Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Analyse
Hintergrund
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Inflationsentwicklung
Setzt sich der Rückgang der Inflation seit 2024 fort, stärkt das Mileis zentrales Erfolgsargument gegenüber den Wählern. Ein erneuter Preisschub, etwa durch eine Abwertung des Peso, würde dieses Argument entwerten und die Einschätzung belasten.
Haushaltsüberschuss und IWF-Programm
Die Einhaltung der mit dem Internationalen Währungsfonds vereinbarten Haushaltsziele gilt als Nachweis der Tragfähigkeit von Mileis Kurs. Abweichungen oder eine neue Kreditverhandlung würden als Rückschlag gewertet und dürften die Marktschätzung senken.
Geeinte oder fragmentierte Opposition
Eine zersplitterte Peronismus-Bewegung erleichtert Milei den Sieg bereits im ersten Durchgang, eine Einigung auf einen gemeinsamen Kandidaten macht eine Stichwahl wahrscheinlicher und offener. Dieser Faktor gilt als einer der stärksten Hebel für die Wahl 2027.
Soziale Kosten der Sparpolitik
Anhaltend hohe Armuts- oder Arbeitslosenzahlen infolge der Kürzungen könnten die Zustimmung zu Milei untergraben, selbst wenn die makroökonomischen Kennzahlen sich verbessern. Dieser Zielkonflikt zwischen Stabilisierung und sozialer Belastung bleibt die zentrale politische Schwachstelle seiner Kandidatur.
Ergebnis der Kongresswahlen 2025
Der verbesserte parlamentarische Rückhalt von La Libertad Avanza seit Oktober 2025 stärkt Mileis Handlungsfähigkeit bis zur Wahl 2027 und wird vom Markt als positives Signal gewertet.
Dafür spricht
- Die Inflation ist seit Amtsantritt im Dezember 2023 deutlich zurückgegangen, was Milei als zentralen wirtschaftspolitischen Erfolg anführen kann.
- Die Regierung hat nach eigenen Angaben einen Haushaltsüberschuss erzielt, ein Novum in der jüngeren argentinischen Finanzgeschichte, das die Kreditwürdigkeit des Landes stützt.
- La Libertad Avanza hat bei den Kongresswahlen im Oktober 2025 ihre parlamentarische Basis ausgebaut, was Milei vor 2027 eine stärkere Ausgangslage verschafft.
- Die Verfassung erlaubt Milei eine unmittelbare zweite Amtszeit, sodass keine rechtlichen Hürden einer Kandidatur entgegenstehen.
Dagegen spricht
- Eine erneute Abwertung des Peso oder ein Rückgang der Devisenreserven könnte die wirtschaftliche Erzählung der Regierung vor dem Wahltermin am 24. Oktober 2027 beschädigen.
- Sollte sich die peronistische Opposition auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen, würde eine mögliche Stichwahl deutlich offener ausfallen.
- Soziale Folgen der Sparpolitik, etwa anhaltende Armut oder Arbeitslosigkeit, könnten die Zustimmung zu Milei schwächen, selbst bei stabilen Makrodaten.
- Argentiniens politische Geschichte zeigt, dass unmittelbare Wiederwahlen von Amtsinhabern keineswegs der Normalfall sind.
Worauf zu achten ist
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
