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Wird die USA bis zum 31. Juli 2026 ein Kriegsschiff durch die Straße von Hormuz schicken?

Auflösung: Aktualisiert:
1%

Marktkonsens

vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance

JaDas Ereignis tritt ein
1%
NeinDas Ereignis tritt nicht ein
99%

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Kurz gefasst

Der Markt hält es für unwahrscheinlich, dass diese Frage bis zum Stichtag mit Ja beantwortet wird. Ausschlaggebend ist die enge Abrechnungsregel: Verlangt wird nicht irgendeine Präsenz im Golf, sondern eine von Reuters, AP oder dem Pentagon konkret bestätigte Durchfahrt durch die engste Stelle der Straße zwischen Iran und Oman – und dafür bleibt nur noch gut ein Tag. Eine Änderung käme nur durch eine explizite, kurzfristige Bestätigung einer solchen Durchfahrt vor Ablauf der Frist.

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt zu dieser Frage zahlt 1 US-Dollar aus, wenn bis zum Stichtag eine von glaubwürdigen Quellen bestätigte Durchfahrt eines US-Kriegsschiffs durch die engste Stelle der Straße von Hormuz vorliegt, und null, wenn das nicht der Fall ist. Der gehandelte Preis ist nichts anderes als die aktuelle Einschätzung der Marktteilnehmer, wie wahrscheinlich dieses Ereignis ist: Ein Kontrakt zu 0,30 US-Dollar würde beispielsweise bedeuten, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit auf etwa drei von zehn Fällen schätzt – dies ist ein Beispielwert, nicht der aktuelle Marktstand. Abgerechnet wird auf Basis von Erklärungen des US-Verteidigungsministeriums beziehungsweise der US-Marine oder anhand einer breiten Übereinstimmung großer Nachrichtenagenturen, mit Stichtag 31. Juli 2026. Wer eine Position hält, kann sie in der Regel jederzeit vor der Abrechnung zum dann gültigen Preis wieder verkaufen.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja1%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,01
Wenn Sie einsetzen $100
$10.000
Nein99%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,99
Wenn Sie einsetzen $100
$101
0%25%50%75%100%12:0017:3623:1204:4810:2416:00
KonsensPolymarket

Wie sich der Preis bewegt hat

Bei der ersten Erfassung am 29. Juli 2026 lag die implizite Wahrscheinlichkeit bei 99 Prozent und bewegte sich zunächst in einer Spanne von 96 bis 100 Prozent, bevor sie auf den aktuellen Konsens von 1 Prozent fiel. In den letzten 24 Stunden hat sich daran nichts mehr verändert (0,0 Prozentpunkte), was auf eine bereits abgeschlossene Neubewertung hindeutet. Ein einzelner öffentlich berichteter Auslöser für den scharfen Rückgang lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht benennen; plausibler ist, dass Marktteilnehmer die enge Abrechnungsregel – konkrete Bestätigung einer Durchfahrt durch die engste Stelle, nicht bloße Präsenz im Golf – im Lauf der ersten Handelsstunden neu bewerteten.

Hintergrund

Die Straße von Hormuz ist die engste Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, eingerahmt von iranischem und omanischem Hoheitsgebiet. Durch sie läuft ein erheblicher Teil des weltweit per Schiff transportierten Öls und Flüssiggases, weshalb jede Marineaktivität dort international beobachtet wird. Die US-Marine unterhält mit der in Bahrain stationierten 5. Flotte eine dauerhafte Präsenz in der Region und operiert dort routinemäßig, auch im Rahmen von Freedom-of-Navigation-Einsätzen. Die hier bewertete Marktfrage verlangt nicht nur eine physische Durchfahrt, sondern deren öffentliche Bestätigung durch eine Regierung, das Militär selbst oder eine überwältigende Konsensmeinung glaubwürdiger Nachrichtenagenturen wie Reuters oder AP – und zwar konkret für die engste Stelle der Meerenge, nicht für Bewegungen im weiteren Golf, im Golf von Oman oder im Arabischen Meer. Parallel dazu laufen inhaltsgleiche Märkte für das Vereinigte Königreich, Frankreich und die Niederlande, die dieselbe Abrechnungslogik für deren jeweilige Marinen anwenden. Der Markt wurde erst am 29. Juli 2026 eröffnet und läuft nur bis zum 31. Juli 2026, 23:59 Uhr US-Ostküstenzeit – ein Zeitfenster von wenigen Tagen, in dem sich die Preisfindung entsprechend schnell und stark bewegt hat.

Analyse

Der Preisverlauf dieses Marktes zeigt eine ungewöhnlich scharfe Kehrtwende. Bei der ersten Erfassung am 29. Juli 2026 lag die implizite Wahrscheinlichkeit bei 99 Prozent, und in der Folge bewegte sie sich zunächst in einer Spanne von 96 bis 100 Prozent – ein Markt, der eine Durchfahrt und deren Bestätigung praktisch für sicher hielt, was angesichts der routinemäßigen Präsenz der 5. Flotte im Golf plausibel erscheint. Inzwischen liegt der Konsens über die Handelsplätze hinweg jedoch nur noch bei 1 Prozent, und in den letzten 24 Stunden hat sich daran nichts mehr verändert (0,0 Prozentpunkte). Diese Kombination – ein dramatischer Umschwung, gefolgt von völliger Stabilität – deutet darauf hin, dass die Neubewertung bereits abgeschlossen ist und der Markt seither an seiner neuen Einschätzung festhält. Der Grund für einen solchen Umschwung liegt vermutlich in der Präzision der Abrechnungsregel selbst. Dass US-Kriegsschiffe irgendwo im Persischen Golf, im Golf von Oman oder im Arabischen Meer operieren, ist nahezu gesichert. Verlangt wird aber eine konkret bestätigte Durchfahrt durch die engste Stelle zwischen Iran und Oman – eine geografische Präzision, die in der laufenden Agenturberichterstattung über Marinebewegungen nicht immer geliefert wird. Ein Markt, der zunächst von einer großzügigeren Lesart ausging, korrigiert sich dann scharf nach unten, sobald klar wird, wie eng die Formulierung tatsächlich ist und wie wenig Zeit bis zum Stichtag verbleibt. Mit insgesamt 116 erfassten Preispunkten und einem Handelsvolumen von 99.122 US-Dollar auf einer einzigen Plattform (Polymarket) handelt es sich um einen kleinen, kurzlebigen Markt. Ein Volumen in dieser Größenordnung kann bereits durch wenige Positionen bewegt werden, und da keine zweite Plattform zum Abgleich existiert, lässt sich der Preis nicht gegen eine unabhängige Quelle validieren. Das relativiert die Aussagekraft der 1-Prozent-Marke etwas, ändert aber nichts daran, dass die Marktteilnehmer nach der ersten Korrektur offenbar keinen Anlass mehr sahen, ihre Einschätzung erneut zu verändern.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  • Extrem kurzes Zeitfenster

    Zwischen der Markteröffnung am 29. Juli 2026 und dem Stichtag 31. Juli 2026, 23:59 Uhr Ostküstenzeit, verbleiben nur wenige Tage. Für eine tatsächliche Durchfahrt und deren öffentliche Bestätigung durch Reuters, AP oder das Pentagon bleibt entsprechend wenig Raum, was die Wahrscheinlichkeit stark nach unten drückt.

  • Enge geografische Abrechnungsregel

    Die Frage verlangt explizit eine Durchfahrt durch die engste Stelle zwischen Iran und Oman, nicht nur eine Präsenz im weiteren Golf oder im Arabischen Meer. Diese Präzision ist in der Routine-Berichterstattung über Marinebewegungen selten gegeben und senkt die Chance auf eine eindeutige Bestätigung erheblich.

  • Routinepräsenz der 5. US-Flotte

    Die in Bahrain stationierte 5. Flotte operiert dauerhaft in der Golfregion, was eine physische Durchfahrt an sich nicht unwahrscheinlich macht. Dieser Faktor wirkt der Preisrichtung entgegen, wird aber durch die Berichtspflicht überlagert.

  • Fehlende Bestätigung in den letzten 24 Stunden

    Die Stabilität bei 1 Prozent über den letzten Tag zeigt, dass keine neue Meldung aufgetaucht ist, die eine Bestätigung vor Fristablauf wahrscheinlicher machen würde. Ohne einen solchen Auslöser bleibt der Markt bei seiner aktuellen Einschätzung.

  • Geringe Marktliquidität

    Mit einem Volumen von 99.122 US-Dollar auf nur einer Plattform kann der Preis empfindlich auf einzelne Positionen reagieren. Das schränkt die Belastbarkeit der Prozentzahl ein, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Richtung.

Dafür spricht

  • Eine explizite Erklärung des US-Verteidigungsministeriums, der US-Marine oder ein übereinstimmender Bericht von Reuters und AP müsste eine Durchfahrt durch die engste Stelle der Straße vor dem 31. Juli 2026, 23:59 Uhr Ostküstenzeit, bestätigen.
  • Angesichts der dauerhaften Präsenz der 5. Flotte im Golf ist eine physische Durchfahrt eines Kriegsschiffs an sich nicht unplausibel, selbst wenn sie bislang nicht öffentlich bestätigt wurde.
  • Sollten sich die Spannungen mit Iran kurzfristig zuspitzen, könnte die US-Marine eine demonstrative Durchfahrt gezielt öffentlich machen, um ein politisches Signal zu senden.

Dagegen spricht

  • Mit nur noch gut einem Tag bis zum Stichtag und einem seit 24 Stunden unveränderten Preis von 1 Prozent sieht der Markt aktuell keine bestätigte Durchfahrt und auch kein Anzeichen dafür, dass eine solche unmittelbar bevorsteht.
  • Die Abrechnungsregel verlangt eine geografisch präzise Bestätigung der engsten Stelle zwischen Iran und Oman, ein Detail, das in der Routineberichterstattung über Marinebewegungen häufig fehlt, selbst wenn eine Durchfahrt tatsächlich stattgefunden hat.
  • Der scharfe Rückgang von rund 99 Prozent auf 1 Prozent kurz nach Markteröffnung deutet darauf hin, dass Teilnehmer die ursprüngliche, großzügigere Lesart der Frage korrigiert haben und nun von einem Nein ausgehen.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,01
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

Handelsplätze (1)

Wahrscheinlichkeit

  • Werden die Vereinigten Staaten bis zum 31. Juli 2026 Kriegsschiffe durch die Straße von Hormuz entsenden?1%
  • Wird das Vereinigte Königreich bis zum 31. Juli 2026 Kriegsschiffe durch die Straße von Hormuz entsenden?0%
  • Wird Frankreich bis zum 31. Juli 2026 Kriegsschiffe durch die Straße von Hormuz entsenden?0%
  • Wird die Niederlande bis zum 31. Juli 2026 Kriegsschiffe durch die Straße von Hormuz entsenden?0%

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
U.S. Department of Defense/Navy statements; Reuters, AP, and other major wire service reporting
Auflösungsdatum

Die Frage wird mit Ja abgerechnet, wenn eine Regierung, deren Militär oder eine überwältigende Konsensmeinung glaubwürdiger Berichterstattung – etwa von Reuters oder AP – bestätigt, dass ein US-Kriegsschiff, einschließlich militärischer Versorgungs- oder Frachtschiffe, aber ohne zivile Schiffe, vor dem 31. Juli 2026, 23:59 Uhr US-Ostküstenzeit, die engste Stelle der Straße von Hormuz zwischen Iran und Oman durchquert hat. Bewegungen, die auf den Persischen Golf, den Golf von Oman oder das Arabische Meer beschränkt bleiben, reichen nicht aus. Grundlage sind Erklärungen des US-Verteidigungsministeriums beziehungsweise der US-Marine sowie die Berichterstattung großer Nachrichtenagenturen; separate, gleich aufgebaute Märkte fragen dieselbe Passage für das Vereinigte Königreich, Frankreich und die Niederlande ab.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Durch die Straße von Hormuz läuft ein maßgeblicher Teil des weltweit seewärts gehandelten Öls und Flüssiggases, sodass jede Störung oder militärische Zuspitzung an dieser Passage unmittelbar auf die globalen Energiepreise durchschlägt, an denen sich auch deutsche, österreichische und schweizerische Industrieunternehmen sowie Haushalte über ihre Gas- und Kraftstoffrechnungen orientieren. Eine sichtbare Erhöhung der US-Marinepräsenz in der Meerenge wird in diesem Kontext häufig als Indikator für steigendes Eskalationsrisiko gegenüber Iran gelesen, was wiederum Rohölpreise und damit importabhängige Volkswirtschaften wie die deutsche direkt betrifft.

Worauf zu achten ist

Entscheidend ist der Stichtag 31. Juli 2026, 23:59 Uhr US-Ostküstenzeit, bis zu dem eine bestätigte Durchfahrt vorliegen muss. Zu beobachten sind Erklärungen des US-Verteidigungsministeriums oder der US-Marine sowie die laufende Berichterstattung von Reuters und AP zu Marinebewegungen im Golf. Da parallele Märkte dieselbe Frage für das Vereinigte Königreich, Frankreich und die Niederlande stellen, kann eine Bewegung in einem dieser verwandten Märkte Hinweise auf eine gemeinsame westliche Marineaktion in der Region liefern.

Häufige Fragen

Was genau muss bis wann passieren, damit diese Frage mit Ja abgerechnet wird?
Ein US-Kriegsschiff, einschließlich militärischer Versorgungs- oder Frachtschiffe, muss vor dem 31. Juli 2026, 23:59 Uhr US-Ostküstenzeit, nachweislich die engste Stelle der Straße von Hormuz zwischen Iran und Oman durchquert haben. Bestätigt werden muss dies durch eine Regierung, das Militär selbst oder eine breite Übereinstimmung glaubwürdiger Nachrichtenagenturen wie Reuters oder AP.
Zählt es auch, wenn ein US-Schiff nur im Persischen Golf oder im Golf von Oman unterwegs ist?
Nein. Die Regel schließt Bewegungen ausdrücklich aus, die auf den Persischen Golf, den Golf von Oman oder das Arabische Meer beschränkt bleiben, ohne die engste Stelle der Meerenge selbst zu queren.
Was bedeutet der aktuell gehandelte Preis konkret?
Der Preis eines Kontrakts entspricht der von den Marktteilnehmern eingeschätzten Wahrscheinlichkeit, dass die Frage mit Ja beantwortet wird. Ein niedriger Preis zeigt an, dass die meisten Teilnehmer aktuell nicht mit einer bestätigten Durchfahrt bis zum Stichtag rechnen, ein hoher Preis das Gegenteil.
Was passiert, wenn eine Durchfahrt stattgefunden hat, aber nicht eindeutig bestätigt wird?
Die Abrechnung stützt sich auf offizielle Erklärungen oder eine überwältigende Konsensmeinung großer Nachrichtenagenturen. Bleibt die Berichtslage uneindeutig oder widersprüchlich, kann die Frage entsprechend mit Nein abgerechnet werden, selbst wenn eine physische Durchfahrt tatsächlich stattgefunden haben sollte.
Warum ist die Straße von Hormuz militärisch und wirtschaftlich so bedeutsam?
Sie ist die einzige Seeverbindung zwischen dem ölreichen Persischen Golf und dem offenen Meer und damit ein zentraler Transportweg für Öl- und Flüssiggaslieferungen. Ihre geringe Breite zwischen Iran und Oman macht sie zugleich zu einem neuralgischen Punkt für militärische Spannungen in der Region.

Verwandte Ereignisse

1 %/ 99 %
Ja / Nein