollar bedeutet, dass der Markt diesen Fortbestand als nahezu sicher einstuft; der genaue Wert ändert sich laufend mit neuen Handelsaktivitäten.
Was zählt überhaupt als Bruch des Waffenstillstands?
Nur ein direkter Luftschlag oder Boden-Boden-Raketenangriff einer der beiden Seiten gegen das jeweils andere Land gilt als qualifizierender Angriff. Abgefangene Flugkörper, Artillerie- oder Marinefeuer, Bodeninfiltrationen, Cyberangriffe und Feuer mit Handwaffen zählen ausdrücklich nicht dazu.
Was passiert, wenn die Lage am Stichtag unklar ist?
Die Abrechnung stützt sich auf verifizierte Berichte von Reuters und AP sowie auf offizielle Erklärungen Israels und Irans. Liegt keine eindeutige Bestätigung eines qualifizierenden Angriffs vor, bleibt der Status einer fortbestehenden Waffenruhe maßgeblich.
Warum ist das gehandelte Volumen vergleichsweise gering?
Mit 441.887 US-Dollar auf einem einzigen Handelsplatz ist das Volumen für ein geopolitisches Ereignis moderat, was zu einer Fragestellung passt, die kurz vor dem Stichtag als weitgehend entschieden gilt. Ein stärker umstrittenes Ereignis würde typischerweise mehr Umsatz und breitere Streuung zeigen.

Verwandte Ereignisse

98 %/ 2 %
Ja / Nein