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Fällt das Regime der Islamischen Republik Iran vor 2027?

Auflösung: Aktualisiert:
9%

Marktkonsens

vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance

JaDas Ereignis tritt ein
9%
NeinDas Ereignis tritt nicht ein
91%

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Kurz gefasst

Der Markt behandelt einen Sturz der Islamischen Republik bis zum 31. Dezember 2026 als klar unwahrscheinlich – als Randszenario, nicht als offene Frage. Der wichtigste Grund ist nicht Optimismus über Teheran, sondern die Höhe der Hürde: Nicht Proteste, nicht Sanktionen und ausdrücklich auch nicht ein Führungswechsel nach Chamenei lösen den Kontrakt aus, sondern nur ein sichtbarer Bruch in der Kontinuität von Rahbar-Amt, Wächterrat und klerikal kontrollierten Revolutionsgarden. Deutlich nach oben ginge die Bewertung erst, wenn Teile des Sicherheitsapparats erkennbar überlaufen oder ein externer Schlag die zentrale Kommandostruktur dauerhaft ausschaltet.

Wie der Kontrakt funktioniert

Gehandelt wird ein Kontrakt auf ein Ja/Nein-Ereignis. Er zahlt bei Eintritt des Ereignisses 1 US-Dollar aus und verfällt andernfalls wertlos; der Preis dazwischen ist nichts anderes als die Einschätzung von Käufern und Verkäufern, wie wahrscheinlich der Eintritt ist. Ein Kontrakt zu 0,30 US-Dollar entspräche also der Erwartung, dass das Ereignis in etwa drei von zehn Fällen eintritt – der Abstand zu 1 US-Dollar ist der mögliche Ertrag, der eingesetzte Betrag das mögliche Verlustrisiko. Abgerechnet wird nach dem Stand am 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr New Yorker Zeit, und zwar allein anhand der Frage, ob die Kernstrukturen der Islamischen Republik bis dahin aufgelöst, handlungsunfähig oder durch ein grundlegend anderes Regierungssystem ersetzt wurden. Wer eine Position hält, muss sie nicht bis zur Abrechnung halten: Sie kann in der Regel jederzeit zum dann geltenden Marktpreis wieder verkauft werden.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja9%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,09
Wenn Sie einsetzen $100
$1.111
Nein91%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
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Wenn Sie einsetzen $100
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KonsensPolymarket

Wie sich der Preis bewegt hat

Die verfügbare Kursaufzeichnung ist außergewöhnlich kurz: Sie beginnt am 29. Juli 2026 und umfasst 88 Beobachtungen, die sämtlich bei 91 Prozent liegen – Spanne von 91 bis 91 Prozent, also keine einzige registrierte Bewegung. Diese Reihe bezieht sich der Größenordnung nach auf die Gegenseite des Kontrakts, das Fortbestehen des Systems; die Ja-Seite notiert entsprechend im niedrigen zweistelligen Bereich. Ein Verlauf über Tage oder Wochen, aus dem sich Reaktionen auf einzelne Ereignisse ablesen ließen, existiert in diesen Daten nicht, und es wäre unseriös, eine Bewegung zu erklären, die nicht dokumentiert ist. Was die Daten hergeben, ist eine Aussage über Stabilität innerhalb des erfassten Zeitraums: keine Ausschläge, kein Richtungswechsel. Bei einem Gesamtvolumen von 23.330.371 US-Dollar auf einem einzigen Handelsplatz deutet das auf einen Markt hin, der die Frage derzeit für weitgehend entschieden hält – und der neue Nachrichten erst dann in den Preis übersetzen dürfte, wenn sie den Sicherheitsapparat selbst betreffen.

Hintergrund

Die Islamische Republik besteht seit 1979. Ihr Kern sind drei Institutionen: das Amt des Obersten Führers, seit 1989 von Ali Chamenei ausgeübt, der Wächterrat, der Kandidaturen und Gesetze prüft, sowie die Revolutionsgarden (IRGC) samt Basidsch-Miliz, die dem Rahbar und nicht der Regierung unterstehen. Präsident und Parlament sind diesem Gerüst nachgeordnet – ein Regierungswechsel durch Wahlen berührt es nicht. Das System hat mehrere existenzielle Belastungsproben überstanden: den Krieg gegen den Irak in den 1980er Jahren, die Grüne Bewegung 2009, die Benzinpreisproteste 2019 und die landesweiten Proteste nach dem Tod von Mahsa Amini 2022/23. Jedes Mal folgten Repression, Internetabschaltungen und Massenverhaftungen – und jedes Mal blieb die Struktur intakt. Im Juni 2025 kam ein neuer Belastungstest hinzu: israelische Angriffe auf Nuklear- und Militäranlagen, gezielte Tötungen führender IRGC-Kommandeure, danach US-Schläge auf Anreicherungsanlagen. Nach zwölf Tagen endeten die Kämpfe mit einer Waffenruhe; die Herrschaftsstruktur blieb bestehen. Parallel ist das ökonomische und diplomatische Umfeld hart: Nach dem Zusammenbruch der Wiener Gespräche und der Wiedereinsetzung der UN-Sanktionen über den Snapback-Mechanismus durch die E3 – Deutschland, Frankreich, Großbritannien – ist Iran international weitgehend isoliert. Rial-Verfall, Inflation, Strom- und Wasserknappheit sind chronisch. Hinzu kommt die Nachfolgefrage: Chamenei ist 87 Jahre alt. Genau hier setzen die Kontraktregeln eine scharfe Grenze – ein Nachfolger im gleichen System zählt nicht als Regimefall.

Analyse

Die aggregierte marktimplizite Wahrscheinlichkeit liegt bei rund einem Zehntel. Das ist wenig – aber es ist auch nicht null, und diese Unterscheidung trägt Information. Ein Markt, der ein Systemende innerhalb von fünf Monaten mit etwa einer Chance von eins zu zehn bewertet, sagt: Der Normalfall ist Fortbestand, aber die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs ist hier höher als bei einem beliebigen etablierten Staat in einem beliebigen Halbjahr. Das gesamte gehandelte Volumen liegt bei 23.330.371 US-Dollar – für eine geopolitische Frage ein erheblicher Umfang, der dafür spricht, dass der Preis nicht von einzelnen Order stammt. Gehandelt wird das Ereignis derzeit nur auf einer Plattform, Polymarket; eine Preisdifferenz zwischen Handelsplätzen, die auf abweichende Abrechnungsquellen hindeuten könnte, existiert hier also nicht. Ein Hinweis zur Datenlage, weil sie auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt: Die aufgezeichnete Kursreihe beginnt erst am 29. Juli 2026 und enthält 88 Beobachtungen, die alle bei 91 Prozent liegen – Spanne 91 bis 91 Prozent. Diese Reihe beschreibt nach Lage der Dinge die Gegenseite des Kontrakts, also das Szenario Fortbestand; 100 minus 91 ergibt neun Prozent und damit exakt die Größenordnung, in der die Ja-Seite notiert. Als Verlaufsindikator ist die Historie damit unbrauchbar: Sie deckt einen einzigen Tag ab und zeigt keine Bewegung. Wer eine Trendaussage sucht, findet in diesem Datensatz keine. Inhaltlich entscheidend ist die Definition, nicht die Nachrichtenlage. Für ein Ja müssten Rahbar-Amt, Wächterrat und die klerikale Kontrolle über die IRGC aufgelöst, handlungsunfähig oder ersetzt sein – oder die faktische Souveränität über die Mehrheit der Bevölkerung verloren gehen. Ausdrücklich ausgenommen sind Wahlen, Reformen, Nachfolgeregelungen, interne Machtverschiebungen, teilweise Gebietsverluste sowie Ansprüche von Rebellen- oder Exilgruppen. Das schneidet die plausibelsten Umbruchpfade der nächsten Monate ab. Die statistisch nächstliegende Diskontinuität – der Tod des 87-jährigen Chamenei und eine Nachfolge, die der Expertenrat regelt – erfüllt die Kriterien gerade nicht, solange das System selbst weiterläuft. Diese Asymmetrie ist der stärkste Deckel auf dem Preis. Hinzu kommt die empirische Erfahrung des vergangenen Jahres. Der Zwölftagekrieg im Juni 2025 war der härteste externe Schock seit dem Irakkrieg: Angriffe auf Nuklearanlagen, getötete Spitzenkommandeure der Revolutionsgarden, unterbrochene Luftverteidigung. Das Ergebnis war Repression nach innen, nicht Zerfall. Wer daraus lernt, dass selbst die Ausschaltung von Führungspersonal die Struktur nicht bricht, wird auch für eine erneute Eskalation im zweiten Halbjahr 2026 nur eine begrenzte Wahrscheinlichkeit eines vollständigen Zusammenbruchs ansetzen – und muss zusätzlich einkalkulieren, dass ein Chaosszenario ohne erkennbare Übergangsregierung oder neue Verfassung von der Abrechnung womöglich nicht als klarer Kontinuitätsbruch gewertet würde. Schließlich der Zeitfaktor. Bis zur Abrechnung bleiben rund fünf Monate. Für ein Ja genügt kein Auslöser allein; es braucht Auslöser plus Zusammenbruch plus international übereinstimmende Berichterstattung darüber, dass eine provisorische Regierung, ein Revolutionsrat oder eine neue Ordnung an die Stelle des Bestehenden getreten ist – alles vor dem 31. Dezember 2026. Revolutionen brauchen in der Regel länger als ein Quartal von der Massenmobilisierung bis zur institutionellen Ablösung. Genau diese Verkettungsbedingung, nicht eine Prognose innerer Stabilität, erklärt den größten Teil des niedrigen Niveaus.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  • Kohäsion des Sicherheitsapparats

    Revolutionsgarden, Basidsch und Geheimdienste haben 2009, 2019 und 2022/23 geschlossen repressiv reagiert; kein größerer Verband ist übergelaufen. Solange das so bleibt, drückt dieser Faktor die Wahrscheinlichkeit am stärksten nach unten. Umgekehrt wäre er der einzige Treiber, der den Preis binnen Tagen vervielfachen könnte: Berichte über verweigerte Schießbefehle oder abtrünnige IRGC-Einheiten wären das entscheidende Signal.

  • Militärische Eskalation von außen

    Neue israelische oder amerikanische Schläge erhöhen die Wahrscheinlichkeit, aber weniger stark, als es intuitiv erscheint. Der Juni 2025 hat gezeigt, dass Angriffe auf Nuklearanlagen und die Tötung von Kommandeuren zu Repression, nicht zu Zerfall führten. Eskalation verschiebt das Niveau nach oben, ersetzt aber nicht den innenpolitischen Bruch, den die Regeln verlangen.

  • Wirtschaftsnot und Protestpotenzial

    Rial-Verfall, hohe Inflation sowie chronische Strom- und Wasserengpässe halten das Mobilisierungspotenzial hoch; Auslöser waren in der Vergangenheit meist Preis- oder Subventionsentscheidungen. Dieser Treiber wirkt nach oben, jedoch langsam und mit unklarer Übersetzung in einen Systemwechsel innerhalb von fünf Monaten. Historisch folgte auf jede Protestwelle Repression, nicht Ablösung.

  • Nachfolgefrage Chamenei

    Chamenei ist 87 Jahre alt, ein Wechsel im Rahbar-Amt ist jederzeit möglich. Für diesen Kontrakt wirkt das paradox dämpfend: Eine geordnete Nachfolge durch den Expertenrat ist ausdrücklich kein Regimefall. Nur wenn die Nachfolge offen scheitert und eine Militär- oder Übergangsordnung an ihre Stelle tritt, schlägt der Faktor nach oben um.

  • Definitorische Hürde der Abrechnung

    Die Abrechnung verlangt einen klaren Kontinuitätsbruch, belegt durch weitgehend übereinstimmende internationale Berichterstattung. Ein längerer Bürgerkriegszustand ohne erkennbare neue Zentralgewalt könnte diese Schwelle verfehlen. Dieser Mechanismus wirkt dauerhaft dämpfend und erklärt, warum der Preis auch bei zugespitzter Nachrichtenlage nicht sprunghaft steigen muss.

Dafür spricht

  • Ein erneuter, weitreichender Militärschlag müsste die zentrale Kommandostruktur der Revolutionsgarden nicht nur treffen, sondern dauerhaft handlungsunfähig machen, sodass die Kontrolle über Sicherheitskräfte und Großstädte verloren geht.
  • Es müsste eine landesweite Protestwelle geben, bei der erstmals Teile der Sicherheitskräfte erkennbar die Seiten wechseln – der Faktor, der 2009, 2019 und 2022/23 fehlte.
  • Ein Tod oder Ausfall Chameneis müsste in einen offenen Machtkampf münden, aus dem eine militärische oder provisorische Ordnung außerhalb der klerikalen Verfassungslogik hervorgeht.
  • Der Bruch müsste vor dem 31. Dezember 2026 institutionell sichtbar sein – etwa durch Übergangsregierung, Revolutionsrat oder neue Verfassung –, damit die internationale Berichterstattung ihn übereinstimmend als Ende der Islamischen Republik beschreibt.

Dagegen spricht

  • Das System hat seit 1979 Krieg, Sanktionen, vier große Protestwellen und im Juni 2025 einen zwölftägigen Luftkrieg samt Tötung führender Kommandeure überstanden, ohne dass die Kernstrukturen verloren gingen.
  • Die wahrscheinlichste Diskontinuität der kommenden Monate – eine Nachfolge im Amt des Obersten Führers – ist von den Kriterien ausdrücklich ausgenommen und würde als Nein abgerechnet.
  • Fünf Monate sind für die vollständige Kette aus Auslöser, Machtverlust und Etablierung einer neuen Ordnung eine kurze Frist; historische Systemwechsel brauchten in der Regel länger.
  • Selbst ein Zustand aus Aufstand, Repression und regionaler Fragmentierung ohne neue Zentralgewalt würde die Anforderung eines klaren Kontinuitätsbruchs vermutlich nicht erfüllen.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,09
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

Handelsplätze (1)

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Breiter Konsens der Berichterstattung großer internationaler Nachrichtenmedien über den Status der iranischen Regierung
Auflösungsdatum

Entscheidend ist der Stand am 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr New Yorker Zeit. Die Abrechnung erfolgt nicht anhand einer amtlichen Statistik, sondern anhand eines breiten Konsenses der maßgeblichen internationalen Berichterstattung über den Status der iranischen Regierung. Ja gilt, wenn das Amt des Obersten Führers, der Wächterrat und die klerikale Kontrolle über die Revolutionsgarden aufgelöst, handlungsunfähig oder durch ein grundlegend anderes Regierungssystem ersetzt wurden oder die faktische Souveränität über die Mehrheit der iranischen Bevölkerung verloren haben. Revolution, Bürgerkrieg, Militärputsch und freiwilliger Machtverzicht qualifizieren jeweils nur bei klarem Kontinuitätsbruch, etwa durch Übergangsregierung, Revolutionsrat oder neue Verfassung. Nicht qualifizieren: reguläre Wahlen, Reformen, Nachfolge im Rahbar-Amt, systeminterne Machtverschiebungen, teilweise Gebietsverluste sowie Ansprüche von Rebellen- oder Exilgruppen. Da das Ereignis derzeit nur auf einem Handelsplatz gehandelt wird, gibt es keine abweichenden Abrechnungsquellen, die Preisunterschiede zwischen Plattformen erklären könnten.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Der direkteste Kanal ist der Energiepreis. Iran ist ein bedeutender Ölproduzent, und die Straße von Hormus ist Transitweg für rund ein Fünftel des seewärts gehandelten Öls. Deutschland, Österreich und die Schweiz beziehen kein iranisches Öl, sind aber vollständig dem Weltmarktpreis ausgesetzt: Ein Kontrollverlust in Teheran oder ein Bürgerkriegszustand würde sich über Brent und über LNG-Preise binnen Tagen in den Beschaffungskosten der Industrie und in Tankstellenpreisen niederschlagen – für energieintensive Branchen wie Chemie und Metallverarbeitung der relevanteste Übertragungsweg. Ein Preisschock in dieser Größenordnung würde zudem die Inflationsprojektionen der EZB berühren, mit Folgen für den Zinspfad. Zweitens die europäische Rolle im Nukleardossier: Die E3 – Deutschland, Frankreich, Großbritannien – sind über den Snapback-Mechanismus Vertragspartei des Sanktionsregimes und wären bei jedem Übergangsszenario unmittelbar mit der Frage nach Anerkennung, Sanktionsaussetzung und dem Verbleib angereicherten Materials befasst. Drittens Migration: Iran hat rund 90 Millionen Einwohner und beherbergt selbst Millionen afghanische Flüchtlinge; ein staatlicher Zusammenbruch hätte Bewegungen zur Folge, die über die Türkei auch die europäische Asylpolitik erreichen würden. Genau diese drei Kanäle machen die Frage für diese Leserschaft mehr als eine außenpolitische Randnotiz.

Worauf zu achten ist

Zentral ist der innenpolitische Kalender: der Jahrestag des Todes von Mahsa Amini im September, der in den Vorjahren Mobilisierungsversuche auslöste, sowie jede Entscheidung über Benzin-, Strom- oder Brotsubventionen, die historisch als Protestauslöser wirkte. Auf der außenpolitischen Seite bleiben die quartalsweisen Sitzungen des IAEA-Gouverneursrats und der Umgang mit Inspektionszugängen der Punkt, an dem eine neue Eskalationsrunde ihren Anlauf nehmen würde. Beobachtet werden zudem öffentliche Auftritte Chameneis und Signale des Expertenrats zur Nachfolge, Kursnotierungen des Rial auf dem Freimarkt als Frühindikator für Vertrauensverlust, sowie jede Meldung über Befehlsverweigerung oder Fraktionsbildung innerhalb der Revolutionsgarden. Der harte Endpunkt ist der 31. Dezember 2026, 23:59 Uhr New Yorker Zeit; alles, was danach geschieht, ist für die Abrechnung irrelevant.

Häufige Fragen

Was genau muss geschehen, damit der Kontrakt mit Ja abgerechnet wird?
Die Kernstrukturen der Islamischen Republik – das Amt des Obersten Führers, der Wächterrat und die klerikale Kontrolle über die Revolutionsgarden – müssen bis zum 31. Dezember 2026 aufgelöst, handlungsunfähig oder durch ein grundlegend anderes Regierungssystem ersetzt sein, oder die faktische Souveränität über die Mehrheit der Bevölkerung verloren haben. Revolution, Bürgerkrieg, Militärputsch oder freiwilliger Rücktritt zählen, sofern ein klarer Kontinuitätsbruch erkennbar ist, etwa durch eine Übergangsregierung, einen Revolutionsrat oder eine neue Verfassung. Reformen, Wahlen oder Personalwechsel innerhalb des Systems zählen nicht.
Zählt der Tod Chameneis als Regimefall?
Nein, nicht per se. Eine Nachfolgeregelung durch den Expertenrat ist ein Führungswechsel innerhalb des bestehenden Systems und ausdrücklich ausgenommen. Nur wenn die Nachfolge scheitert und an die Stelle der bisherigen Ordnung eine grundlegend andere Herrschaftsform tritt, wäre das Kriterium erfüllt.
Was bedeutet der angezeigte Preis?
Der Preis ist die aus Angebot und Nachfrage abgeleitete Wahrscheinlichkeit. Ein Kontrakt zu 0,30 US-Dollar entspräche der Erwartung, das Ereignis trete in rund drei von zehn Fällen ein; bei Eintritt zahlt er 1 US-Dollar, andernfalls nichts. Der Preis ist keine Prognose einer Institution, sondern der aktuelle Konsens der Marktteilnehmer und ändert sich mit der Nachrichtenlage.
Wie wird ein unklarer oder unvollendeter Umbruch behandelt?
Maßgeblich ist, ob die große Mehrheit der internationalen Leitmedien einen Bruch in der Kontinuität berichtet. Ein andauernder Aufstand, regionale Kontrollverluste oder ein Bürgerkrieg ohne erkennbare neue Zentralgewalt würden diese Schwelle voraussichtlich nicht erreichen und zu einer Nein-Abrechnung führen. Diese Unschärfe ist ein eigenständiger Grund für das niedrige Preisniveau.
Warum liegt die aufgezeichnete Kurshistorie bei 91 Prozent, wenn der Markt die Frage für unwahrscheinlich hält?
Die dokumentierte Reihe beginnt am 29. Juli 2026, umfasst 88 Beobachtungen und liegt konstant bei 91 Prozent. Der Größenordnung nach beschreibt sie die Gegenseite, also das Fortbestehen des Systems: 100 minus 91 ergibt neun Prozent und entspricht damit dem Niveau, auf dem die Ja-Seite notiert. Als Trendindikator taugt die Reihe nicht, weil sie nur einen einzigen Tag abdeckt und keine Bewegung enthält.
Kann eine Position vor dem 31. Dezember 2026 aufgelöst werden?
Ja. Kontrakte lassen sich in der Regel jederzeit während der Handelszeit zum dann geltenden Marktpreis wieder verkaufen; man ist nicht bis zur Abrechnung gebunden. Wer verkauft, realisiert die Differenz zum Einstandspreis, unabhängig davon, wie das Ereignis später ausgeht.

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