Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Analyse
Hintergrund
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Kontrolle der Revolutionsgarden
Die IRGC bildet das sicherheitspolitische Rückgrat der Islamischen Republik. Solange ihre Führungsstruktur intakt bleibt, gilt ein struktureller Bruch als äußerst unwahrscheinlich; jedes glaubwürdige Signal öffentlicher Befehlsverweigerung würde die Einschätzung des Marktes stark nach oben bewegen.
Nachfolgefrage Khamenei
Der Oberste Führer ist hochbetagt, ein plötzlicher Machtwechsel könnte eine unkontrollierte Nachfolgekrise auslösen. Solange keine konkreten Anzeichen dafür vorliegen, bleibt dies ein theoretisches, aber nicht eingepreistes Risiko.
Nachwirkungen des Konflikts mit Israel 2025
Der militärische Schlagabtausch im Juni 2025 hat die iranische Infrastruktur beschädigt, aber die innere Kontrollstruktur nicht sichtbar erschüttert. Solange sich daran nichts ändert, spricht dies gegen einen kurzfristigen Umsturz.
Enges Zeitfenster bis 30. September 2026
Die Resolutionsregeln verlangen einen klaren, breit berichteten Bruch innerhalb von nur rund zwei Monaten. Historische Vergleichsfälle struktureller Umbrüche benötigten deutlich mehr Zeit, was die Wahrscheinlichkeit eines rechtzeitigen Ereignisses drückt.
Wirtschaftlicher Druck und Sanktionen
Währungsverfall und Sanktionsdruck erhöhen das Risiko sozialer Unruhen, haben aber in der Vergangenheit wiederholt nicht zu einem Regimewechsel geführt und werden vom Markt entsprechend gering gewichtet.
Dafür spricht
- Die Befehlskette der Revolutionsgarden müsste öffentlich sichtbar zerbrechen oder große Teile der Sicherheitskräfte müssten die Gefolgschaft verweigern.
- Khamenei müsste vor dem 30. September 2026 ausfallen und eine unkontrollierte, von großen Agenturen als Bruch gewertete Nachfolgekrise auslösen.
- Landesweite Proteste müssten sich zu einer international anerkannten Übergangsregierung, einem Revolutionsrat oder einer neuen Verfassung verdichten.
- Reuters, AP und BBC müssten übereinstimmend von einem klaren Ende der bestehenden Führungsstrukturen berichten.
Dagegen spricht
- Die Revolutionsgarden haben auch nach dem Konflikt mit Israel im Juni 2025 die innere Kontrolle behalten, ohne öffentlich bekannte Risse.
- Die Proteste von 2022/23 nach dem Tod von Mahsa Amini haben trotz landesweiter Ausdehnung keinen strukturellen Bruch bewirkt.
- Interne Machtverschiebungen, Nachfolgeregelungen oder Teilverluste an Rebellengruppen zählen laut Regelwerk ausdrücklich nicht als Sturz.
- Das Zeitfenster bis zum 30. September 2026 ist mit rund zwei Monaten historisch sehr kurz für einen derart tiefgreifenden Umbruch.
Worauf zu achten ist
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
- keine Handelsgebühr
