Erreicht der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus vor Juli 2027 wieder Normalniveau?
vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance
- Ja — Das Ereignis tritt ein
- 56%
- Nein — Das Ereignis tritt nicht ein
- 44%
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
Kurz gefasst
Der Markt bewertet die Frage derzeit als knappen Fall mit leichter Tendenz zur Normalisierung. Ausschlaggebend ist, dass der Schiffsverkehr durch Hormus historisch schon nach früheren Spannungsphasen wieder auf sein Ausgangsniveau zurückgekehrt ist. Eine erneute militärische Eskalation zwischen Iran, Israel oder den USA würde die Einschätzung rasch kippen.
Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Hintergrund
Analyse
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Iran-Drohkulisse
Wiederholte iranische Ankündigungen, die Straße von Hormus im Konfliktfall zu sperren, wirken dämpfend auf den Schiffsverkehr, auch wenn sie bislang nicht umgesetzt wurden. Jede neue Drohung dieser Art senkt kurzfristig die Wahrscheinlichkeit einer Normalisierung.
Historische Basisrate
In ruhigen Phasen lag der 7-Tage-Durchschnitt der Transitfahrten regelmäßig über 60, was für die strukturelle Möglichkeit einer Rückkehr zu diesem Niveau spricht. Dieser Fakt stützt tendenziell die Yes-Seite, sofern keine dauerhafte Eskalation eintritt.
Versicherungsprämien für Reedereien
Steigende Kriegsrisikoprämien für Tankerfahrten durch die Meerenge verringern die Bereitschaft von Reedereien, die Route zu nutzen, und wirken damit gegen eine schnelle Normalisierung. Fallende Prämien wären ein frühes Signal für eine Entspannung.
US-Militärpräsenz am Golf
Die Präsenz und Aktivität US-amerikanischer Marineeinheiten im Golf beeinflusst, wie sicher Reedereien die Route einschätzen. Eine Verstärkung nach neuen Vorfällen kann kurzfristig sowohl stabilisierend als auch verunsichernd wirken, je nach Kontext.
Methodik von IMF PortWatch
Da ausschließlich die von PortWatch erfasste Kennzahl zählt, hängt das Ergebnis auch von deren Datenerfassung ab, etwa wie Transitfahrten gezählt und gemittelt werden. Änderungen an der Erhebungsmethodik könnten die Schwelle technisch beeinflussen, ohne dass sich die reale Lage am Golf ändert.
Dafür spricht
- Der 7-Tage-Durchschnitt muss vor dem 1. Juli 2027 an mindestens einem Tag über 60 Transitfahrten steigen, damit der Kontrakt mit Ja abgerechnet wird.
- Historische Vorfälle rund um die Straße von Hormus haben sich in der Vergangenheit meist innerhalb von Wochen bis Monaten wieder normalisiert, sobald keine neuen Zwischenfälle folgten.
- Eine sichtbare Deeskalation zwischen Iran, Israel und den USA in den kommenden Monaten würde Versicherungsprämien senken und Reedereien zur Rückkehr auf die reguläre Route bewegen.
- Der laufende Beobachtungszeitraum bis Juli 2027 ist mit knapp einem Jahr lang genug, dass bereits eine einzige ruhige Phase für ein Erreichen der Schwelle ausreichen würde.
Dagegen spricht
- Eine erneute militärische Eskalation, etwa ein Angriff auf ein Handelsschiff oder eine Zuspitzung der Sanktionslage gegen Iran, würde den Verkehr erneut unter 60 drücken.
- Anhaltend hohe Kriegsrisikoprämien können Reedereien auch ohne neue Vorfälle dauerhaft von der Route abhalten.
- Iran hat wiederholt signalisiert, die Meerenge als Druckmittel einzusetzen, was strukturelle Unsicherheit über den gesamten Beobachtungszeitraum schafft.
- Der Markt hat sich seit Handelsbeginn kaum bewegt und bleibt nahe der 50-Prozent-Marke, was auf echte Unsicherheit statt auf eine klare Erwartungsrichtung hindeutet.
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Keine externe Wallet nötig
- Gas übernommen
Handelsplätze (1)
- KalshiEmpfohlenJa56%0,57
- Volumen (24 Std.)
- 4305,4 $
- Gebühr
- 1,72 %
Auflösungsregeln
Die Abrechnung erfolgt auf Basis der von IMF PortWatch veröffentlichten Daten zu Schiffstransits durch die Straße von Hormus. Steigt der 7-Tage-Durchschnitt der täglichen Transitfahrten vor dem 1. Juli 2027 an irgendeinem Punkt über 60, wird der Kontrakt mit Ja abgerechnet; bleibt der Durchschnitt bis zu diesem Stichtag durchgehend darunter, erfolgt die Abrechnung mit Nein. Alle beobachteten Handelsplätze verwenden dieselbe Quelle, IMF PortWatch, sodass hier keine unterschiedlichen Abrechnungsgrundlagen zwischen Plätzen bestehen.
Berechnungsmethodik →Lokaler Bezug
Worauf zu achten ist
Häufige Fragen
- Was genau entscheidet über Ja oder Nein, und wann?
- Entscheidend ist ausschließlich der von IMF PortWatch veröffentlichte 7-Tage-Durchschnitt der täglichen Transitfahrten durch die Straße von Hormus. Steigt dieser Wert vor dem 1. Juli 2027 mindestens einmal über 60, wird mit Ja abgerechnet, andernfalls mit Nein zum Stichtag.
- Was bedeutet der aktuell angezeigte Preis konkret?
- Der Preis entspricht der Einschätzung der Marktteilnehmer, wie wahrscheinlich eine Normalisierung des Schiffsverkehrs vor Juli 2027 ist. Er ist keine Vorhersage im engeren Sinn, sondern das Ergebnis von Angebot und Nachfrage nach Kontrakten auf dieses Ereignis.
- Was passiert, wenn die PortWatch-Daten fehlerhaft sind oder sich die Methodik ändert?
- Die Abrechnung folgt den offiziell von IMF PortWatch veröffentlichten Werten zum jeweiligen Zeitpunkt. Sollte es zu Verzögerungen oder methodischen Anpassungen bei der Datenerhebung kommen, richtet sich die Bewertung nach der zuletzt gültigen offiziellen Veröffentlichung vor dem Stichtag.
- Warum liegt die Schwelle bei genau 60 Transitfahrten?
- Der Wert 60 orientiert sich an den in ruhigen Phasen historisch üblichen Durchschnittswerten für tägliche Transitfahrten durch die Meerenge und dient damit als Referenzpunkt für 'normalen' Schiffsverkehr im Vergleich zu Krisenphasen mit deutlich reduzierten Zahlen.
- Warum gibt es hier nur eine Handelsplattform statt mehrerer mit unterschiedlichen Preisen?
- Bislang wird dieser Kontrakt ausschließlich auf Kalshi gehandelt, weshalb es keine Preisspanne zwischen mehreren Orten gibt. Das bedeutet, dass die gesamte Markteinschätzung von den dortigen Teilnehmern getragen wird.