Kehrt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bis Ende August 2026 zur Normalität zurück?
vom Markt geschätzte Wahrscheinlichkeit — nicht Ihre Trefferchance
- Ja — Das Ereignis tritt ein
- 7%
- Nein — Das Ereignis tritt nicht ein
- 93%
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
Kurz gefasst
Der Markt hält eine Rückkehr zum normalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bis zum 31. August 2026 für unwahrscheinlich. Ausschlaggebend ist, dass der von IWF PortWatch gemessene 7-Tage-Durchschnitt der Schiffsankünfte offenbar deutlich unter der als normal geltenden Marke von 60 liegt und für eine Erholung nur noch gut ein Monat bleibt. Eine rasche und glaubwürdige Entspannung der Sicherheitslage im Golf mit sinkenden Versicherungsprämien für Reedereien wäre nötig, um diese Einschätzung zu ändern.
Wie der Kontrakt funktioniert
Wahrscheinlichkeit
Wie sich der Preis bewegt hat
Hintergrund
Analyse
Was die Wahrscheinlichkeit bewegt
Aktueller Abstand zur Schwelle
Der 7-Tage-Durchschnitt der Transit Calls liegt nach dem Preisverfall seit dem 29. Juli 2026 offenkundig spürbar unter dem für ein Ja-Ergebnis nötigen Wert von 60. Je größer dieser Abstand kurz vor dem 31. August 2026 noch ist, desto unwahrscheinlicher wird eine rechtzeitige Normalisierung.
Reaktionsträgheit der Schifffahrt
Reedereien und Charterer kehren erfahrungsgemäß erst mit Verzögerung in eine als riskant eingestufte Region zurück, selbst wenn sich die Lage vor Ort bereits entspannt. Diese Trägheit wirkt gegen ein Ja-Ergebnis innerhalb der verbleibenden gut vier Wochen.
Versicherungs- und Risikoprämien
Kriegsrisikozuschläge für Tanker in der Golfregion beeinflussen direkt, ob Reeder die Route wieder ansteuern. Solange diese Prämien erhöht bleiben, bremst das die Rückkehr zu einem 7-Tage-Durchschnitt von 60 Ankünften.
Verbleibende Zeit bis Fristende
Mit nur noch rund einem Monat bis zum 31. August 2026 bleibt wenig Spielraum für einen graduellen Anstieg der Schiffsankünfte. Historisch benötigten vergleichbare Erholungen nach regionalen Spannungsphasen oft mehrere Monate, nicht Wochen.
Einheitliche Marktmeinung
Die Spanne von null Prozentpunkten zwischen Polymarket und Kalshi bei einem Volumen von 6,34 Millionen US-Dollar zeigt, dass keine der beiden Plattformen eine abweichende Einschätzung der PortWatch-Daten vertritt. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass der aktuelle Kurs eine kurzfristige Verzerrung einzelner Handelsplätze widerspiegelt.
Dafür spricht
- Der 7-Tage-Durchschnitt der Transit Calls müsste bis spätestens 31. August 2026 auf mindestens 60 steigen, wie von IWF PortWatch veröffentlicht.
- Dafür müssten Reedereien kurzfristig wieder reguläre Routen durch die Straße von Hormus ansteuern, was eine spürbare Entspannung der Sicherheitslage sowie sinkende Versicherungsprämien voraussetzt.
- Ein schneller Rückgang der Risikoaufschläge für Kriegsrisiken in der Golfregion könnte Charterer veranlassen, ausgesetzte Fahrten kurzfristig wieder aufzunehmen.
Dagegen spricht
- Seit der Preiskorrektur von ursprünglich über 90 Prozent auf aktuell rund 7 Prozent deutet nichts auf eine bevorstehende schnelle Erholung der Schiffsankünfte hin.
- Die verbleibende Frist von rund einem Monat gilt in der Schifffahrt als kurz, da Reedereien und Versicherer typischerweise erst mit Verzögerung auf eine veränderte Sicherheitslage reagieren.
- Die Übereinstimmung beider Handelsplätze bei null Prozentpunkten Differenz zeigt, dass am Markt derzeit kein nennenswerter Zweifel an dieser pessimistischen Einschätzung besteht.
Kontrakt auf diesen Ausgang handeln
- Gas übernommen
- keine Handelsgebühr
Handelsplätze (2)
- PolymarketEmpfohlenJa7%0,07
- Volumen (24 Std.)
- 427.383,6 $
- Gebühr
- 0%
- KalshiJa7%0,07
- Volumen (24 Std.)
- 17.854,0 $
- Gebühr
- 0,43 %
Wahrscheinlichkeit
- Kehrt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz bis zum 31. August zur Normalität zurück?7%
- Vor dem 1. September 20267%
- Kehrt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz bis zum 15. August zur Normalität zurück?1%
Auflösungsregeln
Abrechnungsgrundlage für beide Plattformen ist ausschließlich der von IWF PortWatch veröffentlichte 7-Tage-Durchschnitt der Transit Calls durch die Straße von Hormus. Erreicht oder übersteigt dieser Wert bis zum 31. August 2026 an einem beliebigen Tag die Marke von 60, resolviert der Markt mit Ja; andernfalls, oder wenn bis zum Stichtag (zuzüglich einer kurzen Nachfrist für verspätete Datenveröffentlichung) keine entsprechenden Zahlen vorliegen, resolviert er mit Nein. Sowohl Polymarket als auch Kalshi nutzen dieselbe Datenquelle, wodurch die beobachtete Nullspanne zwischen beiden Plattformen erklärbar ist.
Berechnungsmethodik →Lokaler Bezug
Worauf zu achten ist
Häufige Fragen
- Was genau muss bis wann eintreten, damit dieser Markt mit Ja abgerechnet wird?
- Der Markt löst mit Ja auf, wenn IWF PortWatch bis zum 31. August 2026 an mindestens einem Tag einen 7-Tage-Durchschnitt der Transit Calls durch die Straße von Hormus von 60 oder mehr veröffentlicht. Gezählt werden Container-, Massengut-, Ro-Ro-, Stückgut- und Tankerschiffe.
- Was bedeutet der aktuelle Marktpreis konkret?
- Der Preis eines Kontrakts entspricht der eingepreisten Wahrscheinlichkeit, dass die Schwelle rechtzeitig erreicht wird, ausgedrückt zwischen 0 und 1 US-Dollar. Er ist keine Prognose eines einzelnen Analysten, sondern das Ergebnis von Angebot und Nachfrage unter allen Marktteilnehmern.
- Was passiert, wenn IWF PortWatch die Daten verspätet oder gar nicht veröffentlicht?
- Für den Fall verspäteter Veröffentlichung räumen die Handelsplätze eine kurze Nachfrist ein. Liegen auch dann keine entsprechenden Daten vor, resolviert der Markt mit Nein.
- Warum ist die Straße von Hormus für die Weltwirtschaft so wichtig?
- Über die Meerenge läuft ein sehr großer Teil des weltweit seewärts gehandelten Rohöls sowie erhebliche Mengen Flüssigerdgas, da es kaum praktikable Alternativrouten gibt. Störungen wirken sich deshalb unmittelbar auf globale Energiepreise aus.
- Warum notieren Polymarket und Kalshi exakt denselben Preis?
- Beide Plattformen legen für die Abrechnung dieselbe Datenquelle, IWF PortWatch, zugrunde und bewerten damit im Kern dasselbe Ereignis. Die Spanne von null Prozentpunkten zeigt, dass zwischen den Handelsplätzen aktuell keine unterschiedliche Einschätzung besteht.
- Wie ist der starke Rückgang von anfänglich über 90 Prozent auf rund 7 Prozent zu erklären?
- Ein einzelner öffentlich dokumentierter Auslöser ist nicht bekannt. Naheliegend ist, dass mit fortschreitender Veröffentlichung tatsächlicher PortWatch-Zahlen zu den Schiffsankünften die anfänglich sehr optimistische erste Einschätzung des Marktes korrigiert wurde.