Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Analyse
Hintergrund
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Zersplitterung der Linken
Sozialisten, Grüne und Kommunisten sind in den vergangenen beiden Wahlen jeweils mit eigenen Kandidaten angetreten und haben Stimmen von Mélenchon abgezogen. Bleibt diese Aufteilung 2027 bestehen, sinkt seine Chance auf die Stichwahl deutlich; eine Einigung auf einen gemeinsamen Kandidaten würde sie dagegen stark erhöhen.
Fester RN-Platz in der Stichwahl
Umfragen sehen das Rassemblement National seit Jahren stabil auf einem der beiden Stichwahlplätze, unabhängig von der Personalfrage Le Pen oder Bardella. Das verengt den eigentlichen Wettbewerb auf den verbleibenden zweiten Platz, um den sich Mélenchon mit der bürgerlichen Rechte und weiteren Linken streiten muss.
Ineligibilitätsfrage Le Pen
Ob Marine Le Pen wegen ihrer Verurteilung tatsächlich antreten darf, ist weiterhin offen und könnte die Dynamik auf der rechten Seite verändern. Ein Ersatz durch Bardella würde am strukturellen RN-Vorteil wenig ändern, aber die Mobilisierung im Lager beeinflussen.
Mélenchons persönliche Reichweite
Seine hohen Ablehnungswerte außerhalb der eigenen Basis begrenzen das Potenzial, über die rund 20 bis 22 Prozent hinauszuwachsen, die er 2017 und 2022 erreichte. Das deckelt seine Chancen unabhängig davon, wie sich das übrige Feld sortiert.
Geringe Liquidität am Markt
Mit nur rund 30.000 US-Dollar Handelsvolumen an einem einzigen Handelsplatz ist der Preis anfällig für Ausschläge durch einzelne größere Positionen. Das bedeutet, dass die 44 Prozent mit größerer Vorsicht zu lesen sind als bei liquideren Märkten.
Dafür spricht
- Mélenchon verfehlte die Stichwahl 2022 nur um rund 1,2 Prozentpunkte, was eine solide organisierte Wählerbasis belegt.
- Einigt sich das linke Lager bis zum ersten Wahlgang im April 2027 auf einen gemeinsamen Kandidaten oder tritt kein ernsthafter linker Konkurrent an, dürfte sich ein erheblicher Teil der bislang verstreuten Stimmen auf ihn konzentrieren.
- Bleibt das rechte und bürgerliche Lager neben dem Rassemblement National zersplittert zwischen Figuren wie Lisnard und anderen, könnte der zweite Stichwahlplatz offener sein, als es aktuelle Umfragen zum rechten Spektrum nahelegen.
Dagegen spricht
- Die Linke ist 2017 und 2022 jeweils mit mehreren eigenständigen Kandidaten angetreten, und es gibt bislang kein verbindliches Signal für eine Einigung 2027.
- Raphaël Glucksmann und die Sozialisten haben nach ihrem Ergebnis bei der Europawahl 2024 eine eigene Machtbasis, die eine erneute eigenständige Kandidatur wahrscheinlich macht.
- Mélenchons hohe Ablehnungswerte außerhalb seiner Kernwählerschaft begrenzen sein Wachstumspotenzial strukturell.
- Der gesicherte Stichwahlplatz des Rassemblement National lässt nur einen offenen Platz übrig, um den sich ein breites Feld aus Linken und bürgerlicher Rechte streitet.
Worauf zu achten ist
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
- keine Handelsgebühr
