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Hält der Waffenstillstand zwischen Israel und Iran bis Ende Oktober 2026?

Auflösung: Aktualisiert:

Kurz gefasst

Der Markt sieht ein Halten des Waffenstillstands deutlich als wahrscheinlicher an als einen Bruch, räumt aber ein reales Risiko ein. Der Ausschlag hängt vor allem an zwei Punkten: einem möglichen israelischen Präventivschlag gegen iranische Nuklearanlagen und einem Vorfall mit von Iran unterstützten Gruppen, der als direkter Angriff gewertet würde. Ein verifizierter Luft- oder Raketenschlag einer Seite auf die andere vor dem 31. Oktober 2026 würde die Einschätzung sofort kippen.

Redaktionelle Illustration zum Ereignis: Hält der Waffenstillstand zwischen Israel und Iran bis Ende Oktober 2026?

Wie der Kontrakt funktioniert

Ein Kontrakt zu diesem Ereignis zahlt am Ende genau einen festen Betrag aus, wenn die Bedingung eintritt, und nichts, wenn sie nicht eintritt – hier: ob bis zum 31. Oktober 2026 kein qualifizierender Angriff zwischen Israel und Iran registriert wird. Der Preis, zu dem ein solcher Kontrakt gerade gehandelt wird, ist nichts anderes als die eingepreiste Einschätzung der Marktteilnehmer, wie wahrscheinlich dieser Ausgang ist; ein Kontrakt, der bei 0,30 US-Dollar gehandelt würde, entspräche etwa einer Chance von drei zu zehn – das ist ein Rechenbeispiel, nicht der aktuelle Stand dieses Marktes. Abgerechnet wird am Stichtag 31. Oktober 2026 auf Basis der tatsächlichen militärischen Lage; ein separater, verwandter Kontrakt beobachtet dieselbe Frage bis zum 31. Dezember 2026. Wer eine Position hält, kann sie vor dem Abrechnungstermin jederzeit zum dann geltenden Preis wieder verkaufen.
Wie der Markt den Ausgang einschätzt
$100
Ja75%

Das Ereignis tritt ein

Kostet jetzt
$0,75
Wenn Sie einsetzen $100
$133
Nein25%

Das Ereignis tritt nicht ein

Kostet jetzt
$0,25
Wenn Sie einsetzen $100
$400

Wahrscheinlichkeit

Die Historie beginnt, sobald das Ereignis erfasst wird

Wie sich der Preis bewegt hat

Die verfügbare Kurslage von 76 Prozent ist derzeit die einzige belastbare Momentaufnahme; detaillierte Bewegungen über den letzten Tag oder die letzte Woche liegen nicht vor. Mit einem Handelsvolumen von 253.658 US-Dollar auf einer einzigen aktiven Plattform, Polymarket, ist der Kontrakt deutlich weniger liquide als etwa große US-Wahlmärkte, sodass einzelne größere Positionen den Kurs überproportional bewegen können. Eine Bewertung von rund drei zu eins für ein Halten der Waffenruhe spiegelt die Grundannahme wider, dass die aktuelle Ruhephase eher fortbesteht als bricht, lässt aber ausreichend Risiko für einen neuen Vorfall offen.

Analyse

Hintergrund

Nach der offenen militärischen Konfrontation zwischen Israel und Iran im Jahr 2025, die als zwölftägiger Krieg bekannt wurde, kam mit amerikanischer Vermittlung ein Waffenstillstand zustande, der seither über ein Jahr gehalten hat. Die zugrunde liegenden Spannungen sind jedoch ungelöst: Irans Nuklearprogramm, sein Netz regionaler Verbündeter wie Hisbollah, Huthi-Milizen und irakische Gruppen, sowie Israels wiederholt erklärte Bereitschaft, bei einem erneuten Anreicherungsschub militärisch zu reagieren. Der hier betrachtete Markt fragt konkret, ob bis zum 31. Oktober 2026 kein qualifizierender Angriff – also ein Luftschlag oder eine Boden-Boden-Raketenattacke mit direkter Wirkung auf das Gebiet des jeweils anderen Staates – stattfindet. Akteure sind die israelische Regierung, die iranische Führung, die US-Administration als Vermittler und Garant sowie die Internationale Atomenergiebehörde, deren Berichte über den Stand der iranischen Anreicherung regelmäßig als Frühindikator für mögliche israelische Reaktionen gelten. Die Frage ist nicht nur regional bedeutsam. Ein Zusammenbruch der Waffenruhe hätte unmittelbare Folgen für die Ölpreise und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen läuft.
Über alle beobachteten Handelsplätze hinweg liegt die eingepreiste Wahrscheinlichkeit bei 76 Prozent, getragen von einem Handelsvolumen von 253.658 US-Dollar, das vollständig auf Polymarket entfällt. Das ist im Vergleich zu großen politischen Kontrakten – etwa zu US-Wahlen – ein moderates, nicht sehr tiefes Volumen, was bedeutet, dass einzelne größere Positionen den Kurs spürbar bewegen können und dass die 76 Prozent als Momentaufnahme, nicht als über lange Zeit stabil gefestigter Konsens zu lesen sind. Da nur eine einzige Plattform aktiv gehandelt wird, gibt es hier keine Differenz zwischen mehreren Handelsplätzen, wie sie bei stärker fragmentierten Märkten Aufschluss über Meinungsverschiedenheiten geben würde. Inhaltlich beruht die Einschätzung auf einer historischen Erfahrung: Waffenstillstände in dieser Konfliktregion haben in der Vergangenheit selten allein aus formellen Vereinbarungen heraus gebrochen, sondern meist durch einen konkreten Auslöser – einen Bericht über beschleunigte Urananreicherung, einen Angriff eines Stellvertreters, eine Fehleinschätzung in einer angespannten Lage. Der zwölftägige Krieg von 2025 selbst folgte jahrelanger verdeckter Konfrontation, bevor er offen ausbrach. Diese Erfahrung erklärt, warum der Markt das Halten der Waffenruhe für wahrscheinlicher hält als deren Bruch, ohne die Wahrscheinlichkeit nahe an vollständige Sicherheit heranzuführen. Die enge Definition eines qualifizierenden Angriffs – Abfangmanöver, Kleinwaffenfeuer, Bodeneinfälle, Cyberoperationen, Marineartillerie und kleinere Angriffe mit kurzer Reichweite zählen ausdrücklich nicht – setzt die Schwelle für ein Nein vergleichsweise hoch. Das begünstigt tendenziell ein Halten der Waffenruhe im Sinne der Marktdefinition, selbst wenn es zu einzelnen begrenzten Vorfällen kommen sollte, die in der öffentlichen Wahrnehmung als Eskalation gelten, aber die formale Schwelle nicht überschreiten. Der parallele Kontrakt bis zum 31. Dezember 2026 zeigt, dass Marktteilnehmer die Frage nicht als punktuelles Ereignis, sondern als über Monate laufendes Risiko behandeln.

Was die Wahrscheinlichkeit bewegt

  1. IAEA-Berichte zum Nuklearprogramm

    Neue Berichte über eine beschleunigte Urananreicherung würden die Wahrscheinlichkeit eines israelischen Präventivschlags erhöhen und den Kurs nach unten drücken. Dies gilt als der Faktor mit dem größten unmittelbaren Einfluss, weil er die erklärte rote Linie Israels direkt betrifft.

  2. Aktivität von Stellvertretergruppen

    Angriffe durch Hisbollah, Huthi-Milizen oder irakische Gruppen mit iranischer Unterstützung könnten als indirekte iranische Aktion gewertet werden und eine direkte israelische Antwort auslösen. Das Risiko ist moderat, aber schwer vorhersehbar, da diese Gruppen nicht vollständig unter iranischer Kontrolle stehen.

  3. US-Vermittlerrolle

    Solange Washington als Garant des Waffenstillstands aktiv bleibt und diplomatischen Druck auf beide Seiten ausübt, stützt das ein Halten der Vereinbarung. Ein Nachlassen dieses Engagements, etwa durch veränderte außenpolitische Prioritäten, würde das Risiko erhöhen.

  4. Innenpolitische Lage in Israel und Iran

    Politischer Druck auf die israelische Regierungskoalition oder wirtschaftliche Notlagen in Iran können die Bereitschaft zu riskanten militärischen Schritten in beide Richtungen verändern. Dieser Faktor wirkt eher mittelfristig und ist schwerer quantifizierbar als die anderen Treiber.

  5. Enge Definition des Bruchs

    Da nur direkte Luft- oder Raketenangriffe zählen und Abfangmanöver, Cyberoperationen oder Grenzscharmützel ausdrücklich ausgenommen sind, liegt die Schwelle für ein Nein hoch. Das begünstigt strukturell ein Ja im Sinne der Marktdefinition.

Dafür spricht

  • Bis zum 31. Oktober 2026 findet kein direkter Luft- oder Raketenangriff einer Seite auf die andere statt.
  • Die USA halten ihre Vermittlerrolle aufrecht und üben weiterhin diplomatischen Druck auf beide Regierungen aus.
  • Die Internationale Atomenergiebehörde kann das iranische Nuklearprogramm ausreichend transparent überwachen, sodass Israel keinen Anlass für einen Präventivschlag sieht.
  • Stellvertreterorganisationen wie Hisbollah oder die Huthi-Bewegung beschränken sich auf Aktionen, die nicht als direkter Angriff zwischen den beiden Staaten gewertet werden.

Dagegen spricht

  • Israel führt einen erneuten Luftschlag gegen iranische Nuklear- oder Raketenanlagen durch, etwa nach einem IAEA-Bericht über beschleunigte Anreicherung.
  • Ein von Iran unterstützter Akteur greift Israel an, und Teheran wird für die Eskalation direkt verantwortlich gemacht.
  • Die amerikanische Vermittlung bricht ab, etwa durch eine veränderte außenpolitische Priorität der US-Regierung.
  • Ein zunächst begrenzter Vorfall wird von einer Seite als direkter Angriff im Sinne der Marktdefinition gewertet und militärisch beantwortet.

Worauf zu achten ist

Zu beobachten sind die kommenden Berichte der Internationalen Atomenergiebehörde zum Stand der iranischen Urananreicherung, öffentliche Erklärungen der israelischen und iranischen Regierung sowie der US-Administration zur Vermittlerrolle, Berichte über Aktivitäten von Hisbollah oder Huthi-Milizen, und der Jahrestag des zwölftägigen Krieges von 2025 als möglicher symbolischer Auslöser für Spannungen. Der parallele Kontrakt bis zum 31. Dezember 2026 dient zusätzlich als Indikator, ob Marktteilnehmer das Risiko eher zum Jahresende hin steigen sehen.

Kontrakt auf diesen Ausgang handeln

Handelsplätze (1)

Auf Polymarket öffnenJa 0,75
  • Gas übernommen
  • keine Handelsgebühr

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Handelsplätze (1)

Wahrscheinlichkeit

  • Israel x Iran Waffenstillstand bleibt bis zum 31. Oktober bestehen?75%
  • Israel x Iran Waffenstillstand bleibt bis zum 31. Dezember bestehen?67%

Auflösungsregeln

Maßgebliche Quelle
Polymarket (Israel x Iran ceasefire markets), corroborated by major news wire reporting on Israel-Iran military activity
Auflösungsdatum

Abgerechnet wird auf Basis der Polymarket-Kontrakte zum Israel-Iran-Waffenstillstand, ergänzt durch Berichterstattung großer Nachrichtenagenturen zur tatsächlichen militärischen Lage. Der Kontrakt löst auf Ja, wenn bis zum 31. Oktober 2026 kein qualifizierender Angriff – ein Luftschlag oder eine Boden-Boden-Raketenattacke, einschließlich Drohnen, Marschflugkörpern oder ballistischen Raketen, mit direkter Wirkung auf das Gebiet des jeweils anderen Staates – von einer Seite gegen die andere verzeichnet wird. Abfangmanöver, Kleinwaffenfeuer, Bodeneinfälle, Cyberoperationen, Marineartillerie, Artillerie und kleinere Angriffe mit kurzer Reichweite gelten ausdrücklich nicht als Bruch der Waffenruhe. Ein separater Kontrakt beobachtet dieselbe Frage bis zum 31. Dezember 2026.

Berechnungsmethodik

Lokaler Bezug

Ein Zusammenbruch des Waffenstillstands würde die Ölpreise absehbar spürbar anheben und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus gefährden, durch die ein großer Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen läuft. Für die deutsche Industrie, die auf importierte Energie und stabile Lieferketten angewiesen ist, würde das höhere Rohstoffkosten und mögliche Lieferverzögerungen bedeuten, mit Folgewirkungen auf Energiepreise für Haushalte und Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Häufige Fragen

Was genau entscheidet über Ja oder Nein bei diesem Kontrakt und wann?
Entscheidend ist, ob bis zum 31. Oktober 2026 ein qualifizierender Angriff – ein Luftschlag oder eine Boden-Boden-Raketenattacke mit direkter Wirkung auf das Gebiet des jeweils anderen Staates – zwischen Israel und Iran stattfindet. Abgerechnet wird auf Basis von Polymarket-Daten, gestützt durch Berichterstattung großer Nachrichtenagenturen zur militärischen Lage.
Was bedeutet der aktuell angezeigte Preis konkret?
Der Preis ist die von Marktteilnehmern eingepreiste Einschätzung, wie wahrscheinlich ein Halten des Waffenstillstands bis zum Stichtag ist. Er verändert sich laufend mit neuen Informationen und ist kein Hinweis darauf, was tatsächlich eintreten wird.
Was passiert, wenn ein Vorfall unklar ist, etwa ein Angriff mit ungeklärter Urheberschaft?
Die Regeln definieren genau, welche Handlungen als qualifizierender Angriff zählen und welche nicht, etwa Abfangmanöver, Kleinwaffenfeuer oder Cyberoperationen, die ausdrücklich ausgeschlossen sind. Bei Unklarheit stützt sich die Abrechnung auf die Berichterstattung großer Nachrichtenagenturen zur tatsächlichen militärischen Lage.
Zählen Abfangmanöver von Raketen oder Drohnen als Bruch des Waffenstillstands?
Nein. Interceptions, also das Abfangen von Raketen oder Drohnen, sind ausdrücklich von der Definition eines qualifizierenden Angriffs ausgenommen, ebenso Kleinwaffenfeuer, Bodeneinfälle, Cyberoperationen, Marineartillerie und kleinere Angriffe mit kurzer Reichweite.
Wie unterscheidet sich dieser Kontrakt vom Markt zum 31. Dezember 2026?
Beide Kontrakte prüfen dieselbe Frage, jedoch mit unterschiedlichem Zeithorizont: einer bis Ende Oktober, der andere bis Ende Dezember 2026. Ein Vergleich beider Preise kann zeigen, ob Marktteilnehmer das Risiko eher kurzfristig oder über einen längeren Zeitraum verteilt sehen.
Warum ist das Handelsvolumen bei diesem Kontrakt vergleichsweise gering?
Mit 253.658 US-Dollar auf einer einzigen Plattform ist der Kontrakt deutlich weniger liquide als etwa große Wahlmärkte in den USA. Das bedeutet, dass der angezeigte Preis empfindlicher auf einzelne größere Positionen reagieren kann als bei stärker gehandelten Kontrakten.

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75 %/ 25 %
Ja / Nein